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Das war Spitze: Americana bestätigt einmal mehr Status als Mekka des Westernreitens



42.200 Besucher im Messezentrum Augsburg tauchen in den American Life Style ein

Americana bereits im nächsten Jahr wieder: 31. August – 4. September 2011

Bernard Fonck siegt auf Sail On Top Whizard in der mit 44.444,44Dollar dotierten Bronze Trophy / Michael Baker gewinnt auf Little Foxy Boon EM-Cutting / Gesamt 180.000 Dollar Preisgeld / Abendshows der Extraklasse

Die meisten erklären die Americana zur Nummer Eins und zum Mekka des Westernreitens. Andere sagen, diese Veranstaltung im Messezentrum ist die Champions League. Tatsache ist: sie haben alle Recht. Das hat sich auch jetzt wieder gezeigt: Die Americana rief, und 42.200 Besucher strömten durch die Kassenhäuschen. Und nicht nur die Massen ließen sich fünf Tage American Life Style in all seinen Facetten nicht entgehen. Denn natürlich waren erneut auch die Cracks der Szene aus Sport und Zucht vor Ort. Und mit ihnen natürlich die eigentlichen Hauptdarsteller: Pferde der Extraklasse, die ihre Reiter zu Höchstleistungen anspornten und die Fans auf den Tribünen schwärmen ließen.

400 Reiter aus 16 Ländern traten in 32 sportlichen Entscheidungen an. Dabei ging es um 150.000 Euro (180.000 Dollar) Preisgeld sowie elf Europameistertitel und andere wichtige Auszeichnungen. Die höchstdotierte Prüfung war die Westerndressur NRHA Bronze Trophy Open. Bei dieser Reining ging es um 44.444,44 Dollar added. Es gewann der favorisierte Belgier Bernard Fonck. Nach einem vierten Rang in der Qualifikation steigerte er den Quarter Horse-Hengst Sail On Top Whizard im Finale auf 221 Punkte. Damit wiederholte Fonck seinen Sieg in einer der höchstdotierten Reining-Prüfung der Welt: 2008 hatte er in Augsburg auf BA Reckless Chic die Nase vorne gehabt. Mit diesem Pferd tritt er in wenigen Tagen bei den Weltreiterspielen in Kentucky/USA an. Dort wird unter anderem Grischa Ludwig die deutschen Farben vertreten. Der Bronze-Trophy-Sieger aus dem Jahr 2000 sicherte sich in diesem Jahr bei der Americana den zweiten und dritten Rang: Der Publikumsliebling führte Hollywood Yankee Kid (220) und Cruisin In Starstyle (218,5) auf das Treppchen.

Andere bedeutende Wettbewerbe der Americana waren etwa die Rinderklassen. In diesem Jahr kamen 700 Rinder zum Einsatz – so viele wie noch nie. Sie boten den Reitern spannende Zweikämpfe. Im Cutting holte sich Michael Baker auf Little Foxy Boon den Titel des Europameisters. Er kam in zwei Vorläufen und dem abschließenden Finale auf gesamt 431 Punkte. Von internationaler Bedeutung ist auch die Reined Cow Horse Futurity. Bei diesem Nachwuchschampionat für „Rinderpferde“ treten die Starter in drei verschiedenen Disziplinen an. Es gewann der US-Amerikaner Jimmy A. Flores auf Hotroddersidquixote mit 430 Punkten. Dahinter platzierte sich der Italiener Markus Schöpfer mit Remedy The Roan (426) sowie Shine Like A Babe (425,5).

Sportliche Leitung: Americana wird gemeinsam mit den Top-Reitern weiter optimiert

Die sportlichen Leiter „Mister Americana“ Horst Geier und Joachim Bochmann zeigten sich sehr zufrieden: „Wir hatten noch mehr Starter als zuletzt. Es wurde toller Sport geboten, der auch für die Punktwertungen der AQHA und APHA zählte. Alle Flächen etwa für Boxen und auch Campingplätze für die Teilnehmer waren bis auf den letzten Quadratmeter ausgenutzt. Sobald es eine kleine Änderung gab, haben wir versucht die Teilnehmer zu ereichen, wenn wir ihnen doch noch was anbieten konnten. Mit der neuen Halle, der größeren Ausstellungsfläche und dem tollen Helferteam ist unser Konzept toll aufgegangen. Es war eine prima Veranstaltung der kurzen Wege.“

Die Sportliche Leitung weiter: „Trotzdem haben wir schon jetzt klare Vorstellungen, einzelne Punkte noch weiter zu optimieren und die Americana weiter zu verbessern und auszubauen. Wir führten während der Veranstaltung viele Gespräche über Details mit den Profi-Trainern und -Reitern, was wir noch verbessern können. Das waren sehr konstruktive und hilfreiche Gespräche. Es ist sehr deutlich zu merken, dass die Americana auch ihre Veranstaltung ist, sie sich mit diesem Event identifizieren und wir es gemeinsam noch besser machen wollen.“ Ein Beispiel: Der Boden zeigte erst während der Veranstaltung optimale Qualität, weil er etwas zu spät trocken wurde. Auch die Rinder hatten teils nicht die Qualität wie 2008. Bochmann: „Wir unterbrachen das Cutting der Non Pro`s nach dem zweiten Bunch, weil die Rinder nicht mitspielten. Dann besorgten wir neue Rinder und setzten den Wettbewerb nachmittags fort. Bei den Reitern haben wir uns entschuldigt und zahlten die Cattle Charge zurück.“

Zu den Ideen für die Zukunft gehört etwa der Wunsch, noch mehr für Non Pro`s bei der Americana zu tun bzw. anzubieten. Auch fiel dieses Jahr auf, dass die Pleasure dieses Jahr sehr an Starterzahlen zugelegt hatte.

Begeistert zeigte sich die Sportliche Leitung auch von der Zusammenarbeit mit der Messegesellschaft, wie den Sicherheitskräften. Bochmann: „Unter der Leitung von Thilo Könicke wurde eine gute Balance zwischen strenger Sicherheit und Komfort für die Teilnehmer erreicht, um es ihnen so einfach wie möglich zu machen.“

Riesen-Leistung der Messegesellschaft AFAG

Die Americana schaffte es, den eigenen Standard der Extraklasse in diesem Jahr noch einmal nach oben zu schieben. Das vor allem dank der neugebauten Hauptarena. „Ja, wir sind tatsächlich sehr zufrieden“, meint „Mister Americana“ Horst Geier. „Die neue, größere Halle hat sich sehr bewährt und sie hat auch sehr viel Flair. Überhaupt ist die ganze neue Geländekonzeption sehr gut aufgegangen; alles wirkt noch kompakter und schöner“, ergänzte er. Geier weiter: „Das ist natürlich vor allem auch der Riesenverdienst der AFAG. Die Messegesellschaft mit Heiko und Hermann Könicke als Gesellschafter an der Spitze hat den immensen Aufwand, den eine Americana bedeutet, großartig und erfolgreich erledigt. Das wir umgezogen sind und dadurch sehr wohl viele neue Fragestellungen zu klären hatten, haben die Besucher und unsereTeilnehmer so gar nicht gemerkt.“

Rund 250 Aussteller aus aller Welt präsentierten in der Messe Augsburg ein Angebot für Freizeit- und Westernreiter, das keine Wünsche offen ließ. Ob Reitbekleidung oder Westernmode, ein neuer Westernsattel, Zaumzeug oder Gebiss, ein Pferdeanhänger, Pflegeprodukte fürs Pferd, Bücher, USA-Reisen oder Schmuck – auf der Americana wurde jeder fündig.

USA-Generalkonsul Tribble: „Die Americana bietet alles, was den US-Life-Style ausmacht“

Der Stellenwert der Americana wird auch jedes Mal bei der offiziellen Eröffnung deutlich. Das „Mekka des Westernreitens“ zieht auch hier die Persönlichkeiten in Scharen an. Die Ehre, die Veranstaltung offiziell zu eröffnen, oblag in diesem Jahr Conrad Robert Tribble, Generalkonsul der USA: „Es gibt keinen größeren Exportschlager als den Western Life-Style. Es gibt ihn überall auf der Welt, aber nirgends mit so einer Herzlichkeit und Begeisterung wie in Deutschland. Und die Americana bietet alles, was diesen Life-Style ausmacht: Top-Sport , sehr viele Aussteller mit ihren Waren und ein reichhaltiges Unterhaltungsangebot.“

Der Generalkonsul ging auch auf die wirtschaftliche Bedeutung der Americana und des Westernreitens ein und fasste zusammen: „Mit ungefähr 2,5 Milliarden Euro jährlicher Ausgaben für Pferdezucht und Pferdesport und einem Gesamtmarkt von geschätzten 5 Milliarden Euro ist diese Branche ein bedeutender Anreiz für US-Firmen.“

Auch wenn er selbst als gebürtiger Kalifornier eher „mit dem Reiten auf einem Surfboard als mit dem Reiten auf einem Quarter Horse vertraut“ sei, ließ er es sich nehmen, auch ein paar Schritte auf dem Pferderücken über das Americana-Gelände zurückzulegen. Er selbst sei gerade dabei, eine Reitanlage in der Nähe Münchens zu suchen, um diesen Hobby demnächst verstärkt nachzugehen.

Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl freute sich ebenso über das „außerordentliche sportliche Highlight“, das die Americana biete. „Es ist aufregend und ich bin stolz, dass die Americana in Deutschland und in Augsburg stattfindet.“

Sehr ungewöhnlich für Deutschland: VIPs singen beim offiziellen Empfang

Die AFAG-Geschäftsführer Heiko und Hermann Könicke verwiesen auf den besonderen Status der Americana als Special Interest Messe, die auch die eigene Organisation stets vor besondere Herausforderungen stellt. „Aber das machen wir für die Champions League des Westernreitens und in enger Zusammenarbeit mit `Mister Americana` Horst Geier sehr gerne. Und mit all diesem Aufwand wird so eine Gesamtinszenierung geschaffen, die in Europa die Nummer Eins und weltweit einmalig ist“. Auch freuen sich die Geschäftsführer stets auf die besondere, lockere Atmosphäre der Americana. So war es kein Wunder mehr, dass etwas für Deutschland sehr Außergewöhnliches passierte: Die kanadische Band Good Brothers brachte mit seinen musikalischen Einlagen die VIPs der Stadt und Region beim Empfang nicht nur zum Mitwippen, sondern beim Song „You are my sunshine“ sogar zum Mitsingen. Das ist der American Way of Life!

Americana sitz fest im Sattel

Eine ganze Reihe von Veranstaltungen hat in der jüngsten Vergangenheit vergeblich versucht, das Segment der Westernreiter zu bedienen. Zu fest sitzt die Americana im (Western)Sattel. Immer mehr führende Unternehmen der Branche setzen nur noch auf Europas Nr. 1, hier machen sie die besten Geschäfte. Und dieses Mal waren sie noch besser, als vor zwei Jahren. Kein Wunder, dass der Bankautomat dieses Mal bereits am Samstag „leergeräumt“ war. „Eine absolute Top-Americana“ fasste Projektleiter Harald Grosse seine Eindrücke nach vielen Gesprächen mit Ausstellern zusammen. „Von der ganz grossen Mehrheit der Firmen hörte ich nur Positives. Die vergangene Veranstaltung wurde sehr gelobt, aber diese Americana 2010 war für viele die beste aller Zeiten. Eine ganze Reihe von Ausstellern hat bedauert, keinen größeren Stand genommen zu haben, sie wollen ihre Fläche 2011 vergrößern.“ Zu diesen Firmen gehörte auch Ecoplan, ein Neuaussteller, der seine Standfläche 2011 verdoppeln will. Begeistert ist man auch bei der Stegmann Saddlery, hier war bereits Samstag Mittag der Umsatz der Vorveranstaltung errzielt worden. Ähnlich lief es bei Saddleshop Wilk, Rieser und Gomeier – für sie alle ist die Americana als „die internationale Westernfachmesse“ ohnehin ein Muss.

Americana setzt zunehmend auf Internationalität

Vor allem im Messebereich setzt die Americana auf eine noch stärkere Internationalisierung. Mit den Messeplätzen Verona und Bern ist man im Gespräch, künftig wird sich die Americana auch auf den Reitsportmessen „Fiera cavalli“ und „ BEA Pferd“ in Bern präsentieren

Die letzte Americana für Projektleiter Harald Grosse – Danke!

Leider bringt das Leben auch Abschiede mit sich. Es war dieses Jahr die elfte Americana im 20. Jahr in Augsburg (vorher zweimal in München), und stets dabei war der Projektleiter Harald Grosse. Er hat maßgeblichen Anteil am steten Gelingen und dem Erfolg der Americana. Der ihm aus den Händen der AFAG-Geschäftsführung überreichte große Siegerpokal kann diese Leistung nur ansatzweise würdigen. Auch die gesamte Americana-Crew sagt an dieser Stelle: Danke Harald Grosse!

Web 2.0-Aktivitäten werden ausgebaut

Sein Nachfolger ist Jan Altmann. Willkommen! Das Americana-Team wünscht viel Erfolg! Jan Altmann engagierte sich für die neue Facebook-Seite der Americana. Die Gruppe wuchs alleine während der Veranstaltung um mehr als zehn Prozent. Der Sportliche Leiter Joachim Bochmann: „Wir werden unsere Aktivitäten hier weiter ausbauen, auch twittern werden wir zukünftig.“ Während der Americana sah man alle Helfer und viele Besucher bereits mit Umhängebändern mit dem Schriftzug „Americana / Facebook“.

Die beste Nachricht: Die nächste Americana ist schon im nächsten Jahr

Das ist die beste Nachricht der Americana 2010: Das nächste Mekka des Westernreitens wird schon im nächsten Jahr wieder stattfinden. Und zwar vom 31. August bis 4. September 2011!

Abendshows der Extraklasse: Eselflüsterer wird Publikumsliebling

Die beiden Abendshows der Americana waren die versprochen Höhepunkte der fünf Tage: Das „Reining und Cow Horse Festival“ sowie das „Cutting Spectacular“ begeisterte vor ausverkauften Rängen. Sportliche Top-Entscheidungen der Extraklasse, aber auch Unterhaltung der Superlative. Das Publikum erkor den Eselflüsterer zum Liebling: Was Laurant Jahan von der Tao Horse Show zeigte, war so ungesehen. Drei Jahre lang hatte er für die Americana trainiert: jetzt war die Show perfekt: Esel im spanischen Schritt und als Sofa „tot“ auf dem Rücken liegend. Auch die Kosaken aus der Ukraine begeisterten mit atemberaubenden Stunts auf ihren pfeilschnellen Pferden. Oder die Akteure aus Südfrankreich mit einem echten Chuck Waggon und einer ungarischen Post mit sechs Pferden.

Begeisterung erntete auch das Miniatur-Pferd Rasputin- Hin und weg war das Publikum, als Rasputin mit seinen 67 Zentimetern an der Hand seines Besitzers nicht nur Kunststücke, sondern sogar Lektionen der Hohen Schule über der Erde vorführte, die sonst eigentlich nur den Barockpferden wie z.B. den kraftvollen Lippizzanern der Wiener Hofreitschule vorbehalten sind. Im Mini-Format vorgeführt, sorgte Rasputin – schon ganz professioneller Showstar unter anderem mit Auftritten in der Royal Horse Show Gala oder im Programm der Apassionata – für viele Lacher und höherschlagende Herzen.

Durch beide Abendshows begleitete die Country-Sängerin Jodie Broich und sorgte für gute Stimmung vor den Prüfungen und Kurzweiligkeit in den Drag-Pausen. Eine Doma Vaquera wurde von Kenzie Dysli vorgeführt, die nur mit einem Halsring ausgerüstet auf ihrem Andalusier schwierige Dressurlektionen vorführte.

