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Pferdebezogene Studiengänge - Aktuelle & ehemalige Studenten berichten


dqha logo | Quelle: dqha




Foto: Anna Gall

Sandra Schmitz, Foto: Privat

Vera Bracher, Foto: www.horsefotograf.ch

Konstanze Ullmann, Foto: Privat

Anna Driemel, Foto: Privat

„Was willst du denn später mal machen?“ Eine Frage, die sicher jeder kurz vor dem Schulabschluss schon zigmal gehört hat. Und bei der sich manche vielleicht gedacht haben „…irgendwas mit Pferden!“ Tierarzt, Trainer, Pferdewirt - das sind die ersten Assoziationen, die man im Sinn hat.

Dass das Feld viel breiter ist und es sogar pferdebezogene Studiengänge neben der Tiermedizin gibt, wissen die Wenigsten. Da die Suche nach einem Studiengang - vor allem bei eher unbekannten Programmen - für Schulabgänger sehr verwirrend sein kann, haben wir in Teil Eins dieser Serie (aufgeteilt in In- und Ausland) die Hochschulen und Studiengänge zum Thema Pferd in Europa vorgestellt.

Im nachfolgenden zweiten Teil erzählen uns Studenten, die bereits in diesen Studiengängen immatrikuliert sind oder waren, von ihren Erfahrungen.

Sandra Schmitz, u.a. Ringsteward auf der Q16

Sandra hat das B.Sc. Studium Equine Studies & Business Management am Writtle College, Chelmsford, Essex, absolviert. „Ich wollte nicht die ‚typische‘ Ausbildung zur Pferdewirtin machen. Daher habe ich mich zu dem Studium entschieden. Zu der Zeit war der Studiengang hier in Deutschland nicht vertreten, in England hingegen schon. Da ich Verwandtschaft in England habe und schon immer einen großen Bezug dorthin, ist die Entscheidung gefallen, dort zu studieren.“

Die Inhalte des Studiums waren laut Sandra sehr vielfältig: Landwirtschaftliche Grundlagen, Zucht und Haltung, Fütterung, Physiologie, Genetik, Sport, Anatomie, Gesundheit und Krankheiten u.v.m. „Es war eine starke Mischung aus Theorie und Praxis. Das College hat sein eigenes Gestüt und  eine Reitanlage. Dort haben wir dann auch viel Praxisunterricht gehabt, und unter anderem auch Stalldienst etc.“, erzählt Sandra. Ihr Schwerpunkt war damals Zucht und Haltung, insofern kann sie das Studium in diesem Schwerpunkt auch für Westernreiter empfehlen.

Ein Studium in England, das ist natürlich schon noch einmal etwas Anderes, als in Deutschland oder Österreich zu studieren: „Man sollte definitiv offen für Neues sein. Die Sprache sollte man schon in den Grundzügen beherrschen, ansonsten ist es schwer zu folgen. Auch wenn ich in der Schule bilingualen Englischunterricht hatte und Verwandtschaft in England, ist es schon etwas Anderes gewesen, sich am Anfang in die Sprache einzudenken. Alltagssprache ist eben anders, als das was man in der Schule lernt!“ Trotz der hohen Studiengebühren, ist Sandra von der damaligen Entscheidung überzeugt: „Es ist eine tolle Erfahrung, in einem anderen Land zu leben und zu studieren. Das prägt definitiv für das Leben! Nicht nur, dass die Sprache mittlerweile für mich keine Fremdsprache ist - ich liebe das Land und die Leute. Ein Einblick in andere Länder und Sitten zu bekommen, lohnt sich immer!“

Trotz des Studiums arbeitet Sandra heute nicht in der Pferdeindustrie: „Ich konnte mit diesem Abschluss schwer Fuß fassen und habe noch etwas Anderes studiert.“ Aber das heißt nicht, dass das alles umsonst war: „Die Lebenserfahrung möchte ich nicht missen und für das ganze Leben um die Pferde und die Shows ist es eine enorme Bereicherung!“

Als deutschsprachiger Student sollte man sich beim Studium in England vor allem auf hohe Kosten einstellen: Sowohl die Studiengebühren, als auch die Lebenshaltungskosten sind hoch. „Außerdem ist das Gesundheitssystem anders und man sollte schauen, ob man sich da dann lieber nicht noch privat absichert“, so Sandra. Große Schwierigkeiten gab es für sie in diesem Studium nicht: „Die Fachbegriffe waren anfangs schwer, aber das hat sich schnell gegeben.“

 

Vera Bracher, Schweizerin, APHA Europameisterin

Vera Bracher hat Agronomie mit Vertiefung Pferdewissenschaften an der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften studiert und arbeitet heute im Bereich der Arbeitssicherheit: „Genauer gesagt, bei der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft. Ich gebe Kurse für Landwirte in diesem Bereich und kontrolliere auf Landwirtschaftsbetrieben, die Angestellte beschäftigen, die Arbeitssicherheit.“