Weitere Freiheitsdressuren sorgten für Staunen: Ein Pferd, das mit seinem Menschen auf einer Wippe Kunststücke vorführte oder ein Schimmel, der Tritte in den Allerwertesten verteilte und apportieren konnte – einfach erstaunlich, was mit Pferden alles möglich ist!

„Tarzan“ Grischa Ludwig rettet seine „Jane“ Torsten Gärtner im Dschungeloutfit

Ein super Highlight in der Abendshow am Samstag waren sicher auch die Auftritte der „Best Of Freestyle Reining“: Die Siegerin der Freestyle Reining Non Pro, die erst 13-jährige Veronika Haberl mit Admiral, begeisterte das Publikum noch einmal für sich in ihrem Kostüm als Deutschland-Fan und zeigte ohne Sattel und Zaumzeug, nur mit Halsring ausgestattet, Auszüge aus ihrer Freestyle Reining. Auch der Gewinner der Open Freestyle Reining, Ricky Bordignon auf The Little Fighter, zeigte noch einmal seine musikalische Einlage als „Elvis“ und rockte damit die Abendshow.

Doch dann wurde das „Überraschungspaket“ ausgepackt: Als Tarzen verkleidet lieferte Grischa Ludwig auf Gunslider eine super Showeinlage – im Dschungeloutfit legte er los, um seine Jane zu retten, dargestellt von einem großbusigen Torsten Gärtner, der ebenfalls die Lacher auf seiner Seite hatte. Vielen Dank an Grischa und Torsten für diese großartige Showeinlage!

Heiß begehrt: Tipps der Profis im Americana-Forum

Neben Spitzensport und Europas größter Branchenmesse wissen die Besucher auch das Informationsangebot der Americana sehr zu schätzen: Im „Western Forum“ plauderten die Stars der Szene wie Ute Holm und Uwe Röschmann (Cutting), Vern Sapergia, Sylvia Rzepka, Grischa Ludwig und Nico Hörmann (Reining), Markus Häberlin (Western Riding) und Philipp Martin Haug und Markus Schöpfer (Working Cow Horse) aus dem Nähkästchen. Die EWU Bayern informierte über die Gymnastizierung und Allaround-Ausbildung des Westernpferdes. Daneben präsentierten sich hier auch eine Reihe von Vereinen und Verbänden. Auch Parelli ist mit einem eigenen Vorführring vertreten.

Country, Western & Dance Festival

Auch das Rahmenprogramm der Americana war Superlative: Bereits vom ersten Tag an herrschte im legendären „Red Grizzly Saloon“ dichtes Gedränge bis spät in die Nacht. Und das ist kein Wunder: In echter Saloonatmosphäre gab es hier Countrymusik vom Feinsten. Dieses Jahr standen die Top Bands „The Good Brothers“ aus Kanada (Country, Bluegrass, Folk) und die „Diamond W Wranglers“ (traditionelle und moderne Countrymusik) aus Kansas auf der Bühne. Gespielt wurde bis Mitternacht, am Freitag und Samstag sogar bis 2 Uhr morgens!

Das „Country, Western & Dance Festival“ startete mit Linedance - Action auf einer großen Tanzfläche. Auf dieser wurde es dann auch später eng – bei den Dance-Workshops mit einem echten „Star-Teacher“: Rachael McEnaney, eine der ganz großen Nummern der Linedance-Szene, machte zwischen ihren Auftritten in Shanghai und Chicago in Augsburg Station und studierte mit den Besuchern ihre preisgekrönten Choreographien ein.

Das musikalische Highlight auf dem Country, Western & Dance Festival war Doug Adkins & Band. Doug Adkins stammt aus Montana, USA und begeisterte auf seinen Europatourneen regelmäßig mit feinster Country Music, er überzeugt aber auch mit seinen Versionen von Eagles-, Lynyrd Skynyrd- oder Kid Rock-Songs.

Auch Elvis war da: Der weltbeste Elvis-Imitator RUSTY – die Auszeichnung wurde ihm von Priscilla Presley verliehen, und die muss es ja wissen – brachte die Americana zum Kochen. So authentisch und mit so viel Leidenschaft wie Rusty schafft es keiner, Elvis Presley zu imitieren. Bei einem seiner regelmäßigen Auftritte in Las Vegas wurde er übrigens von Elvis’ ehemaligem Schneider angesprochen. Seitdem schneidert der Rustys Bühnenoutfits. Für einen furiosen Auftritt sorgten auch die „Cadillac Cowboys“. Mit ihrer Mischung aus Country, Rock’n'Roll und Rockabilly waren sie die perfekte Ergänzung zu Rusty.

Kult seit vielen Jahren – der Red Grizzly Saloon

Wer die Americana kennt, kennt auch den legendären Red Grizzly Saloon. Bereits vom ersten Tag an herrschte dort dichtes Gedränge bis spät in die Nacht. Und das ist kein Wunder: In echter Westernatmosphäre gab es hier Countrymusik vom Feinsten. Dieses Jahr standen die Top Bands „The Good Brothers“ aus Kanada und die „Diamond W Wranglers“ aus Kansas auf der Bühne. Neu im Saloon: Aromatisierter Tee in aufwändig gestalteten Flaschen.

Buch-Premiere: Neues Standardwerk „AusgewählteWesternhengste“

Eine echte Premiere bei der Americana 2010 war die Herausgabe der ersten Ausgabe des neuen Standardwerks „Ausgewählte Westernhengste“ 2010/2011. Das disziplinenübergreifende Nachschlagewerk der großen Westernhengste wurde sorgfältig recherchiert und bebildert. Die Hengstportraits stammen aus der Feder von Ramona Billing, die erfolgreiche Vermarktung lief über hxp-Communication von Christine Hartmann. Ramona Billing: „Es war für mich bei der Recherche erstaunlich, wie viele herausragende Paint- und Appaloosa-Hengste in Deutschland stehen, von denen viele bislang in den Medien kaum bekannt sind. Aber auch die Portraits über die mir schon bekannten Hengste haben mir sehr viel Freude gemacht.“

Weitere spannende Artikel rund um bedeutende Zuchtlinien, Pferde- und Züchterpersönlichkeiten, Zucht, Vererbungslehre und Medizin ergänzen die Portraits. Das Ergebnis ist ein, auch optisch wunderschönes Jahrbuch zum Schmökern, Schwelgen und Sammeln – nicht nur für ambitionierte Züchter. Johannes Orgeldinger meint: „Endlich ein wirklich hochwertig gemachtes Hengstbuch, das disziplinenübergreifend alle drei Westernpferderassen darstellt.“

Vorgestellt werden 100 Hengste der Rassen Quarter Horse, Paint Horse und Appaloosa aus ganz Europa und den USA. Im Buch erfährt der Leser alles über die Vererber: woher sie kommen, wer sie ausgebildet hat, ihre Erfolge und ihre Persönlichkeit. Bewährte Vererber wie Leaguers Lil Chip, Shiners Vintage oder Little Bitta Cash werden ebenso portraitiert wie die Spitzensportpferde Einsteins Revolution, Doctor Zip Nic oder Imagimotion.

Das Buch ist im Verlag Forum erschienen und kostet 48,80 Euro (www.westernhengste.de).

Suzuki bietet Quads mit landwirtschaftlichen Anhängern

Auf der Americana in Augsburg präsentierte sich erstmals Suzuki. Etwa mit zwei Geländewagen, bei denen einer in besonderem Look als Messeblickfang erschien. Mit Hilfe von Klebefolien konnte dem Suzuki Jimmy ein neues Gesicht in Strohballen-Optik verpasst werden. Dass Suzuki nicht nur PS-starke Zugfahrzeuge baut, bewies die Messeneuheit Kingquad, der in Kombination mit praktischen landwirtschaftlichen Anhängern als Traktorersatz dient und insbesondere für kleinere Betriebe interessant ist. Durch den Allrad-Antrieb kann das Quad sowohl für die tägliche Stallarbeit als auch für Weidepflege eingesetzt werden. Für die Anhänger gibt es verschiedene Aufsätze, die z. B. mulchen, nachsähen, spritzen oder die Halle abziehen können. Eine sehr große Arbeitserleichterung in punkto Weidepflege bietet der „Pferde-Apfel-Staubsauger“, der die tägliche Weidepflege zum Kinderspiel werden lässt. Den eigenen Auftritt auf der Americana ließ sich auch der Suzuki-Präsident nicht nehmen, persönlich unter Augenschein zu nehmen.

Bahnplaner der Spitzenklasse in Augsburg

Der neue Bahnplaner „Kiser Dragmaster“ wurde auf der Americana erfolgreich vorgestellt. Von Jim Kiser in den USA entwickelt, pflegt er nun auch deutsche Reiningböden. Er besitzt viele Funktionen und ist eine absolute Neuerung aus den USA.

Was macht einen guten Reiningboden aus? Er sollte zwei Faktoren erfüllen. Er muss das Sliden ermöglichen, das Pferd muss sich durch die oberste Bodenschicht durcharbeiten und auf dem fest gewalzten, darunter liegenden Lehmboden rutschen können. Allerdings muss der Boden auch eine gewisse Scherfestigkeit aufweisen, denn gerade bei schnellen Zirkeln darf das Pferd nicht wegrutschen. Wichtig für einen guten Reiningboden ist daher neben dem korrekten fachmännischen Einbau auch die Pflege.

Durch Metallzinken vorne am Bahnplaner wird die oberste Bodenschicht, die bei einem guten Reiningboden ca. 7 cm beträgt, glatt gezogen. Der darunter liegende Lehmboden wird mit Hilfe einer Stahllippe, die über den Lehm gleitet, flach gezogen. Ist der Boden nicht tief genug, kann man mit einer höhenverstellbaren Stahlkralle einen Teil des Lehmbodens abschälen, der dann zu Oberboden wird. Aber nicht nur die Bodentiefe ist wichtig, sondern auch die Nässe des Sandes spielt für das Stoppen eine große Rolle.

Auf dem Dragmaster ist daher ein Wasserfass integriert, das sowohl zum Abziehen das nötige Gewicht mitbringt, aber auch bei Bedarf über feine Düsen Wasser auf den Oberboden aufbringen kann. Die Düsen sitzen vor den Stahlzinken und können individuell eingestellt werden. Der Reiningboden wird so mit nur einem Arbeitsgang aufbereitet.

Die kleine Schwester des Bahnplaners ist der Admiral-Slider, der ein ähnliches System aufweist und wahlweise mit oder ohne Wassertank bestellt werden kann. Er stellt eine echte Alternative zum Kiser Dragmaster für kleinere Anlagen dar. Ihn gibt es bereits für ca. 3.750,- € in einer Breite von 2,25 m, der Wassertank dazu kostet 2.250 €.

Der kleinste Dragmaster mit einer Breite von 2,40 m kostet rund 11.750,- €, und ist noch in zwei weiteren Größen unter www.admiral-drags.com erhältlich.

Americana 2010 Hengstpromotion

Top-Hengste begeisterten viele Fans live auf der Americana

Vor vollen Rängen fand die Hengstpromotion statt; ausnahmslos Top-Hengste standen im Scheinwerferlicht der Arena, um sich den Zuschauern live und in Farbe zu präsentieren – ein Mekka für alle Zuchtinteressierten und Fans der Westernpferderassen; denen das Herz sicherlich höher schlug bei diesem Anblick! Fachsimpeln und Vergleiche ziehen, Staunen und Genießen war hier für die Zuschauer angesagt.

Unter der Moderation von DQHA-Präsident Hans-Jürgen Förster wurden die Hengste – allesamt aus besten Performance-Blutlinien, die neben Reining-, Cutting- und Working Cowhorse- Nachzuchten sicher auch gute Trail- und excellente Freizeitpferde als Nachkommen anbieten – von ihrer Schokoladenseite gezeigt; unter dem Sattel oder an der Hand stellten Besitzer und Trainer die tollen Hengste vor. Da befand sich Zuchtmaterial in der Arena, das sicherlich in dieser Konzentration Ihresgleichen in Europa sucht. Zwei weitere Hengste waren zwar nicht „persönlich“ anwesend, wurden dafür aber nahezu in Lebensgröße auf der Leinwand präsentiert.

Im Scheinwerferlicht der Arena wurden 14 Quarter Horses und ein Appaloosa vorgestellt:

ARC Ima Lonesome Lena,
Boons Royal Legacy,
Coeur D Wright Stuff,
Cruisin In Starstyle,
Dream Cowboys (Appaloosa),
Footworks Finest,
Gunslider,
Hollywood Yankee Kid,
Hot Smokin Chex,
Lil Peppy Dun It Right,
Mr Dual Spring,
OT Taris Dun It,
Playin Haida,
Reds Gonna Rein und
Steady Nic Olena.

Über die Leinwand liefen

Shiners Vintage und
Doctor Zip Nic – dieser sollte aufgrund des Einsatzes in Kentucky nicht noch nach Augsburg
transportiert werden sollte, wie Trainerin Sylvia Rzepka erklärte.

Doch nicht nur Doctor Zip Nic fuhr direkt im Anschluss an die Americana 2010 nach Kentucky – ebenfalls mit in diesem Flugzeug werden auch Hot Smokin Chex und Mister Dual Spring sen! Also gleich drei Top-Hengste, die an der Americana-Stallion-Promotion teilnahmen und live vorgestellt wurden und direkt danach bei den Weltreiterspielen in Kentucky/USA für die deutschen Farben kämpfen werden.

Decksprünge zum Sonderpreis konnten natürlich erworben werden – da galt es also: schnell zuschlagen, bevor diese Hengste noch erfolgreicher aus den Staaten zurückkommen! Und natürlich galt auch für alle anderen Hengste, die nicht minder interessant und erfolgreich sind: Auf der Americana 2010 waren Spezial-Preise für Bedeckungen drin!

Große Resonanz in der Stallion Alley – zufriedene Hengstbesitzer, Züchter und Fans

Nicht nur im Rahmen der Hengstpräsentation waren die hochkarätigen Vererber zu bewundern; über die gesamte Messe-Zeit waren sie in der „Stallion Alley“ der Americana 2010 zu besichtigen. Die Resonanz hier war groß, viele interessierte Züchter und Fans nutzten die Gelegenheit für ein persönliches Kennenlernen der Hengste und ein Gespräch mit ihren Besitzern.

Timo Blatt: Auftritt hat sich sehr gelohnt

So zeigten sich die Hengstbesitzer zufrieden. Timo Blatt, Besitzer des bekannten Reining-Hengstes Mister Dual Spring zog ein positives Resumee: „Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden; der Auftritt hier hat sich für uns sehr gelohnt - trotz dem hohen Aufwand, den wir dafür hatten: Dadurch, dass unser Hengst schon kurz nach der Americana am 16. September in die Vereinigten Staaten zu den Weltreiterspielen in Kentucky fliegt, war der Auftritt auf der Messe schon ein logistischer Aufwand und natürlich auch ein Risiko für uns – schließlich soll der Hengst topfit in die USA fliegen. Deshalb wird er hier auch nicht geshowt, sondern von seinem Reiter Nico Hörmann hier vor Ort in Augsburg lediglich etwas trainiert und fit gehalten.“

Martin Binder und Angela Bauer: Viele Gespräche

Auch Martin Binder und Angela Bauer, Besitzer des Hengstes Lil Peppy Dun It Right, waren zufrieden.
„Die Resonanz an unserem Stand war sehr gut, es wurden bereits mehrere Decksprünge verkauft und wir haben viele Gespräche geführt. Die Leute kommen wirklich offensiv hier auf uns zu und scheuen sich nicht, uns anzusprechen, das ist super. Und auch wir sind natürlich offen und gehen auf die Menschen zu. Schade nur, dass die Decksprungversteigerung dieses Jahr nicht angeboten wird – das war in den vergangenen Jahren auf jeden Fall immer ein Highlight in der Hengspromotion und ein echter Anziehungspunkt für die Messebesucher. Insgesamt sind wir aber sehr zufrieden und würden nächstes Jahr gerne wiederkommen.“

Kerstin Grosse: Vergleich der Hengste ist super

Etwas Besonderes bot der Stand des Curtis-Hof, der mit Hot Smokin Chex einen der Stars der Weltreiterspiele präsentierte: Nicht nur der Hengst selber, sondern auch seine Nachzucht aus verschiedenen Jahrgängen war auf der Americana anwesend – so konnten sich die Besucher direkt von den Vererberqualitäten dieses Top-Hengstes überzeugen. Kerstin Grosse, Besitzerin von Hot Smokin Chex: „Ich finde es super, dass es mit der Americana eine Gelegenheit für Züchter gibt, die Top-Hengste nicht nur live anzuschauen, sondern diese auch noch im direkten Vergleich untereinander zu sehen. Bei uns am Stand interessieren sich auch wirklich viele Leute nicht nur für den Hengst, sondern auch für die Nachzucht, die wir mitgebracht haben.“ Tatsächlich ein echter Blickfang – ein voller Messestand auch beim Curtis Hof.

Die Abstammung und Erfolge der Hengste können nach wie vor auch auf der Americana-Homepage (www.americana.de) im Besuchermenü unter Hengstpromotion eingesehen werden.

Großes Medieninteresse bei der Americana

Wie immer war das Interesse auch der Medien an der Americana sehr groß. Noch vor dem eigentlichen Beginn der wichtigsten Westernreitveranstaltung Europas hatten sich bereits knapp 80 Journalisten aus vielen Ländern akkreditiert. Auffallend in diesem Jahr war unter anderem das besonders große Interesse der Medien auch aus Polen. Natürlich war auch das Fernsehen vor Ort: Das Bayerische Fernsehen und der Bayerische Rundfunk wie auch TV Augsburg sendeten mehrere Beiträge.

Auch der Radiosender RT 1 war im Red Grizzly Saloon und strahlte von hier aus live über Ü-Wagen die „Morning Show“ aus. Dazu wurden reichlich Gesprächspartner eingeladen. So auch Prominente wie Andreas Rettig, Manager des FC Augsburg und Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl.

Die ARD drehte für die MDR-Sportschau in Augsburg. Der 4-minütige Beitrag wird am 18. oder 19. September ausgestrahlt und liefert eine Geschichte über Hot Smokin Chex als WM-Pferd der deutschen Nationalmannschaft. Natürlich prominent im Bild: Grischa Ludwig und Besitzerin Kerstin Grosse vomCurtis Hof.

www.equinestream.com bietet Zusammenfassung

www.equinestream.com kündigte an, bald Zusammenfassungen der Americana, aber auch der Quarter- und Paint-EM im Netz anzubieten. Die Beiträge von Boris Kook und Arno Kretzschmar werden jeweils ca. 30 bis 45 Minuten lang sein. Auch HorseNewsNetwork24.com kündigte eine umfangreiche Berichterstattung an.

Interviews in der “Champion`s Corner“

Besonders gefragt war der Live-Stream zur Americana. Die Klickraten waren enorm, um die Americana live von zu Hause aus zu verfolgen. Besonders gefragt waren auch die TV-Interviews, die in der Champion`s Corner mit den Top-Stars geführt wurden: Sie konnten und können bei www.reiningonline.com angeschaut werden und vermittelten viel Hintergrundwissen zum sportlichen Geschehen.

Titelgesicht der Americana zu Gast in der Champion`s Corner

Jeder Messebesucher stolperte mindestens einmal über Philipp Martin Haug, der in diesem Jahr zusammen mit der sechsjährigen Quarter Horse Stute A Smarty Pants das Gesicht der Americana war.

Gemeinsam starteten die beiden in diesem Jahr in den Open Bridle Klassen der Workingcowhorse und erritten den ersten Platz mit einem 285er Score. Das macht Phillip besonders stolz, da Smarty vor zwei Jahren hier in Augsburg die Futurity der Cowhorse Klassen gewonnen hat und in diesem Jahr wieder konstante Leistung zeigen konnte. Dass ein Cowhorse nicht nur für Rinderprüfungen taugt, bewiesen die beiden in der Superhorse-Prüfung, wo sie einen soliden Ritt zeigten und den vierten Platz belegen konnten. Martin bezeichnete somit seine Stute als „Allrounder unter den Cowhorses“.

Auf die Frage, was Open Bridle und Two-Reins Klasse bedeutet, sagte Philipp, dass die Open Bridle Klasse das Ausbildungsziel in der kalifornischen Reitweise darstellt, das Pferd läuft hier einhändig im Bit auf Romal. Die Two-Reins-Klasse kann hingegen als Übergang für das Jungpferd zwischen Hackamore Klassen und Open Bridle Klassen bezeichnet werden. Das Pferd wird mit Bosalito – einem sehr dünnen Bosal – in Kombination mit einem Bit geritten, bis es dann später komplett auf Bit umgestellt wird. Diese Prüfungen werden in Italien laut Haug oft angeboten, in Süddeutschland ist die Americana seines Wissen der einzige Austragungsort für diese Klasse. Zur Qualität der Rinder sagte Phillip Martin Haug, dass besonders die weiblichen Rinder gut zu arbeiten waren. Da man aber nie weiß, welches Rind man bekäme, wären die Rinderklassen auch oft eine reine Glücksgeschichte.

Haug schätzte seine Chancen in den kommenden Klassen durchaus gut ein, merkte aber an, dass die Qualität der Pferde und die Reiter von Americana zu Americana immer besser werden und die Konkurrenz hier in Augsburg nicht zu unterschätzen ist.

Döring-Gespann mit Kiss My Cat seit Jahren auf der Americana

Wer regelmäßig zur Americana kommt, ist sicher mindestens einmal der Familie Döring über den Weg gelaufen, die seit Mitte der 90er Jahre alle zwei Jahre in Augsburg vertreten sind. Einer der Gründe für das regelmäßige Erscheinen ist für Jürgen Döring die gute Stimmung, das fantastische Publikum und das tolle Umfeld. Für eine Reiterkarriere kann ein Start oder sogar Sieg auf der Americana laut Jürgen als Highlight verstanden werden.

Im Cuttingsport mit dem Publikumsmagneten Kiss My Cat hocherfolgreich unterwegs, übergab Vater Jürgen seinem Sohn vor einigen Jahren die Zügel des Hengstes. Malte showt nun den Hengst und ist auch in Augsburg mit dabei. Im Gespräch sagte Malte, dass ihm sein erstes Pony mit sechs Jahren vorläufig den Spaß am Reitsport genommen habe, da das Pony mit ihm gemacht habe, was es wollte. Als aber der erste Quarter im Stall der Eltern stand, keimte die Reiterlust erneut auf und war seitdem ungebrochen. Malte startete zusammen mit seiner älteren Schwester mit sieben Jahren auf Führzügelklassen, begann dann aber recht schnell mit dem Cutting. Seit dieser Zeit hat ihn das Cuttingfieber gepackt und nicht mehr losgelassen.

Neben Kiss My Cat hatte Malte noch die vierzehnjährige Quarter Horse Stute Smart Einie dabei, mit der er bereits 2001 und 2003 in den USA erfolgreich war und in den Finals der Youth Klassen unter die besten 12 Reiter kommen konnte. Smart Einie war lange Zeit durch eine Kehlkopflähmung sehr schwer verletzt und eigentlich nie wieder reitbar. Es war absolutes Glück und eher Zufall, so Malte, dass sie im Sport wieder voll einsetzbar ist. Noch im selben Jahr wurden die beiden in Kreuth Europameister und waren somit wieder „Back in Business“.

Auf die Frage, wie Dörings ihre Pferde für den Cuttingsport trainieren, sagte Jürgen, das sie sie durch abwechslungsreiches Training fit halten, neben Trail und Pleasure eben auch ins Gelände gehen und nicht jeden Tag Cutting trainieren. Wenn aber doch Cutting auf dem Plan steht, dann haben sie auf ihrer eigenen Anlage alle Möglichkeiten sowohl Indoor- als auch Outdoortraining zu betreiben. Durch die Cuttingmaschine, einen 45 m Roundpen und echte Rinder ist gutes Training in Marl möglich. Neben ganz „normalen“ Reitstunden bieten Dörings auf ihrer Anlage auch Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse an Rindern an, bei denen Pferde fast aller Rassen teilnehmen können.

Angespornt durch die Erfolge seiner beiden eigenen Kinder betreibt Jürgen außerdem sehr aktiv Jugendarbeit und hat vor einem Jahr mit der NCHA ein Youth Camp in Marl angeboten. Jugendliche an den Cuttingsport heranzuführen, wie zuvor seine beiden eigenen Kinder, liegt ihm sehr am Herzen.

Auf die Frage, ob er Cutting als Trendsportart sehen würde, sagte Jürgen, dass für ihn schon immer Cutting Trendsport war, nur ist dieser deutlich aufwändiger mit den nötigen Rindern zu betreiben und nicht so einfach darzustellen wie z. B. Reining, wo ein guter Boden und eine Halle ausreichen.

Claudia und Carolin Lenz zu Gast im Champion`s Corner

Gemeinsam mit Schäferhund Sammy nahmen Caroline Lenz und Mutter Claudia in der Champion`s Corner der Americana Platz. Für die beiden Dachauer war die Americana ein Heimspiel. Die erst zwanzigjährige Lokalmatadorin Carolin konnte an ihre ehemaligen Erfolge auf der Americana anknüpfen. Familie Lenz kommt seit 2002 immer wieder gerne zur Americana, die Atmosphäre mit den vielen Zuschauern sei unvergleichlich.

Carolins Nachwuchspferd Lil Freckeled Playboy verspricht vom Namen her erst einmal Reining- und Cuttingbegabung, wird aber vorrangig für Trail, Westernriding und Superhorse eingesetzt. Schon früh zeigte sich in seinerAusbildung, die Mutter Claudia begann, dass er laut Carolin „dass Vorwärtsreiten hasste und ihm eher Trailstangen lagen“. Carolin setzte dann die Ausbildung fort. „Socke“, wie er liebevoll von ihr genannt wird, zeigte sich dabei stets sehr kooperativ und lernwillig und arbeitete begeistert an den Stangen.

Auf die Frage, ob Lil Freckeled Playboy irgendwann einmal in die Zucht gehen soll, sagte Claudia: „Ich habe immer gesagt, dass er Zuchthengst werden darf, wenn er das erste Mal Europameister ist. In Kreuth wurde er dann prompt Europameister in der Westernriding.“ Allerdings sollen noch ein paar größere Erfolge dazu kommen, er soll weiterhin erst einmal zeigen was er kann und sich im Sport etablieren, bevor man an einen Deckeinsatz denkt.

Carolin hatte aber auch ihre 18-jährige Haflingerstute Naja mit in Augsburg, die seit Jahren ein beliebter Publikumsmagnet der Americana ist. Allerdings wird Naja wohl hier eines ihrer letzten Turniere bestritten haben, da Naja aus dem Sport heraus genommen werden soll.
Der Unterschied im Training zwischen Naja und „Socke“ ist laut Carolin, dass Naja viel im Parcours alleine macht und sie wahnsinnig gut mitarbeitet. Ihr Hengst möchte dagegen deutlich mehr „geritten“ werden und ist ab und an noch ein wenig guckig.

Drei Reiter der deutschen Nationalmannschaft auf dem Sofa der Champion`s Corner

Ein absolutes Highlight der Americana war in diesem Jahr, dass sechs Starter, die für die World Equestrian Games 2010 in Kentucky berufen wurden, in Augsburg an den Start gingen. Die drei deutschen Starter Nico Hörmann, Grischa Ludwig und Sylvia Rzepka standen auch für ein Interview in der Champion`s Corner der Americana bereit. Das Pferd von Nico Hörmann für Kentucky kam in diesem Jahr nach einer dreijährigen Pause wieder in den Sport zurück und ist laut Nico besser als vor seiner Pause, die ihm scheinbar sehr gut getan hat. Er sei gereift und zeige sehr gute Leistungen. Nico nimmt neben Mister Dual Spring noch A Sparklin Rondevous mit nach Kentucky. Allerdings wusste er noch nicht, welches Pferd er dort einsetzen will und wird je nach Fitness der Pferde eine Entscheidung treffen.

Auf die Frage, wie die Chancen für das deutsche Team in Kentucky im Vergleich mit international erfolgreichen Mannschaften wie Canada und den USA einzuschätzen sind, antwortete Grischa, dass sie ein sehr gutes Team mit guten Pferden sind und „Gas geben“ werden. Es wird sowohl Einzelchancen geben, aber auch das Team kann Aussichten auf eine Medaille haben. Ob auch Anky van Grunsven, die für die Niederlande an den Start geht, im vorderen Feld zu sehen ist, bezweifelt Grischa. Man kann seiner Meinung nach nicht so einfach vom Dressursport in die Reiningszene wechseln. Es braucht Zeit und viel Erfahrung, um vorne mit dabei zu sein. Er begrüßt allerdings, dass ein weiterer Prominenter, der im Focus der Reiterwelt steht, sich der Reiningszene und somit dem Westernreitsport zugewendet hat. Popularität tut dem Reiningsport gut, obwohl auch die Leute aus den eigenen Reihen bis jetzt sehr gute Arbeit geleistet haben und den Sport in dem seriösen und ernst zu nehmenden Licht erscheinen lassen, den er verdient.

Sylvia Rzepka trainiert in Österreich ihre Pferde und zählt zu den erfolgreichsten Westernreiterinnen in Europa. Schon immer in den typischen Männerdisziplinen unterwegs, mit Cutting angefangen, heute Reining, hat sie sich schon früh gegen ihre männlichen Konkurrenten durchsetzen müssen. Zu Anfang war es schwer, in der Männerdomäne als Frau ernst genommen zu werden, sagt Sylvia, aber ergänzt auch: „Alles ist machbar“ und hat – natürlich aufgrund ihrer großen Erfolge heutzutage kein Problem mehr mit der Akzeptanz. Denn sie ist die erfolgreichste Deutsche Reiningreiterin und hat u. a. die deutsche Open Futurity gewonnen, war beste deutsche Starterin auf den WEG 2006 usw. Sie betont, dass ein Grund für so wenige Frauen in der Szene sein kann, dass der Job anstrengend ist und es wenige Frauen gibt, die sich das Geschäft antuen wollen. Für Kentucky hat Sylvia große Ziele. Bereits vor 2 Jahren konnte sie an einer Medaille schnuppern, gerne würde sie deshalb auch in diesem Jahr die Top 5 erreichen.

Bei der Frage wie ältere Reiningpferde allgemein trainiert werden sollten, damit sie frisch und fit im Kopf bleiben, waren sich alle drei Reiter einig. Grade alte Hasen sollen abwechslungsreich trainiert werden. Grischa nimmt seine älteren Pferde teilweise auch mal für eine Zeit aus dem Sport, um sie mental fit zu halten. Praktikantinnen reiten die Pferde dann im Wald und locker in der Bahn, um die nötige Kondition und auch die Kraft zu erhalten. Das ist sehr wichtig, so Grischa, da sonst irgendwann „der Motor kaputt geht.“ Erholung und sukzessiver Aufbau ist wichtig, um den Sport langfristig zu machen. Die gelernten Manöver kennen die Pferde sowieso, sodass die routinierten Reiner auch mal größere Manöverpausen vertragen. Nico ergänzte, dass Ruhephasen im Spitzensport gerade für die Psyche der Pferde wertvoll sind.