Ihr damaliges Studium war folgendermaßen aufgebaut: „Das Grundstudium basiert auf der Agronomie. Neben den Agronomiefächern hatten wir spezifische Module zum Thema Pferd. Diese beinhalteten Ethologie, Anatomie, Haltung, Fütterung, Sport und Trainingslehre, Module zur Beurteilung des Körperbaus, Zucht und Genetik, Physiologie, Grünlandbewirtschaftung, Stallbau etc. Neben dem Grundstudium konnten wir uns für diverse Vertiefungen entscheiden, so zum Beispiel Management und Leadership oder Unterricht und Beratung, wobei ich Ersteres absolviert habe.“

Empfehlen kann Vera das Studium allerdings nicht - aus dem offensichtlichsten Grund: „Die Arbeitsstellen sind rar - was uns ganz anders versprochen wurde. Von unserem Jahrgang haben wenige einen Job im Bereich Pferdehaltung gefunden, viele mussten sich in anderen Bereichen eine Stelle suchen. Hinzu kommt, dass man von allem etwas ist, aber trotzdem nichts richtig. Man kennt zwar die Anatomie sehr gut, ist aber kein Tierarzt. Man kennt sich etwas in der Grünlandbewirtschaftung aus, ist aber nicht so gut ausgebildet wie ein Absolvent der Pflanzenwissenschaften. Einige Module sind auch absolut nicht praxistauglich. Das Studium wurde  allerdings etwas umgestellt, wie es jetzt ist, kann ich nicht beurteilen.“

Vera mutmaßt, dass die Berufschancen in Deutschland eventuell höher sind: „Das kam für mich aber nicht infrage.“ Rückblickend würde sie ihre Laufbahn anders wählen: „ Wenn ich noch einmal zurück könnte würde ich Nutztierwissenschaften oder Pflanzenbau studieren und die Module der Pferdehaltung als Wahlmodule wählen.“ Schulabgängern, die dennoch das studieren möchte, was Vera studiert hat, müssen vor allem eines mitbringen: „Interesse! Ich denke wenn das Interesse für die Agronomie oder Nutztierwissenschaften vorhanden ist, kann das Studium interessant sein.“

 

Mona Bretzler

Mona Bretzler hat Pferdewirtschaft an der HfWU Nürtingen studiert. Der Bachelorstudiengang ist ein Ableger der Agrarwirtschaft: „Darum ist einer der Hauptbestandteile der agrarwirtschaftliche Aspekt, also beispielsweise Grünland, Agrartechnik und Pflanzenkunde. Da es sich jedoch um PferdeWIRTSCHAFT handelt, darf der wirtschaftliche Gesichtspunkt nicht vernachlässigt werden. Hier hatten wir zum Beispiel BWL, VWL und Rechnungswesen sowie Marketing. Der Grund, warum die Studenten - bzw. hauptsächlich Studentinnen - sich für genau dieses Studium entscheiden, sind aber natürlich die Pferde. Hier bekommt man einen sehr allumfassenden Einblick in den Pferdesektor. Wir hatten Zucht, Ausbildung, Haltung, Fütterung, Recht in der Pferdewirtschaft und die verschiedensten Unterbereiche. Außerdem beinhaltet der Studiengang ein Praxissemester sowie weitere Praxistage, welche in den unterschiedlichsten Bereichen durchgeführt werden können“, erzählt Mona. 2014 hat sie das Studium abgeschlossen und ist mittlerweile auch im Pferdebereich tätig: „Ich bin Angestellte in einem Reitsportgeschäft. Nebenbei habe ich eine Ausbildung zur Tierphysiotherapeutin abgeschlossen und bin jetzt nebenberuflich als selbstständige Tierphysiotherapeutin tätig.“ Besonders der Praxisbezug hat ihr sehr gut gefallen: „Wir hatten viele externe Dozenten, die direkt aus ihrem Fachgebiet berichten konnten. Unsere Professoren der Pferdewirtschaft hatten ebenfalls alle einen sehr hohen Praxisbezug und konnten uns ein Bild aus der Praxis vermitteln.“ Etwas mehr Spezialisierung hätte sich Mona dennoch gewünscht: „ Ich sehe noch Handlungsbedarf in der Spezialisierung der einzelnen Interessen. So haben die Studierenden aus meinem Jahrgang einen sehr umfassenden Eindruck des Pferdesektors bekommen, jedoch war die Spezialisierung nur eingeschränkt möglich. Ich war jedoch der zweite Jahrgang des Studiengangs, es kann sich also etwas weiter entwickelt haben!“