Grischas Kindheitserinnerungen

Wie die Zeit vergeht : Manche der Top-Stars verbinden mit der Americana schon Kindheitserinnerungen. So Grischa Ludwig: „Ich war hier bereits vor Jahren mit meinem Vater, der mir den Westernreitvirus einpflanzte. Die Atmosphäre hier hat mich seit jeher fasziniert und auch reiterlich motiviert.“.

Messeneuheit: Spezial-Navi für NRHA-Mitglieder auf der Americana

Eine Sonderedition des Navigationsgeräts „Garmin nüvi 1350T“, das in Zusammenarbeit der NRHA Germany mit der Fachhandelsfirma aetka entstanden ist, kann für NRHA-Mitglieder wertvolle Dienste leisten: In Geräten aus dieser Spezialauflage sind alle Mitglieder der NRHA Germany, die vorher ihre Zustimmung gegeben haben, als „Points Of Interest“ (POI) installiert. Damit verbindet sich moderne Navigation mit wertvollen Informationen für NRHA-Mitglieder, und die Kommunikation innerhalb des Verbandes wird erleichtert. So zeigt das Navi deutschlandweit an, welche Mitglieder jeweils im Umkreis von bis zu 50 Kilometern des aktuellen Standorts zu finden sind – wenn gewünscht mit Kontaktdaten und Informationen zur Ranch.

Ein weiterer Vorteil ist die innovative Routingfunktion eco RouteTM. Sie hilft zum Beispiel, auf dem Weg zu Turnieren Sprit zu sparen und die Umwelt zu schonen. Zugleich hat das Gerät einen Fahrspurassistenten mit Anzeigen von Geschwindigkeitsbegrenzungen auf allen Straßenkategorien und eine Radar-Info auf Kartenmaterial von 41 Ländern West- und Osteuropas.

Zu erkennen ist die Sonderedition auf den ersten Blick durch die hochwertige Prägung des NRHA-Logos auf Vorder- und Rückseite des Geräts sowie auf der Lederschutzhülle.
Das Gerät kann auf der Americana am Gemeinschaftsstand aetka und Curtis-Hof (Stallion Alley Halle 4) besichtigt und vorbestellt werden.

Ein bunter Mix aus Westernpferden präsentierte sich in Augsburg

Die Americana in Augsburg steht nicht nur in puncto Westerndisziplinen, Shows und Shopping-Angeboten für Vielfalt. Dass es hier nicht nur Quarter Horses zu bewundern gab, zeigten die Starterlisten. Insgesamt gingen ca. 375 Pferde an den Start, davon 20 Paint Horses, 12 Appaloosas, fünf Haflinger sowie zwei Araber. Aber auch „Exoten“ waren zu finden, so starteten ein Criollo, ein Deutsches Reitpony, ein Welsh Pony, ein Vollblut, ein russisches Reitpferd, ein Warmblut und ein Irish Tinker. In den Rinderklassen dominierten die Quarter Horses, aber gerade in den Youth-, Trail-, Pleasure- und Westernridingklassen waren auch die anderen Rassen vertreten. Dass Westernsport nicht nur etwas für Jungspunde ist, bewies der 26-jährige Norweger Harbo.

Tolle Fotos und viel Stehvermögen

Klasse Fotos der Veranstaltung machten die Showfotografen Dirk Büttner und Corrie Fuhr von „Art & Light“. Stehvermögen mit viel Klasse bewiesen auch die Richter und ihre Ringstewards: Pam Scott, Trigg Rentfro, Butch Carse und Bit Jugde Christine Auch sowie Susa Sauer, Björn Bechtel und Edmund Knoll.

Sponsoren und Helfer – die Stützen einer jeden Veranstaltung

Knapp 50 Helfer sorgten bei der Americana 2010 für eine reibungslose Veranstaltung. Oft sind sie seit vielen Jahren in Augsburg dabei – es ist eine eingeschworene und eingearbeitete Crew, die hinter den Kulissen wuselt. Angeführt von „MisterAmericana“ Horst Geier und dem Showmanager Joachim Bochmann hatte diese Truppe alles fest im Griff. Wieder waren die Helfer von Old Sorrel Western Sports Apparel eingekleidet – der langjährige Sponsor der Americana hatte die Helfer dieses Jahr mit chicen grauen Jacken ausgestattet.

Der Dank gilt diesen Helfern:

Horst Geier (Sportliche Leitung)
Ricky Bordignon (Kontaktperson zu den ital. Reitern)
Anneliese Geier (Finanzen, Meldestelle)
Janette Bischoff (Assistentin von Anneliese Geier)
Joachim Bochmann (Show Manager)
Tanja Holderied (Meldestelle)
Meike Geier (Meldestelle)
Corinna Erhard (Meldestelle)
Sandra Rüggeberg (Meldestelle)
Sandra Quade (Meldestelle)
Nick Cornelissens (NRHA European Programs Adviser)
Christa Kraatz (Kontakt NCHA USA)
Daniela Schmaderer (Fahrerin)
Lutz Reufels (Ansage)
Boris Kook (Ansage)
Pam Scott (Richter)
Trigg Rentfro (Richter)
Butch Carse (Richter)
Christine Auch (Ringsteward / Bit Jugde)
Susa Sauer (Ringsteward)
Björn Bechtel (Ringsteward)
Edmund Knoll (Ringsteward Reining)
Rainer Herrmann (Doorman)
Anna Maria Herrmann (Doorman)
Sabine Schad (Doorman)
Antje Wittenbeck (Doorman)
Achmed Raspe (Stallbüro, Rinder)
Frank Brüggemann (Stallbüro, Rinder)
Roland Hildensberg (Rinder)
Paul Schickmich (Technik, Parcours)
Diana Burchert (Stallbüro, Parcours)
Sascha Matz (Stallbüro, Parcours, Rinder)
Olaf Winkler (Stallbüro, Pacours)
Axel Kook (Tierschutz)
Dieter Bürger (Abreiteplatzkontrolle)
Thorsten Küchler (Abreiteplatzkontrolle)
Katja Sandfort (Elektronische Anzeigewand)
Lenny Nachtigall (Fotos einstellen, EDV, Elektronische Anzeigewand)
Maurizio DiSimone (NRCHA Meldestelle, Kontakt italienischer Teilnehmer)
Jörg Brückner (Presse)
Anne Wirwahn (Presse)
Cassandra Mrotzeck (Presse)
Ellen Gorkow (Presse)
Karin Nachtigall (Presse)
Ramona Billing (Presse)
Jürgen Förster (Abendshow Hengstpräsentation)
Claudia Lenz (Richterbetreuung)
Harald Betz (Trailparcours / Hindernisse)
Sabine Dick (Musikeinspielungen, Hymnen, Abendshow)
Andreas Dick (Musikeinspielungen, Hymnen, Abendshow)
Christian Schösser (Schmied)
Volkhard Hummel (Forum-Announcer)
Marie-Paule Majerus (Stallion Avenue)

Diese Sponsoren gilt der Dank

Zahlreiche Sponsoren unterstützen die Americana 2010. Ganz besonderer Dank gilt diesen Firmen:

Pullmann and Continental Saddlery
Trail Rider Saddleshop
Wippi`s Sattelkammer
El Vaquero
HMS4YOU
Cowboy Headquarters
Reitsport Kenner Store
Way Out West
VWB Vereinigung der Westernreiter Bayern
Appaloosa Horse Club Germany
Deutsche Quarter Horse Association
Paint Horse Club Germany
Erste Westernreiter Union Landesverband Bayern
KHB Firma Heuschmid
AK Video
Bob Armijo
Firma Schmid – Trocken-Max Pferdefön
Firma Stars and Stripes
Stable Comfort und MECC Systems S.R.L.
European Reined Cowhorse Association
Bobs Saddlery by the European Reined Cowhorse Association
Firma Baade Pferdeportraits
Firma Gomeiers World of Saddles
Henderson Custom Saddlery und Firma Bentaiga
Curtis Hof
Reining Deutschland
Firma SellaPort
Stallion Owners der Stallion Promotion
National Barrel Race Association
Loyd &Gwen Trubenbach, Jimmy Jack & Mary Biffle
NED Point Quarter Horses
Saddleworld Petra Haffner
AFAG Messe und Ausstellungs GmbH Augsburg

Und nun die Berichte zum sportlichen Programm

NRHA Bronze Trophy Open

$ 44.444,44 added NRHA Lawson Bronze Trophy - Treffpunkt der Champions

Wichtiger Schritt auf dem Weg zum NRHA World Champion 2010

Seit vielen Jahren leistet die NRHA Bronze Trophy auf der Americana mit ihrer hohen Dotierung einen ganz entscheidenden Beitrag im Rennen um den NRHA World Champion. Man denke nur an Martin Larcombe und ARC Oak Enterprise, die auf der Americana 2004 die letzten Dollars für den Weltmeistertitel sammelten. Auch diesmal ist Europas Western Event Nummer 1 wieder Pflichttermin in der NRHA-Weltrangliste. Wenn im Rahmen der großen Abendshow ‚Reining & Cow Horse Festival‘ die Entscheidung in der Open Bronze Trophy fallen würde, könnte unter Umständen auch schon die Vorentscheidung für den World Champion gefallen sein…

38 Pferde waren für die NRHA Lawson Bronze Trophy Open auf der Americana 2010 genannt, darunter allein vier aus der derzeitigen Top-Ten-Open-Weltrangliste. Besonders für einen geht es um viel: Bernard Fonck und Great Sunburst. Dieser Einstein-Sohn und frisch gebackene NRHA European Affiliate Champion Open im Besitz von Roy de Bruin liegt derzeit mit über $ 19.400 auf Platz 1 der Open Weltrangliste, wobei sein Sieg in der Bronze Trophy auf der Austrian Futurity vergangenes Wochenende noch gar nicht mit eingerechnet ist. Bernard Fonck hat aber auch noch ein zweites Pferd dabei: Sail On Top Whizard, NRHA European Futurity Champion 2009 und derzeit auf Platz 10 der NRHA Weltrangliste.

Grischa Ludwig wird Hollywood Yankee Kid satteln, einen Rowdy Yankee-Sohn im Besitz von Heike Nixdorf und Mario Karner, der momentan Weltranglisten Vierter ist. Mit Spannung wird der Auftritt von NRHA World Champion 2009 Star Spangled Whiz (hier unter Rudi Kronsteiner) und seinem neuen Reiter Cody Sapergia erwartet. Der Sohn von Vern Sapergia arbeitet seit Juni bei Fabrizio Bevilacqua in Italien und gilt als kanadischer Shooting Star.

Weitere herausragende Reiter sind die amtierende FEI Europameisterin Nina Lill mit ihrem Lena Cielo Jewel, mit dem sie auch die EM gewann, der dreifache NRHA World Champion und FEI World Reining Masters Champion Rudi Kronsteiner (mit drei Klassepferden: NRHA Breeders Futurity Champion Dunit On The QT, dem Belgischen und Französischen Futurity Champion und NRHA Breeders Derby Champion Heza Mega Whiz und dem Polnischen Futurity Champion CK Hollywoodshowtime), Sylvia Rzepka mit Peanuts Kid, Nico Hörmann (mit drei Spitzenpferden, darunter Blackberry Chex), Adriano Meacci, Genaro Lendi, Steffen Breug und Torsten Gärtner, der u.a. Gunslider reitet, mit dem er gerade erst AQHA European Champion wurde.

Drei Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft, die kurz nach der Americana zu den Weltreiterspielen in Kentucky/USA fuhren, waren in Augsburg: Nico Hörmann, Grischa Ludwig und Sylvia Rzepka ließen sich die Americana nicht entgehen.

17 Reiter kommen ins Finale

Great Sunburst und Bernard Fonck gewinnen Go round

Das dürfte ein Wahnsinns-Finale werden: Die großen Favoriten für die mit $ 44.444,44 dotierte NRHA Lawson Bronze Trophy Open auf der Americana wurden den in sie gesetzten Erwartungen im Go round voll gerecht: Mit einer 223 gewann Great Sunburst mit Bernard Fonck (BEL) den Vorlauf. Für die beiden geht es um viel, denn der 7-jährige Hengst, ein Sohn des legendären Great Resolve (Einstein), führt die NRHA-Weltrangliste Open an und ist daher auf dem besten Weg zum World Champion Open. Ein wichtiger Schritt hierzu wäre ein Sieg in der hoch dotierten Americana Bronze Trophy. Der Hengst ist im Besitz des Niederländers Roy de Bruin, der sich doppelt freuen kann, schließlich gehört ihm auch noch der Zweitplatzierte des Vorlaufs: Kaystein. Rudi Kronsteiner erritt mit dem 4-jährigen Hengst eine 222. Auch Kaystein ist ein Sohn von Great Resolve, und ist trotz seiner erst vier Jahre bereits ein Topstar. Der Hengst gewann die NRHA European Futurity Open 2010. Rudi Kronsteiner ritt zudem den 5-jährigen Hengst Agaze Juice mit einer 221 auf Platz 3 des Vorlaufs. Es war erst der zweite Start dieser beiden, nachdem Rudi mit ihm die Österreichische Maturity gewonnen hatte. Das Pferd ist im Besitz von Peter und Barbro Nidelius (SWE).

Auch Bernard Fonck hat ein zweites Spitzenpferd im Rennen, seinen NRHA European Futurity Champion 2009 Sail On Top Whizard (Bes. Danny Cerato, BEL), mit dem er auf Platz 4 kam (219).

Damit stehen also die Finalisten fest. Von 35 Startern werden 17 im Finale aufeinandertreffen. Neben den bereits erwähnten sind dies Davide Brighenti (ITA) mit Custom Blackberry (Platz 5, 218,5) und Dualin For Me (Platz 15, 213), Gennaro Lendi (ITA) mit Jacs On The Moon (Platz 6, 217,5) und The Cocked Gun (Platz 9, 215,5), Adriano Meacci (ITA) mit Docs Tivio Hancock (Platz 7, 216,5) und Showtime Gotta Gun (Platz 9, 215,5), Grischa Ludwig mit dem Weltranglistenvierten Hollywood Yankee Kid (Platz 8, 216) und Cruisin In Starstyle (Platz 14, 214), Roberto Berti mit Gun Smoke Dennis (Platz 11, 215), Nico Hörmann mit Sassy Katie Pine (Platz 12, 214,5), Sylvia Rzepka mit Peanuts Kid (Platz 12, 214,5), Michel Sandijck mit Pine Smoking Cash (Platz 14, 214), Friedemann Burckhardt mit Dreamn Bout Chics (Platz 16, 212), FEI Europameisterin Nina Lill mit Lena Cielo Jewel (Platz 17, 211,5), Gennaro Lendi auf Conquistador Pearl (211,5) und Rudi Kronsteiner auf GK Hollywoodshowtime (211,5).

Wird der Titel zwischen Bernard Fonck und Rudi Kronsteiner ausgetragen?

Die Freitag-Abendshow auf der Americana dürfte zu einem der Höhepunkte des Reiningjahres werden. In der mit $ 44.444,44 added dotierten Bronze Trophy Open treffen einige der besten Reiningreiter Europas aufeinander. Nach dem Vorlauf zeichnete sich immer mehr ein ‚Duell‘ zwischen den beiden Favoriten Bernard Fonck (Herentals, Belgien) und Rudi Kronsteiner (Freystadt) ab. Fonck gewann mit dem 7-jährigen American Quarter Horse Hengst Great Sunburst den Go Round mit einer 223. Das Pferd führt derzeit die Weltrangliste der NRHA an und ist auf dem besten Weg zum NRHA World Champion Open. Ein Sieg in der Americana Bronze Trophy wäre dafür ein wichtiger Schritt hin zum erstrebten Ziel. Rudi Kronsteiner meinte vor dem Finale: „Für mich ist das Ding durch und Bernard Fonck der Sieger. Er ist nur zu schlagen, wenn er einen Fehler macht.“

Doch herschenken wird Rudi Kronsteiner dem Belgier den Sieg natürlich nicht. Als Europas gewinnreichster Reiner hat Rudi Kronsteiner vor allem Kaystein am Start, mit dem er nur mit einem Zähler Abstand auf den zweiten Platz im Vorlauf ritt. Kaystein ist interessanterweise ein Halbbruder von Great Sunburst, denn beide stammen vom gleichen Hengst, dem legendären Great Resolve, der nicht umsonst den Spitznamen ‚Einstein‘ trägt. Außerdem gehören Kaystein und Great Sunburst dem selben Besitzer: dem Holländer Roy de Bruin. Kaystein, der unter Kronsteiner die große NRHA European Futurity 2010 gewann, ist allerdings erst vier Jahre alt. Ihm fehlt damit noch die Konstanz und Erfahrung des älteren Pferdes. Mit seinen überragenden Manövern und seiner großen Ausstrahlung hat er jedoch jetzt schon das Zeug zum ganz großen Champion. Und das große Vermögen dieses Hengstes wird Rudi Kronsteiner am Freitag mit Sicherheit gewohnt professionell auszuspielen wissen, schließlich will der gebürtige Österreicher, der seit 1988 auf der Americana startet, endlich die begehrte Americana Bronze Trophy gewinnen.

Ebenso wie Bernard Fonck. Der Belgier, der erst seit 2003 im Reininggeschäft ist, hat ebenfalls unzählige internationale Erfolge errungen und ist zudem Titelverteidiger in der Americana Bronze Trophy Open. Vor zwei Jahren gewann er diese Prüfung mit BA Reckless Chic, mit dem er in knapp zwei Wochen auf den Weltreiterspielen in Kentucky starten wird. Wie Rudi Kronsteiner ist er dafür berühmt, nicht nur ein hervorragender Trainer zu sein, sondern auch die ihm anvertrauten Pferde perfekt showen zu können. Great Sunburst hat er seit einem Jahr. „Der Hengst ging durch mehrere Trainerhände“, so Fonck. „Ich war auf der Suche nach dem richtigen Pferd fürs World Reining Masters, als er mir angeboten wurde. Ich hab ihn ausprobiert, und es hat auf Anhieb gefunkt.“ Great Sunburst verhalf Bernard Fonck zum Reserve Champion Titel beim Masters 2009 (das Rudi Kronsteiner gewann). In diesem Jahr gewann der Hengst unter dem Belgier praktisch jede Show, auf der er gezeigt wurde: die beiden wurden NRHA European Affiliate Champion, gewannen das 23 Open in Italien, den Open Swiss Slide und vor wenigen Tagen erst die hoch dotierte NRHA Bronze Trophy in Wiener Neustadt – alle mit hohen Scores. „Great Sunburst kann 1 ½ drehen und bis zu 1 ½ stoppen, wenn ihm der Boden passt“, beurteilt Bernard Fonck das Vermögen seines Hengstes. „Dieser Hengst ist ein echter Freund. Er hat ein riesen Herz und gibt seinem Reiter alles, wenn man ihn fair behandelt und ihn respektiert.“

Aus Fachkreisen – siehe auch oben Rudi`s Einschätzung – wird schon jetzt die Vermutung laut, dass die Bronze Trophy zwischen diesen beiden großartigen Pferden ausgetragen wird. Doch die übrigen Finalisten sollten keineswegs vernachlässigt werden. Allein Rudi Kronsteiner hat noch zwei Pferden im Finale, darunter den 5-jährigen Hengst Agaze Juice, mit dem er Dritter des Vorlaufs war. Es war erst der zweite Start dieser beiden, nachdem Rudi mit ihm die Österreichische Maturity gewonnen hatte. Das Pferd ist im Besitz von Peter und Barbro Nidelius (SWE). Und auch Bernard Fonck hat ein zweites Spitzenpferd im Rennen, seinen NRHA European Futurity Champion 2009 Sail On Top Whizard (Bes. Danny Cerato, BEL), mit dem er auf Platz 4 kam (219). Sail On Top Whizard ist mit seinen 5 Jahren allerdings längst nicht so erfahren wie Great Sunburst. Auch die NRHA-Europameisterin 2009, Nina Lill, dürfte mit Lena Cielo Jewel noch einen satten Angriff starten.

Die besten 17 Pferde des Vorlaufs plus Ties, also insgesamt 19 treffen im Finale am Freitag Abend wieder aufeinander. Hier werden die Karten dann neu gemischt, denn die Starter nehmen ihre Scores aus dem Vorlauf nicht mit. Viel kann hier über Sieg und Niederlage entscheiden: die Tagesform von Pferd und Reiter, der Boden, der dem einen besser passt als dem anderen, oder ganz einfach Glück oder Pech. Das Zeug zum Americana Bronze Trophy Champion 2010 hat von den Reitern jedenfalls jeder.

Hier noch mal der Überblick über alle Finalisten: Rudi Kronsteiner und Gennaro Lendi konnten jeweils drei Pferde ins Finale bringen. Bei Rudi Kronsteiner ist das neben den bereits erwähnten Kaystein und Agaze Juice auch die Stute GK Hollywoodshowtime, mit der er die Polnische Futurity 2009 gewann. Der Italiener Gennaro Lendi wird Jacs On The Moon (Platz 6, 217,5), The Cocked Gun (Platz 9, 215,5) und Conquistador Pearl (Platz 17, 211,5). Je zwei Pferde im Finale haben Davide Brighenti (ITA, Custom Blackberry /Platz 5, 218,5 und Dualin For Me /Platz 15, 213), Adriano Meacci (ITA, Docs Tivio Hancock / Platz 7, 216,5 und Showtime Gotta Gun / Platz 9, 215,5) und Grischa Ludwig mit dem Weltranglistenvierten Hollywood Yankee Kid (Platz 8, 216) und Cruisin In Starstyle (Platz 14, 214). Weitere Finalisten sind Roberto Berti mit Gun Smoke Dennis (Platz 11, 215), Nico Hörmann mit Sassy Katie Pine (Platz 12, 214,5), Sylvia Rzepka mit Peanuts Kid (Platz 12, 214,5), Michel Sandijck mit Pine Smoking Cash (Platz 14, 214), Friedemann Burckhardt mit Dreamn Bout Chics (Platz 16, 212) und FEI Europameisterin Nina Lill mit Lena Cielo Jewel (Platz 17, 211,5).

„Mein schönstes Vor-Geburtstagsgeschenk!“

Friedemann Burkhardt beim ersten Americana Start im Bronze Trophy Open Finale

Der Go Round um die Americana Lawson Bronze Trophy Open 2010 war tough und die Konkurrenz hochkarätig. Umso überraschender war es für den 28-jährigen Friedemann Burkhardt ins Finale zu kommen. Der Americana-Newcomer schaffte es mit seinem schönen Ritt auf Dreamn Bout Chics auf Anhieb ins Open Finale und wurde zudem Dritter in der Limited Open. „Das war mein schönstes Vor-Geburtstagsgeschenk“, freute sich der junge Profitrainer aus der Nähe von Heidelberg, der am Sonntag seinen 29. Geburtstag feiert. „Ich wusste, dass mein Pferd es kann und habe natürlich auch gehofft, dass wir es schaffen. Doch bei diesem Niveau wirkt sich auch die winzigste Kleinigkeit negativ aus.“

Dreamn Bout Chics ist ein 9-jähriger Sohn von Magnum Chic Dream aus der Im Not Blonde, die auch die Mutter von Heza Sure Whiz ist. Der Hengst hat bereits knapp $ 30.000 gewonnen und war u.a. Open NRBC und Derby Finalist.

Friedemann Burkhardt, der sein Handwerk unter anderem bei Pete Kyle, Duane Latimer und David Hanson lernte, kaufte den Hengst vor knapp drei Jahren und war mit ihm u.a. Italienischer Maturity Open Finalist und unter den Top 15 der NRHA European Affiliate Championship. „Er ist ein sehr konstantes Pferd, dessen Stärken besonders in den Spins liegen und der ein echter Publikumsliebling ist“, so Burghardt. „Ich freue mich so darüber, dass wir es ins Finale geschafft haben. Mein Ziel ist jetzt einfach ein schöner Ritt, den ich genießen kann.“

Finale

Bernard Fonck verteidigt Titel bei Americana NRHA Lawson Bronze Trophy Open

Grischa Ludwig auf Platz 2 und 3

Groß waren die Erwartungen nach dem Go round um die mit $ 44.444,44 added dotierte NRHA Lawson Bronze Trophy. Die Top 3 Pferde lagen im Vorlauf nur einen Zähler auseinander. Damit wurden vor allem Great Sunburst unter Bernard Fonck (Score 223), Kaystein unter Rudi Kronsteiner (222) als absolute Favoriten gehandelt. Beide Pferde (die Halbbrüder sind und dem selben Besitzer Roy de Bruin, NED, gehören) sind sehr stark in den Manövern und können beachtliche Erfolge vorzeigen. Zudem liegt Great Sunburst mit Abstand auf Platz 1 der Open NRHA Weltrangliste. So wurde das Aufeinandertreffen der beiden im Finale mit großer Spannung erwartet. Doch wie so oft kam es anders, als man denkt…

Im Finale trafen die Top 20 vor großer Kulisse wieder aufeinander. Vor knapp 4500 begeisterten Besuchern ritt Rudi Kronsteiner mit GK Hollywoodshowtime als erster Starter in die Bahn. Die 5-jährige Stute im Besitz von Shooting Star QH (AUT), war eins der drei Pferde, die der Österreicher ins Finale gebracht hatte. Die beiden mussten zwar einen ½ Punkt Penalty beim ersten Spin hinnehmen, konnten dafür aber beim rechten und bei den Stops Pluspunkte sammeln, so dass insgesamt eine 217,5 dabei herauskam. Das sollte am Ende für Platz 5 reichen. Von den folgenden vier Reitern konnte diesen Score nur Grischa Ludwig mit Cruisin In Starstyle übertreffen, der insbesondere durch zwei tolle Stops ( 1) glänzen konnte. Der Score 218,5 und damit am Ende Platz 3.

Als sechster Starter musste Bernard Fonck mit Sail On Top Whizard antreten. Der 5-jährige Hengst von Whizard Jac aus einer Miss N Cash Stute, der 2009 die NRHA European Futurity gewonnen hatte, war das zweite Pferd, das der Belgier ins Finale geritten hatte (mit einer 219 auf Platz 4). Bernard Fonck steuerte den Hengst souverän und ohne allzu großes Risiko durch die Pattern, wobei er fast überall Pluspunkte sammeln konnte. 221 vergaben die Richter für den Ritt, der die neue Messlatte legte. Keiner der folgenden Reiter kam auch nur annähernd an diesen Score heran – weder FEI Europameisterin Nina Lill mit ihrem Lena Cielo Jewel, der in den Spins Penaltys hinnehmen musste (213,5), noch der ebenfalls hochgehandelte italienische Maturity Champion Agaze Juice unter Rudi Kronsteiner, der mit einer 212,5 weit hinter seinem Vorlaufsscore 221 zurückblieb.

Der 9-jährige Hollywood Yankee Kid und Grischa Ludwig setzten alles aufs Ganze. Hohes Risiko auf den Zirkeln, schöne Speed Control und vor allem ein hervorragender linker Spin und erster Stop bescherten den beiden eine 220.

Die beiden Favoriten straucheln

Und daran sollten auch die beiden Favoriten nichts mehr ändern. Rudi Kronsteiner und Kaystein hatten im ersten Spin einen ½ Punkt Penalty und kamen insgesamt weder bei den Spins noch den Zirkeln so richtig in den Plusbereich. Daran konnten auch zwei herausragende Stops nichts mehr ändern. Es blieb bei einer 216, was schließlich Platz 8 bedeutete. Nicht viel besser erging es Great Sunburst, der auf den Zirkeln zweimal stolperte und hier wie auch bei den Stops hinter seiner gewohnten Form zurückblieb. Zwei glänzende Spins (vor allem der rechte) konnten das nicht wettmachen. Das Resultat: 218 und damit Platz 4.

So blieb es dabei: Bernard Fonck gewann mit Sail On Top Whizard diese Prüfung und damit die zweite Americana Bronze Trophy Open in Folge sowie über $ 12.000 Preisgeld. Grischa Ludwig, der 2000 die Americana Bronze Trophy mit As Smart As Charley gewann, sicherte sich Platz 2 und 3. Great Sunburst wurde Vierter vor Rudi Kronsteiner mit CK Hollywoodshowtime (Platz 5), Davide Brighenti und Dualin For Me (Platz 6), Gennaro Lendi und Conquistador Pearl ( Platz 7) und Rudi Kronsteiner mit Kaystein (Platz 8). Den neunten Platz teilten sich mit jeweils einer 215,5 Nico Hörmann mit Sassy Katie Pine und Adriano Meacci mit Docs Tivio Hankock . Platz 11 ging an Nina Lill und Lena Cielo Jewel (213,5) vor Gennaro Lendi mit Jacs On The Moon und Rudi Kronsteiner mit Agaze Juice (212,5). Adriano Meacci und Showtime Gotta Gun kamen mit einer 212 auf Platz 14 vor Sylvia Rzepka und Peanuts Kid (211).

Bernard Fonck: Es war kein perfekter Ritt – aber es hat geklappt

Groß war die Freude bei Titelverteidiger Bernard Fonck: „Ich habe von Anfang an gewusst, dass ich zwei sehr gute Pferde hier im Finale hatte. Auch wenn alle immer nur von dem einen gesprochen haben. Im linken Zirkel hatte ich einen kurzen Fehler, da hat sich das Pferd kurz gefürchtet. Aber es hat geklappt, auch wenn es nicht der perfekte Ritt war: Wir haben gewonnen. Und das in einem 45.000-Dollar-Wettbewerb. Ich bin total happy.“

Grischa Ludwig: Ich bin überglücklich

Auch Grischa Ludwig freute sich riesig über den Doppelerfolg. „Ich wollte es dem Bernard Fonck so schwer machen wie möglich“, sagte er strahlend bei der Siegerehrung mit der 2-jährigen Tochter Mia vor sich im Sattel und der Freundin Julia im Arm. „Dieser Plan ist aufgegangen. Ich habe zwei kleine Fehler gehabt und dachte, Vierter zu werden. Dass es der zweite – und auch der dritte – Platz wurde, ist grandios. Zweiter oder Erster, völlig egal. Ich bin überglücklich. Ich dachte erst, in diesem Feld mit zwei relativ stumpfen Schwertern anzutreten. Aber diese Schwerter waren schärfer als gedacht. Man muss immer an sein Pferd glauben!“

Ergebnis Bronze Trophy Open

1. Bernard Fonck Sail On Top Whizard 221
2. Grischa Ludwig Hollywood Yankee Kid 220
3. Grischa Ludwig Cruisin In Starstyle 218,5
4. Bernard Fonck Great Sunburst 218
5. Rudi Kronsteiner GK Hollywoodshowtime 217,5
6. Davide Brighenti Dualin For Me 217
7. Gennaro Lendi Conquistador Pearl 216,5
8. Rudi Kronsteiner Kaystein 216
9. Nico Hörmann Sassy Katie Pine 215,5
9. Adriano Meacci Docs Tivio Hancock 215,5
11. Nina Lill Lena Cielo Jewel 213,5
12. Gennaro Lendi Jacs On The Moon 212,5
12. Rudi Kronsteiner Agaze Juice 212,5
14. Adriano Meacci Showtime Gotta Gun 212
15. Sylvia Rzepka Peanuts Kid 211

NRHA Limited Open

Francesca Baron siegt mit ARC Turbine Ropers

31 Pferde waren in der Limited Open gemeldet, die class in class mit der NRHA Lawson Open gelaufen wurde. Den Sieg trug die Italienerin Francesca Baron mit ARC Turbine Ropers davon, einer 6-jährigen Stute, die im Besitz von Guida Giorgio ist. Reserve Champion wurde Ricky Bordignon auf seinen Palominohengst The Little Fighter, gefolgt von Friedemann Burckhardt auf Dreamn Bout Chics.