Wenn man sich nun überlegt, etwas in Richtung Pferd zu studieren, wo setzt man am besten an? „Wichtig ist es, sich bereits zu Beginn Gedanken um die Zukunft zu machen“, rät Mona „Wo soll der Weg ungefähr hinführen? Ich selbst konnte mich schon im Studium in Richtung meiner Ausbildung als Tierphysiotherapeutin entwickeln. So konnte ich im Rahmen der Wahlfächer und meiner Bachelorarbeit schon die Tür für meinen weiteren Weg öffnen.“

Glücklicherweise konnte Mona sich auch während des Studiums ihren Pferden widmen: „Ich hatte bereits ein Pferd und habe mir während des Studiums ein zweites gekauft. „Ich habe meine Pferde zwar nicht dort untergebracht, aber die Hochschule in Nürtingen bietet einige Stellplätze im eigenen Versuchsbetrieb an und weitere Reitställe in der Umgebung beherbergen einige Pferde der Studierenden.“

 

Konstanze Ullmann, ehemalige Mitarbeiterin der Circle L Ranch:

Konstanze hat ihr Studium mit dem BA-Studiengang Pferdewirtschaft in Nürtingen gemacht und studiert momentan im Master (Agribusiness) an der Georg-August-Universität in Göttingen. „Das Studium war eine gute Mischung aus Wirtschaft, Pferd und Agrar“, erzählt Konstanze, „ Wir hatten beispielsweise Fächer wie Finanzbuchführung, BWL, VWL, Marketing, oder Controlling. Fütterung, Reproduktion, Sportphysiologie, Pferdegesundheit oder Eventmarketing, Bodenkunde oder Agrarpolitik. Es ging insgesamt sieben Semester. Im vierten Semester hatten wir ein Praxis-Semester.“ Zwischen dem Bachelor und dem Master hat Konstanze ein Jahr bei der Familie Laves auf der Circle L Ranch im Büro gearbeitet.

„Was gut am Studium war, war die Vielseitigkeit. Man wird wirklich in allen Bereichen des Pferdesportes geschult, aber man bekommt auch ein breites wirtschaftliches Wissen. Die Pferdebranche braucht spezialisierte Fachkräfte. Schwierigkeiten sehe ich allerdings darin, dass viele nicht genügend zahlen können oder den Mehrwert von qualifizierten Mitarbeitern nicht sehen. Das wird sich aber hoffentlich noch entwickeln!“ Grundsätzlich würde Konstanze jedem interessierten Abiturienten aber zu dem Studiengang raten: „Wenn ihr Lust darauf habt, macht es! Man kann viel aus dem Studium mitnehmen und in allen Bereichen des Pferdesport danach anfangen zu arbeiten. Meine Kommilitonen arbeiten jetzt beispielsweise bei Schockemöhle, Gomeier, diversen Stallbaufirmen, als Bereichsleiter von Loesdau/Krämer, manche haben sich auch selbständig gemacht. Auch die Masterangebote sind nach dem Bachelor gut und man kann sich so noch breiter aufstellen!“

 

Anna Driemel:

Anna Dreimal studiert momentan Pferdewissenschaften an der Freien Universität Berlin: „Ich komme jetzt ins sechste und letzte reguläre Semester. Ich gehöre zum allerersten Jahrgang des Studiengangs Pferdewissenschaften, der in Berlin angenommen wurde.“ Anna ist bereits während des Studiums in der Pferdebranche tätig: „Derzeit arbeite ich als selbstständige Reitlehrerin und Bereiterin.“

Bezüglich der Inhalte hat Anna ein Bereich besonders gefallen: „Besonders gut haben mir in meinem Studium die Praxismodule mit Franziska Görwitz und die Module zur Verhaltensforschung gefallen. Es ist faszinierend, genau zu erfahren, wie Pferde wahrnehmen, denken und lernen und es gibt noch viele Dinge in dieser Richtung zu erforschen!“

Natürlich gibt es aber auch in diesem Studium nicht nur positive Seiten: „Schwierigkeiten sehe ich in der praktischen Umsetzung von Forschungsprojekten, da diese sehr aufwändig und kostspielig sind. Des Weiteren denke ich, dass die Arbeitsplätze in der Pferdebranche relativ begrenzt sind“, gibt Anna zu bedenken. Deshalb rät sie auch allen, die mit so einem Studium liebäugeln, sich das vorher gut zu überlegen: „Einem pferdebegeisterten Schüler oder Schülerin würde ich raten, vor dem Beginn eines Studiums dieser Richtung ein umfassendes Praktikum zu absolvieren, um festzustellen, ob dies wirklich die passende Berufswahl für ihn oder sie ist und um Praxiserfahrung zu sammeln.“


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Quelle: DQHA - vom 04.05.2017

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