NRHA Bronze Trophy Non Pro

Claudio Risso und RS Craggon More führen nach Vorlauf

32 Pferd-Reiter-Kombinationen traten im Vorlauf um die Americana NRHA Lawson Bronze Trophy Non Pro an. Die besten 17 schafften es weiter ins Finale, wobei mindestens ein Score von 207 erreicht werden musste. Den besten Ritt zeigte dabei Claudio Risso (Italien) mit dem von ihm gezüchteten RS Craggan More. Der 5-jährige Wallach von Rissos berühmtem Hengst Mc Jac Flash aus der Harlan Glo legte eine souveräne 214,5 vor. RS Craggan More ist mit seinen fünf Jahren eines der jüngsten, gleichzeitig aber auch erfolgreichsten Pferde des Finales. Er gewann die Italienische Futurity Open, die Maturity Open und Non Pro und das 23 Classic. Ein Sieg in der hoch dotierten Americana Bronze Trophy würde den Wallach und Claudio Risso ein gutes Stück weiterbringen auf dem Weg zum neuen NRHA World Champion Non Pro. Derzeit liegen die beiden auf Platz 2 der Non Pro Weltrangliste mit knapp $ 2000 Abstand zum Erstplatzierten. Claudio Risso zählt zu den erfolgreichsten Züchtern von Reiningpferden in Europa und errang schon mehrere Breeders Awards. Zudem zählt er zu den besten Non Pros. Die von ihm gezüchteten Pferde tragen das RS für Roberta’s Stable im Namen.

Auch auf Platz 2 ist ein erlesener Name zu finden: der NRHA World Champion Open Chic N Roost, der mittlerweile im Besitz von Andrea Castrucci (Italien) ist. Der Römer, der 2009 mit Skeets Dun NRHA World Champion Non Pro war, ritt den 8-jährigen Hengst im Americana Vorlauf auf eine 213,5. Die beiden liegen derzeit auf Platz 11 der Weltrangliste. Castrucci hat zudem mit seinem erfolgsgewohnten MRH Chisum (212, Platz 5) ein weiteres hochkarätiges Eisen im Feuer.

Auch der drittbeste Ritt wurde von einem Italiener, oder vielmehr einer Italienerin erzielt: Chiara Bartoletti mit dem 4-jährigen Wallach Genuine Secolo (213). Die Americana Trophy wäre für die beiden ein weiterer Meilenstein in einer sehr erfolgreichen Saison, die mit dem Co-Reserve Champion Titel auf der NRHA European Futurity Non Pro Level 3 begann.
Auf Platz 4 folgte als beste Deutsche Sabrina Adam mit ihrem 8-jährigen Hengst Oak Day Enterprise (212,5). Den fünften Platz teilten sich mit einer 212 Andrea Castrucci mit MRH Chisum, Sandra Wagner-Mannes mit Gunnersaurus Rex und Maurizio Ferrarol mit Frozen Dry Mile. Auch den achten Platz teilten sich zwei Reiter (jeweils 211,5): Ulrike Schmiedl auf SES Tuckrs Flashy und Alexander Gräber mit Golden Wheeling Jac. Zehnter wurde Michael Jungfer-Schubert mit Moms Lil Ruffian (211) vor der Österreicherin Birgit Schäfer auf ARC Ima Lonsome Lena (210,5), Riccardo Abbati mit Custom Blackberry und Birgit Wenninger mit Nu Redsklena Del Maso (beide 210), Klaus Lechner mit Cody Rooster Delmaso (209), Sabine Franzisky auf Call Me Mr Hollywood und Ute Wilhelm mit Sliding Vintage (beide 208) und Stefanie Endt mit Keens Little Leo (207).

Finale

Riccardo Abbati und Custom Blackberry werden Champion

Das Finale der mit über $ 6771 dotierten Americana Lawson Bronze Trophy Non Pro wurde von den Italienern dominiert, die die ersten fünf Plätze für sich beanspruchen konnten. Die Bronze Trophy und über $ 1557 Preisgeld gingen an Riccardo Abati mit Custom Blackberry. Der 7-jährige Hengst von Custom Crome, der schon knapp $ 32.000 Gewinnsumme hat, drehte im Finale so richtig auf und kam mit Top Score 214,5 aus der Arena. „Das war mein größter Erfolg bisher!“ strahlte Riccardo Abati bei der Siegerehrung. „Ich bin eigentlich wegen dem Cutting her gekommen. Davide Brighenti brachte Custom Blackberry ins Open Finale. Dann überredete mich Claudio Risso, auch in der Non Pro Trophy zu starten. Wenn der Hengst schon mal da wäre, könnte ich ihn auch reiten, meinte er. Und dann gewinne ich die Trophy – einfach unglaublich.“

Claudio Risso mag seinen Vorschlag schon bereut haben, denn für ihn entpuppte er sich als Eigentor. Mit seinen RS Craggon More, mit dem er den Vorlauf gewonnen hatte, scorte er im Finale eine 213, was den Reserve Champion Titel bedeutete. Doch er nahm es wie immer sportlich und viel Humor. Immerhin kamen weitere $ 948 Preisgeld auf das Konto des NRHA Weltranglistenzweiten, womit Claudio den Abstand zur derzeitigen Weltranglistenersten Bonnie L. Hippensteel auf knapp $ 1000 verkürzte. Claudio Risso zählt zu den erfolgreichsten Züchtern von Reiningpferden in Europa und errang schon mehrere Breeders Awards.RS Craggon More ist das perfekte Beispiel dafür. Der 5-jährige Wallach von Mc Jac Flash aus der Harlan Glo gewann u.a. die Italienische Futurity Open, die Maturity Open und Non Pro und das 23 Classic .

Den dritten Platz teilten sich mit einem Score von 212,5 der NRHA World Champion Non Pro 2009 Andrea Castrucci mit Chic N Roost und Maurizio Ferrarol mit Frozen Dry Mile. Castrucci ritt zudem sein zweites Finalpferd MRH Chisum auf Platz 5 (211). Beste Deutsche war ebenfalls auf Platz 5 Sabrina Adam mit Oak Day Enterprise. Drei Reiter teilten sich mit einer 210,5 den siebten Platz: die Österreicherin Birgit Schäfer auf ARC Ima Lonsome Lena, die Vorlaufsdritte Chiara Bartoletti mit dem 4-jährigen Wallach Genuine Secolo und Birgit Wenninger mit Nu Redsklena Del Maso. Michael Jungfer-Schubert und Moms Lil Ruffian folgten auf Platz 10 (210) vor Ulrike Schmiedl auf SES Tuckrs Flashy (208,5), Stefanie Endt mit Keens Little Leo und Sandra Wagner-Mannes mit Gunnersaurus Rex (jeweils 205), Klaus Lechner (AUT) mit Cody Rooster Delmaso (204) und Alexander Gräber (ITA) mit Golden Wheeling Jac (200,5).

EC Cutting Open

1. Go
Uwe Röschmann und Michael Baker dominieren ersten Vorlauf
48 Pferde traten heute im ersten Vorlauf der mit 12.000 Euro added dotierten European Championship Cutting Open auf der Americana 2010 an. Und eins stand sofort fest: das würde ein harter Wettkampf um die Europameistertitel werden! Schon im ersten Vorlauf lag der Top Score bei 145. Um unter die Top Ten zu kommen, musste man mindestens eine 141 reiten.
Top Score im Go schafften gleich zwei Starter: der Amerikaner Michael Baker mit Little Foxy Boon und Uwe Röschmann mit Dominican Diamond. Little Foxy Boon, eine 1998 geborene Stute im Besitz von Britta Oberrauch, war schon vor zwei Jahren auf der Americana sehr erfolgreich und beendete die EM als Siebte. Uwe Röschmann, der seit mehreren Jahren in Texas arbeitet, kam eigens zur Americana aus den USA und zeigte mit Jozef Kosinas 7-jährigem Paint Hengst wieder einen brillianten Ritt. Auch 2008 hatte Röschmann für Kosina ein Pferd geshowt: Ricochet Pep, mit dem er damals Vize-Europameister geworden war.
Dritter des Vorlaufs wurde mit einer 144 Alain Boissiers Nurse Fletch unter Scott Ferguson. Den vierten Platz teilten sich mit einem Score von 143 Time For Haida unter Shaun Thresher (USA) und Meradas Talkin Money unter Jisa Jiri (CZE).
Den sechsten Platz (Score 142) teilten sich drei Reiter: Karel Spacil (CZE) mit Boogie Boon, Titelverteidiger Gianluca Munarini (ITA) mit Ride N Merada und Malte Döring (GER) mit Smart Einie. Unter den Top Ten im Vorlauf waren zudem Denis Pisi (ITA) mit Stylish By Choice, Ute Holm (GER) mit Lone Star Swinging, Justin Nicholas Di Santo (ITA) mit Lenas Starfish und Jason Surles (USA) mit Acres Of Time (alle 141). Besonders bemerkenswert dabei war die Leistung von Ute Holm, die mit der Stute im Besitz von Pierre/Silviane Reust (FRA) eine tollen Ritt zeigte, obwohl sie sich vor wenigen Tagen bei einem Sturz mit Pferd erneut den rechten Fuss gebrochen hatte.
2. Go

Uwe Röschmann stürzt mit Dominican Diamond

„Today a hero, tomorrow a zero.“ – Der alte Cuttingspruch traf im zweiten Go Round um die European Championship Cutting einen der ganz großen Favoriten: Uwe Röschmann mit Dominican Diamond. Die beiden hatten im ersten Vorlauf eine 145 vorgelegt und damit scoregleich mit Michael Baker und Little Foxy Boon geführt. Im zweiten Go round rutschten dem Paint Hengst bei voller Aktion die Füße weg, als die Kuh ihn so richtig forderte. Pferd und Reiter stürzten. Zwar verlief der Vorfall für beide glimpflich, doch ihr 0 Score kostete die beiden die Teilnahme am Finale.

Zumindest schaffte es Uwe Röschmann mit seinem zweiten Pferd, dem 4-jährigen Quarter Horse Hengst Smooth Cool Cat, ins Finale. Uwe Röschmann nahm es trotz aller Enttäuschung gelassen. Die Americana ist für den Wahlamerikaner, der zweimal im Jahr in Deutschland ist, ein Erfolgsevent: „Hier wird eine Bühne geboten, wo man sich und die selbst trainierten Pferde präsentieren kann. Reitpferde und Deckhengste werden hier für das Nachfolgegeschäft promotet“, so Röschmann. Und auch die Tschechen, die mit Dominican Diamond (er ist im Besitz von Jozef Kosina) wieder Medaillenhoffnungen hegten, können sich freuen. Auch Uwes zweites Pferd ist im Besitz eines Tschechen, der vierjährige Quarter Horse Hengst Smooth Cool Cat gehört Martin Sykora.

Michael Baker und Denis Pini gewinnen zweiten Vorlauf

Dafür wurde die im Besitz von Britta Oberrauch (ITA) stehende Little Foxy Boon mit Michael Baker ihrer Favoritenrolle gerecht. Der Amerikaner ritt die 12-jährige Stute, die eine Tochter von Peptoboonsmal ist, schon vor zwei Jahren auf Platz 7 im EM-Finale. Im zweiten Go erhielten die beiden eine 146 und gewannen damit den zweiten Vorlauf zusammen mit TRR Royal Sun O Lena unter dem Italiener Denis Pini.

Auch auf Platz 3 gab es einen Tie zwischen zwei Startern: Little Blue Pinafore unter Andrea Santini und Acres of Time unter Jason Surles. Beide erhielten eine 145. Fünfter wurde mit einer 144 Badger Sandocs Bodee unter Scott Ferguson, gefolgt von Lenas Starfish unter Justin Nicholas di Santo auf Platz 6 (143). Den siebten Platz teilten sich Uwe Röschmann auf Smooth Cool Cat und Markus Schöpfer mit Needy Times – beide 142. Platz 9 ging an Uwe Niedostatek mit Powder Puff Bob (141). Den zehnten Platz teilten sich fünf Reiter (alle mit 140): Denis Pini mit Stylish By Choice, Malte Döring mit Kiss My Cat, Marco Saccetti mit Coupe Dualville, Gerold Dautzenberg mit Roosters Dream und Torsten Grätz mit Smart Scooter Cat.

Die Top 12 im Finale

Mit dem zweiten Go round standen auch die Finalteilnehmer fest. Von 48 Startern schafften es die besten 12 ins Finale. Wenigstens 277 Punkte mussten hierzu erzielt werden. Die Top 5 Pferde sind allesamt in italienischem Besitz. Nach zwei gewonnenen Vorläufen führen Michael Baker und Little Foxy Boon mit einem Gesamtscore von 291 vor TRR Royal Sun O Lena unter Denis Pini und Acres of Time unter Jason Surles – beide 286. Pini hat zudem mit Stylish By Choice (Platz 6, 281) noch ein weiteres Pferd im Finale.

Auf Platz 4 folgen Lenas Starfish (Americana EM 2008 Fünfter) und Justin Nicholas Di Santo mit einer 284, gefolgt von Little Blue Pinafore unter Andrea Santini auf Platz 5 (282). Drei Reiter kamen auf den sechsten Platz: neben dem bereits erwähnten Denis Pini sind dies Uwe Röschmann mit Smooth Cool Cat und Markus Schöpfer mit Needy Times. Auf Platz 9 im Gesamtranking liegt Malte Döring mit Kiss My Cat (280) vor dem Österreicher Gerold Dautzenberg mit Roosters Dream (279) und Uwe Niedostatek, der zwei Pferde ins Finale brachte – beide vielfach bewährt: Powder Puff Bob (278) und Peponitas Litt Girl (279).

Um nur einen Punkt verpasste Ute Holm das Finale. Ute Holm zählt seit Jahren zu einer der besten Reiterinnen auf der Americana. Dieses Jahr sah man sie allerdings auf Krücken herumlaufen. Vor sechs Wochen hatte sich sie zum ersten Mal den Fuß gebrochen. Vor fünf Tagen stürzte sie mit einem Pferd im Gelände und brach sich erneut den gleichen Fuß. Dank eines guten Orthopäden war das Reiten möglich, wenn auch ein wenig eingeschränkt. Aber auf Utes Pferde war Verlass. „Sie spüren, dass ich nicht ganz fit bin und tragen mich sicher durch die Prüfung.“ Uwe Röschmann hatte sich in den letzten Tagen ihr gegenüber sehr kollegial gezeigt und bei der Vorbereitung ihrer Pferde geholfen, da sie mit dem gebrochenen Fuß leider nicht voll einsatzfähig ist. Umso ärgerlicher war es, dass es bei ihrem großen Einsatz und den Top Pferden, diesmal haarscharf nicht fürs Finale reichte.

Letzter Turnierstart für Little Foxy Boon auch Höhepunkt der Karriere dieser Stute

Als großer Favorit für den Americana-Europameistertitel Cutting Open galt nun der Gewinner der beiden Vorläufe: der Amerikaner Michael Baker mit der in italienischem Besitz stehenden Little Foxy Boon. Die Peptoboonsmal-Tochter aus einer Smart Little Lena Stute gewann den Go mit vollen sechs Zählern Vorsprung zum Zweitplatzierten. Ein EM-Titel wäre der Höhepunkt der Karriere dieser sympathischen Stute und zugleich ein großartiger Abschluss ihrer Turnierlaufbahn, denn für Little Foxy Boon war die Americana das letzte Turnier. Danach geht sie in die Zucht.

Americana-Besucher hatten diese Stute und Michael Baker sicher noch von der Americana 2008 in Erinnerung, als die beiden Siebte im Finale wurden. „Die Americana 2008 war meine erste große Show mit ihr“, so der 27-jährige Trainer aus Oklahoma, der seit knapp drei Jahren für Selva Nera in der Nähe von Rom trainiert. „Seither hat sie viele Limited Open Klassen gewonnen. Tatsächlich führen wir derzeit die italienische Limited Open Wertung an.“ Baker, der Italienischer Futurity Reserve und Derby Champion 2009 war, freute sich sehr über die Top Performance seines Pferdes. „Ich habe erwartet, dass sie ihr Bestes für mich gibt. Sie hat viel, viel Herz und ist ein überaus beständiges Pferd. Du musst ihr nur vertrauen und sie machen lassen.“

Michael Baker sah dem Finale sehr optimistisch entgegen, obwohl die Konkurrenz hart war. Insbesondere der Zweitplatzierte, der Italiener Denis Pini, könnte gefährlich werden. „Die sechs Punkte Abstand muss er aber erst einmal wettmachen. Wir haben gute Chancen, aber im Cutting gibt es so viele Unwägbarkeiten, dass man mit einer Prognose sehr vorsichtig sein muss. Man denke nur an das Pech von Scott Ferguson und Uwe Röschmann, die beide nicht ins Finale kamen, obwohl ihre Pferde das Zeug zum Europameister hatten. Mein Ziel ist jetzt einfach ein sauberer Run, vielleicht mit ein bisschen mehr Druck.“

Little Foxy Boon wird unter Michael Baker Europameister

Sie hat es geschafft: Little Foxy Boon verabschiedete sie auf der Americana 2010 als Europameister Cutting Open von der Turnierszene. Schon vor zwei Jahren hatte Michael Baker mit der jetzt 12-jährigen Peptoboonsmal-Tochter einen Anlauf auf den EM-Titel genommen. Damals war es die erste Show der beiden, und sie endeten auf Platz 7 im Finale. Diesmal waren sie das perfekte Team: Little Foxy Boon gewann beide Vorläufe (145 bzw. 146), einmal im Tie mit Dominican Diamond unter Uwe Röschmann und einmal mit TRR Royal Sun O Lena und Denis Pini (ITA). Damit gingen Little Foxy Boon und Michael Baker mit einer 291 ins Finale, fünf Zähler vor den Zweitplatzierten TRR Royal Sun O Lena unter Denis Pini und Acres of Time unter Jason Surles – beide 286. Auf Platz 4 der Zwischenwertung folgte Lenas Starfish unter Justin Nicholas Di Santo mit einer 284 vor Little Blue Pinafore unter Andrea Santini (282).

Kiss My Cat und Malte Döring dominieren Finale

Im Finale legte Acres of Time vor ausverkauftem Haus eine 143 vor. Es war wirklich eine Freude diesen 14-jährigen Sohn von Bob Acre Doc (Bes. Annalisa Piazzi, ITA) am Rind zu sehen, der bereits 2002 European Champion Cutting auf der Americana war. 143 erhielten die beiden für ihren super Ritt, was insgesamt 429 Punkte bedeutete.

Auch TRR Royal Sun O Lena bewies im Finale erneut seine Klasse. Der 9-jährige Hengst (Mr Sun O Lena x Tivios Sanita) im Besitz von Marco Del Rosso, der u.a. Italienischer Derby Champion war, kam mit einer 144 aus der Bahn und schraubte damit den Gesamtscore auf 430 hoch. Auch der nächste Starter riss die Halle zu Begeisterungsstürmen hin: Markus Schöpfer und Needy Times präsentierten im Finale einen Klasseritt, der ihnen eine 143 eintrug – den drittbesten Score des Finales (zusammen mit Acres Of Time), wie sich herausstellen sollte. Zusammen mit den Vorläufen machte das für Markus Schöpfer beachtliche 424 Punkte, was im Endeffekt Platz 5 dieser EM bedeuten sollte.

Dann kam Favoritin Little Foxy Boon in die Arena. Doch die Stute im Besitz der Italienerin Britta Oberrauch erhielt nicht wirklich Gelegenheit, ihr Vermögen am Rind voll auszuspielen. Michael Baker tat sein Bestes, um das geeignete Rind für sein Pferd zu finden, doch am Ende blieb es bei einer 140. Das sollte trotzdem für den Sieg genügen. Mit einem Gesamtscore von 431 wurde Little Foxy Boon Americana European Cutting Champion 2010.

Michael Baker freute sich ungeheuer über den Erfolg seiner Stute: „Ich wusste, dass sie es schaffen kann. Sie hat ungeheuer viel Herz! Es freut mich für sie besonders, weil es ihre letzte Show war. Und dann der Europameistertitel auf der Americana – einfach riesig!“ TRR Royal Sun O Lena wurde Zweiter vor Acres Of Time auf dem dritten Platz.

Malte Döring und Kiss My Cat rissen dann als drittletzte Starter noch einmal die Zuschauer zu wahren Begeisterungsstürmen hin. Nachdem es in beiden Vorläufen nicht so richtig klappen wollte (zweimal 140), kam der 10-jährige Highbrow Cat Sohn, der seit Jahren eines der erfolgreichsten Cuttingpferde Europas ist, im Finale so richtig in Fahrt. Mit einer 146 gewannen die beiden das Finale, erzielten damit insgesamt eine 426, was einen hervorragenden vierten Platz bedeutete vor Markus Schöpfer und Needy Times. Little Blue Pinafore und Andrea Santini wurden Sechste (423,5) vor Stylish by Choice unter Denis Pini (423). Den 8. Platz teilten sich mit einer 419 Powder Puff Bob unter Uwe Niedostatek, der im Finale eine 141 erreichte und Lenas Starfish unter Justin Nicholas Di Santo.

Leider setzte sich das Pech von Uwe Röschmann auf dieser Americana auch im Finale fort. Im zweiten Go round stürzte sein Paint Hengst Dominican Diamond, der zu den großen Favoriten gezählt hatte, was das Aus fürs Finale bedeutete. Mit seinem zweiten Pferd, dem erst 4-jährigen Hengst Smooth Cool Cat setzte er im Finale alles auf eine Karte, verlor jedoch am Schluss ein Rind. Das bedeutete Score 127 und insgesamt 408, also Platz 10. Auch die beiden letzten Starter des Finales konnten nicht mehr zu ihrer gewohnten Form zurückfinden: der Österreicher Gerold Dautzenberg und seine vielfach erfolgreiche Stute Roosters Dream hatten im letzten Moment ein Missverständnis und mussten sich mit einer 126 zufrieden geben, was Platz 11 im Gesamtergebnis bedeutete. Auch Peponitas Litt Girl und Uwe Niedostatek kamen von Anfang an nicht so richtig in Fahrt. Dann rutschte ihnen auch noch das Rind durch. Das Ergebnis lediglich 127 Punkte, 404 in der Gesamtwertung und damit Platz 12.

Masters Cutting

Markus Schöpfer gewinnt Masters Cutting

Beim Masters Cutting als erste Prüfung der Americana 2010 ging es für die Cutter quasi gleich als Generalprobe um 2.000 Euro added Preisgeld. 48 Teilnehmer gingen an den Start. Es gewann der altbekannte Americana-Star Markus Schöpfer. Der Italiener siegte auf Needy Times souverän mit einem Score von 145, gegeben von den beiden Richtern Pam Scott und Trigg Rentfro. Den zweiten Platz teilten sich mit je 143,5 Punkten Justin Nicholas Di Santo auf Bottle Bomb und dem US-Meister Scott Ferguson auf Nurse Fletch. Den vierten Rang sicherte sich Malte Döring auf Kiss My Cat bei 143 Punkten. Als Fünfter kam Andrea Santini auf Little Blue Pinafore ins Ziel (142,5), vor Marco Sacchetti auf Dualapeno (142).

Ute Holm mit gebrochenen Bein auf dem siebten Rang

Gleich drei Reiter wurden Siebter: Ute Holm – mit einem erst vor wenigen Tagen zum zweiten Mal gebrochenen Bein – auf Sherees Doll, Uwe Röschmann auf Dominican Diamond und Martina Annovazzi auf CD Dual Jane. Alle hatten eine Score von 141. Den zehnten Rang teilten sich mit 140 Punkten Justin Nicholas Di Santo auf Lenas Starfish und Ute Holm, jetzt auf Pistols Little Oak. Fünf Reiter teilten sich den 12. Platz: Andre Charmot auf A Christa Cat, Uwe Röschmann auf Smooth Cool Cat, Styrbjörn Persson auf A Smart Little Leo, Shaun Tresher auf Time For Haida und Cyrille Farnier auf Misters Little Pep.

EC Cutting Non Pro

Ladypower: Schweizerin Celeste Berta gewinnt auf Budha Boon den Go Round

Im Non Pro Go Round der European Cutting Championship auf der Americana fielen die Top-3-Plätze an die Ladys: Siegerin des Vorlaufs wurde die Schweizerin Celeste Berta mit ihrem Budha Boon. Der neunjährige American Quarter Horse Wallach von Duals Blue Boon, der schon fast $ 40.000 in der Cutting Arena gewonnen hat und u.a. Sechster beim NCHA Non Pro Derby war, ist mit seiner erst 17 Jahre alten Besitzerin bereits vielfach international im Non Pro erfolgreich gewesen. Hier auf der Americana demonstrierten die beiden Cutting vom Feinsten, was von den Richtern mit einer 145 belohnt wurde. „Ich wusste, dass er gut ist, aber heute war Budha Boon einfach fantastisch“, strahlte Celeste Berta nach dem Vorlauf. „Dass er auf Anhieb den Americana Go round gewinnt, hätte ich nicht zu hoffen gewagt.“

Zweite wurden mit jeweils einer 143 die Französin Celine Harache mit dem Wallach By Choice 395, mit dem sie bereits seit Jahren international erfolgreich startet und die Italienerin Annalisa Piazzi mit dem 14-jährigen Hengst Acres of Time. Dieser Hengst ist sicher vielen Cutting Fans ein Begriff: er gewann unter anderem mit Gianluca Munarini das Cutting auf der ersten World Reining Trophy in Mooslargue.

Auf Platz 4 lagen gleich vier Reiter mit jeweils Score 140: Valeria Sinico (ITA) mit Bottle Bomb, Geoffroy Giullaume (FRA) mit Kellys Phoenix, Alain Boissier (FRA) mit Nurse Fletch und Britta Oberrauch (ITA) mit Shammy Sug. Beste deutsche Teilnehmerin war Linda Villing mit ihrer 7-jährigen Stute A Holly Berry, die zusammen mit Florence Harache (FRA) auf MH Millionheir Bound und Simone Porporato (ITA) auf Dark As Pitch auf Platz 8 kam.

Finale

Schweizerin Celeste Berta holt sich den Titel

Der zweite Go der Cutting Non Pro-Europameisterschaft, der gleichzeitig auch die finalen Ergebnisse lieferte, begann durchwachsen – die Rinder mussten kurzfristig ausgetauscht werden, so dass die Prüfung verschoben werden musste. Doch die hohen Scores, die die Richter am Nachmittag verteilen konnten, gaben dieser Maßnahme Recht! Und die Scores in diesem zweiten Go waren alles andere als unwichtig: In Addition mit den Punkten aus dem ersten Vorlauf errechnete sich das Gesamtergebnis in dieser Europameisterschaft!

Unangefochtene Europameisterin der Americana 2010 wurde die Schweizerin Celeste Berta, die mit Buddha Boon bereits nach dem ersten Go führte, und auch im zweiten Go die ausgetauschten Rinder für sich zu nutzen wusste. Mit einem Spitzenscore von 144 kam sie auf insgesamt 289 Punkte und sicherte sich den Sieg mit einer tollen, konstanten Leistung.

Der Vize-Europameistertitel der Americana 2010 wurde gleich zweimal vergeben: Sowohl Céline Harache (FRA) mit By Choice 395 als auch Annalise Piazzi (ITA) auf Acres O Time kamen beide auf eine kumulierten Score von 284 – in beiden Go`s lagen diese zwei Pferd-Reiter-Paare absolut gleichauf (2. Go: 140 Punkte, 4. Platz) und teilen sich somit auch die Endwertung.

Der Quarter Horse-Wallach Bottle Bomb unter Valeria Sinico (ITA) verbesserte sich im zweiten Go und kam auf 142 Punkte, was Rang Zwei in der Vorlaufwertung bedeutete – in der Finalrechnung bedeutete das mit insgesamt 282 Punkten Rang Vier. Zweimal wurde schließlich Rang Fünf in der Endwertung um den Europameistertitel Cutting Non Pro vergeben: Sowohl Lars Christiansen (DK) mit Lena By Choice als auch Florence Harache (FRA), die MH Millionheir Bound am Rind arbeitete, kamen auf insgesamt 277 Punkte mit einem Score von 139 bzw. 138 aus dem zweiten Go. Auch der siebte Finalplatz ging gleich zweimal weg: Twin Peppy Quixote und Stefano Chiari (ITA) steigerten sich stark im zweiten Durchlauf und sicherten sich einen End-Score von 275. Genauso eine Leistungssteigerung zeigte Badgers Sandoc Bodee, geritten von Daniel Harache (FRA), der ebenfalls nun insgesamt auf 275 Punkte kam; dazu trug eine 140 aus dem zweiten Umlauf bei.

Der beste Deutsche kam auf dem neunten Rang: Malte Döring showte Kiss My Cat zu insgesamt 273 Punkte, genauso wie Riccardo Abati (ITA) mit Mr Snap Smart Hunter sowie Alain Boissier (FRA) und Nurse Fletch, die ebenfalls die Schleife für Platz Neun mitnahmen.
Mit einem Punkt weniger und einem Gesamtscore von 272 setzten sich Andrea Pagani (ITA), der auf Tom T Hallmark cuttete sowie Linda Villing – die zweite Deutsche in der Finalwertung – mit Holly Berry auf Rang 12.

Cutting Team-Cup

USA gewinnt vor Deutschland und Italien

Erstmals nach sechs Jahren gab es auf der Americana 2010 wieder einen Cutting Team Cup. Ermöglicht wurde dieser Wettbewerb dank der großzügigen Unterstützung der beiden Preisgeldsponsoren Jimmy Jack Biffle und Loyd Trubenbach. Beim Cutting Team-Cup starteten je zwei bis drei Reiter, wobei zwei Ritte gewertet wurden.

Das Preisgeld betrug € 5.500 added. Die Startgebühr wurde komplett wieder ausgeschüttet. Jimmy Jack Biffle freute sich sehr, hier auf der Americana zu sein und den Cuttingsport aktiv unterstützen zu können. Neben dem Besuch von Freunden in Deutschland, die er durch die Pferdezucht kennen gelernt hat, war er hier in Deutschland auf der Suche nach seinen Wurzeln. Sein Großvater ist in Bad Brückenau geboren und dann nach USA ausgewandert. Das Geburtshaus und die dazugehörige Geschichte interessieren ihn sehr und sind einer der Gründe, warum er nach Deutschland gekommen war.

Auf die Frage hin, ob die Wettbewerbe hier vergleichbar mit denen in Amerika sind, sagte er: „Das Geschäft hier ist vergleichbar mit dem in den USA, die Leute showen ihre Pferde gut.“ Er ist stolz drauf, die Pferde, die er hier rüber gebracht hat, u. a. auf der Americana wieder zu sehen. Gerne würde er auch nächstes Jahr wieder kommen, vorausgesetzt, dass er eingeladen wird, denn nicht nur die Americana gefällt ihm gut, sondern auch Deutschland als Urlaubsziel.

Sein Schwager Loyd Trubenbach sagte, dass sie beide verschiedene Ranches in den USA und Mexiko besitzen. In Nebraska haben sie z. B. eine Pferderanch, wo sie Rinder für die Fleischproduktion züchten. In Muenster / Texas stehen zwei Deckhengste, die sehr hoch in der Weltrangliste des Cuttings rangieren. Playdoc gehörte 2008 zu den Top 15 Leading Sires im Cutting. Shurley A Pepto – ein Peptoboonsmal Sohn – gehört ebenfalls zu den im Cutting sehr erfolgreichen Pferden. Außerdem gehören Cash Flo Cat und Sterling Snowman zum Ranchinventar der beiden Schwager. Aber auch der Nachwuchs ist sehr erfolgreich, die Dreijährigen sind in diesem Jahr auf der Futurity vorgestellt worden. Doch nicht nur in der Tierzucht sind die beiden Schwager vertreten, in Mexiko züchten sie Alfalfa-Heu und Pecannüsse – durchaus eine sehr interessante Mischung.

Die Entscheidung

Den Team Cup gewann die USA souverän. Michael Baker auf Shammy Sug, Jason Surles auf Acres of Time sowie Annalisa Piazzi auf Time For Haida holten 288 Punkte. Das waren sechs Zähler mehr als Deutschland mit Uwe Röschmann auf Dominician Diamond, Linda Villing auf A Hole Berry und Uwe Niedostatek auf Powder Puff Bob (282). Den dritten Rang schaffte Italien mit 273 Punkte. Dafür sorgten Markus Schöpfer auf Needy Times, Sam Turner auf Dark As Pitch und Andrea Pagani auf Tom T Hallmark. Vierter wurde Skandinavien (271) vor der Schweiz (269) und Frankreich (260).

ERCHA Reined Cow Horse Futurity Open

Vorlauf Herd Work

Fehlstart für Philipp Martin Haug

18 Starter bewarben sich in diesem Jahr um die Krone der European Reined Cow Horse Futurity Open. Markus Schöpfer dankte vorab für die Unterstützung durch die Americana. Markus Schöpfer ist nicht nur ein sehr erfolgreicher Reiter, sondern auch Präsident der European Reined Cow Horse Association, kurz ERCHA. Er meinet: „Die Americana steht stets hinter unserem Verband. Ich danke für mittlerweile schon 10 Jahre enge Kooperation und Förderung unseres Sport hier in Ausburg.“

Los ging es mit dem Go der Herd Work. Die gestaltete sich so schwierig wie noch nie bei der Americana: Die jungen Rinderbullen wollten nicht so recht mitspielen und so blieben die Scores deutlich unter den Erwartungen. Am härtesten traf es zum Auftakt den Americana-Titelverteidiger dieser Disziplin: Philipp Martin Haug kam auf Sheza Freckled Flo gerade mal mit einer 120 aus der Arena.

Wesentlich besser erging es Haug`s großem Konkurrenten in dieser Prüfung: Der Italiener Markus Schöpfer, zuletzt im Schlussranking auf den Plätzen zwei bis vier, scorte den Höchstwert: eine 137 auf Shine Like A Babe. Als Zweitbester startete Maik Bartmann, der auf Action Please eine 135 hinlegte und damit den gleichen Wert erzielte wie gleich zweimal Markus Schöpfer, jetzt auf MA Starfighter sowie Remedy The Roan. Fünfter der Herd Work im Go wurde Samuele Poli auf CD Shinette (134) vor Patrick Sattler auf Sen Me Chex (133) und Christoph Seiler auf Missys Magic Potion (130). Die weitere Platzierung: Jimmy A. Flores auf Hotroddersidquixote (129), Christoph Seiler auf Smartest Haida (129), Arno Gorgasser auf Sugs Peptodoc (128), Carol Lynn Telford auf Am Chichi Dual (126), Francesca Baron auf Quick Kid Roan (124), Tomas Barta auf JB Tejons Sunny Time (124), Massimiliano Ruggeri auf Dual Tappis Diamond (122), Serena Bagnara auf MK Instant Lena (122), Maik Bartmann auf More Merada Please (120), Philipp Martin Haug auf Sheza Freckled Flo (120) und Tomas Barta auf Smoking Cowboy SB (120).


Vorlauf Reined Work

Arno Gorgasser holt den Highscore in der Reined Work

In der Reined Work des Vorlaufs als zweite Disziplin der Reined Cow Horse Futurity Open brillierte Arno Gorgasser auf Sugs Peptodoc. Er sammelte in der Reined Work 144 Punkte und verbesserte sich damit im Zwischenergebnis auf den fünften Platz. Der Amerikaner Jimmy A. Flores stand dieser Leistung kaum nach und kam auf Hotroddersidquixote auf 143 Punkte. Damit war er in der Zwischenwertung punktgleich mit Arno Gorgasser bei 275 Punkten auf dem fünften Rang.

Die Reined Cow Horse Futurity Open aber wurde unterm Strich weiterhin von Markus Schöpfer dominiert. Von den ersten vier Plätzen im Zwischenranking belegte er nach zwei Durchgängen gleich drei Plätze. Die Spitze der Zwischenwertung übernahm Markus Schöpfer mit einer 140,5 in der Reined Work mit MA Starfighter. Mit 275,5 Punkten lag er damit in der Zwischenwertung um einen halben Punkt vor sich selbst, jetzt aber auf Remedy The Roan, mit dem er in der Reined Work 140 Punkte sammelte. Auf Shine Like A Babe, Spitzenreiter nach der Herd Work, sammelte Markus Schöpfer in der Reined Work 136 Punkte – das war nun Platz vier in der Zwischenwertung mit 273 Punkten. In die Schöpfer-Phalanx konnte zu diesem Zeitpunkt nur Samuele Poli eindringen, der auf CD Shinette in der Reined Work eine 139,5 scorte und bei 273,5 Punkten nach zwei Läufen nun Dritter war.

Siebter nach zwei Durchgängen war nun Maik Bartmann auf Action Please. Er scorte in der Reined Work eine 136,5 und hatte nun 271,5 Punkte. Das war ein Zähler mehr (270,5), als jetzt Patrick Sattler auf Sen Me Chex hatte. Auf den neunten Rang tat sich ein größeres Loch auf: Mit 263 Punkten war aber Christoph Seiler auf Missys Magic Please weiter auf Finalteilnahme-Kurs, wie auch als Zehnter Massimiliano Ruggeri Dual Tappis Diamond (262).

Titelverteidiger 7,5 Punkte hinter dem letzten Quali-Platz für das Finale zurück

Für den Titelverteidiger Philipp Martin Haug sah es dagegen weiter bitter aus: Nach der verpatzten Herd Work sammelte er nun auf Sheza Freckled Flo 134,5 Punkte. So ging die geplante Aufholjagd eher ins Leere. Vor der abschließenden dritten Prüfung hat Philipp Martin Haug 7,5 Punkte auf den zehnten und damit letzten Qualifikationsplatz für das Finale. Das ist viel Holz.

Damit ergab sich nach zwei Prüfungen im Vorlauf dieser Zwischenstand:

1. Markus Schöpfer MA Starfighter 275,5
2. Markus Schöpfer Remedy The Roan 275
3. Samuele Poli CD Shinette 273,5
4. Markus Schöpfer Shine Like A Babe 273
5. Jimmy A. Flores Hotroddersidquixote 272
5. Arno Gorgasser Sugs Peptodoc 272
7. Maik Bartmann Action Please 271,5
8. Patrick Sattler Sen Me Chex 270,5
9. Christoph Seiler Missys Magic Potion 263
10. Massimiliano Ruggeri Dual Tappis Diamond 262
11. Carol Lynn Telford Am Chichi Dual 260,5
12. Maik Bartmann More Merada Please 260
13. Tomas Barta JB Tejons Sunny Time 256,5
14. Phlilipp Martin Haug Sheza Freckled Flo 254,5
15. Christoph Seiler Smartest Haida 254
16. Serena Bagnara MK Instant Lena 252
17. Tomas Barta Smoking Cowboy SB 246

Vorlauf Cow Work

Jimmy A. Flores erobert mit einer klasse Cow Work noch die Spitzenposition

Die den Vorlauf abschließende Cow Work sollte die Platzierung noch einmal heftig durcheinanderwirbeln. Mit einer Score von 147 brillierte nun Jimmy A. Flores auf dem im schwedischen Besitz stehenden Hotroddersidquixote (Marita Larsko) Damit kletterte der Amerikaner bei 419 Punkten vom fünften noch auf den ersten Rang vor. Und so hat er die Rolle des Favoriten für das Finale. Aber aufgepasst: Da geht alles wieder bei Null los; auf Meriten kann sich nicht ausgeruht werden.

Zwei Reiter schafften in der Cow Work eine 143. Das war zum einen Markus Schöpfer auf Shine Like A Babe. Das war mit 416 Punkten für dieses Paar der zweite Rang nach den drei Go`s. Die andere 143 schaffte die bis dahin auf dem 16. Platz liegende Serena Bagnara auf MK Instant Lena, die es damit aber trotzdem als Elfte haarscharf um zwei Zähler nicht mehr ins Finale schaffte (395). Auch der Titelverteidiger Philipp-Martin Haug schaffte es nicht mehr, die Bürde wegzumachen. Mit einer 134 in der Cow Work verpasste er bei gesamt 388,5 Punkten den Finaleinzug.

Den dritten Rang in der Addition der Vorläufe verteidigte Samuele Poli. Auf CD Shinette sammelte er in der Cow Work 141 Punkte (gesamt 414,5). Maik Bartmann arbeitete sich mit einer 141 auf Action Please noch auf den vierten Rang vor. Markus Schöpfer ließ mit seinen zwei anderen Pferden in der Cow Work etwas die Punkte liegen. Er wurde mit Remedy The Roan (135, gesamt 410) Fünfter und mit MA Starfighter (134, gesamt 409,5) Sechster.

Als Siebter qualifizierte sich Patrick Sattler, der auf Sen Me Chex 407,5 Punkte sammelte (Cow Work 137) vor Arno Gorgasser auf Sugs Peptodoc (402 / 130), Christoph Seiler auf Missys Magic Potion (402 / 139) und Massimiliano Ruggeri auf Dual Tappis Diamond (397 / 135).

Endstand nach den Vorläufen:

1. Jimmy A. Flores Hotroddersidquixote 419
2. Markus Schöpfer Shine Like A Babe 416
3. Samuele Poli CD Shinette 414,5
4. Maik Bartmann Action Please 412,5
5. Markus Schöpfer Remedy The Roan 410
6. Markus Schöpfer Mr Starfighter 409,5
7. Patrick Sattler Sen Me Chex 407,5
8. Arno Gorgasser Sugs Peptodoc 402
8. Christoph Seiler Missys Magic Potion 402
10. Massimiliano Ruggeri Dual Tappis Diamond 397

Finale Herd Work

Markus Schöpfer cuttet sich an die Spitze zum Beginn des Finales

Alle Leistungen aus den drei Vorläufen waren nun egal, als das Finale der Reined Cow Horse Futurity Open anfing. Markus Schöpfer zeigte gleich, was Sache ist: Mit Shine Like A Babe cuttete er vom Feinsten und holte sich klasse 145 Punkte. Auch Arno Gorgasser legte mit Sugs Peptodoc einen super Start hin und positionierte sich bei 143 Punkten als Zweiter nach der Herd Work.

Auf 142 Punkte kam als Dritter Massimiliano Ruggeri auf Dual Tappis Diamond. Jeweils mit 141 Punkten starteten in der Herd Work Markus Schöpfer, jetzt auf Remedy The Roan, sowie Samuele Poli auf CD Shinette. Der Vorlaufsbeste Jimmy A. Flores kam auf 140 Punkte und hatte damit immerhin zum Auftakt direkt fünf Zähler Rückstand auf den führenden Markus Schöpfer mit Shine Lika Babe, dem im Vorlauf zweitbesten Paar. Auch Maik Bartmann hatte nach der Herd Work mit Action Please bei 139 Punkten noch alle Chancen. Achter der Herd Work wurde mit 137 Punkten Patrick Sattler auf Sen Me Chex vor den punktgleichen Markus Schöpfer auf MA Starfighter und Christoph Seiler auf Missys Magic Potion (135)

Erster Zwischenstand:

1. Markus Schöpfer Shine Like A Babe 145
2. Arno Gorgasser Sugs Peptodoc 143
3. Massimiliano Ruggeri Dual Tappis Diamond 142
4. Markus Schöpfer Remedy The Roan 141
4. Samuele Poli CD Shinette 141
6. Jimmy A. Flores Hotroddersidquixote 140
7. Maik Bartmann Action Please 139
8. Patrick Sattler Sen Me Chex 137
9. Markus Schöpfer MA Starfighter 135
9. Christoph Seiler Missys Magic Potion 135

Finale Reined Work

Jimmy A. Flores stürmt an die Spitze / Aber Gleichstand mit Arno Gorgasser

In der Reined Work ließ es Jimmy A. Flores so richtig krachen: Auf Hotroddersidquixote sammelte er in der Reined Work 145 Punkte! Zusammen hatte er nun 285 Punkte. Das war Platz eins vor der letzten Prüfung. Aber diesen Rang hatte er nicht alleine inne: Arno Gorgasser nämlich ließ nicht locker, kam in der Reined Work auf eine 142 und hatte also auch gesamt jetzt 285 Punkte. Arno Gorgasser stand nun dicht vor einer möglichen Sensation und dem größtmöglichen Erfolg seiner bisherigen Laufbahn.

Aber Markus Schöpfer war noch lange nicht geschlagen. Nach der Reined Work lag er auf dem dritten und vierten Rang in Lauerstellung – und hatte angesichts des knappen Rückstandes noch alle Möglichkeiten, in der abschließenden Cow Work noch ganz nach oben kommen zu können. Mit Shine Like A Babe scorte Schöpfer in der Reined Work eine 137,5 (gesamt 282,5) und mit Remedy The Roan scorte er in der Reined Work eine 140 (gesamt 281). Massimiliano Ruggeri kam auf Dual Tappis Diamond zu 137 Punkten und hatte jetzt gesamt 279. Den sechsten Rang der Zwischenwertung belegte nun Samuele Poli auf CD Shinette (277,5) nach einer 136,5 in der Reined Work. Siebter der Zwischenwertung war nun Christoph Seiler auf Missys Magic Potion (141,5 / 276,5) vor Patrick Sattler auf Sen Me Chex (138,5 / 275,5), Markus Schöpfer auf MA Starfighter (140,5 / 275,5) und Maik Bartmann auf Action Please (135,5 / 274,5).

Zwischenstand nach zwei Prüfungen:

1. Jimmy A. Flores Hotroddersidquixote 285
1. Arno Gorgasser Sugs Peptodoc 285
3. Markus Schöpfer Shine Like A Babe 282,5
4. Markus Schöpfer Remedy The Roan 281
5. Massimiliano Ruggeri Dual Tappis Diamond 279
6. Samuele Poli CD Shinette 277,5
7. Christoph Seiler Missys Magic Potion 276,5
8. Patrick Sattler Sen Me Chex 275,5
8. Markus Schöpfer MA Starfighter 275,5
10. Maik Bartmann Action Please 274,5

Finale Cow Work

Eine 145 in der Cow Work bringt dem Amerikaner den vollen Erfolg

Gleich drei Paare schafften in der abschließenden Cow Work der Reined Cow Horse Futurity Open eine Score von 145. Eben dies gelang auch Jimmy A. Flores, der damit auf Hotroddersidquixote auf gesamt 430 Punkte kam und so den erwarteten Angriff von Markus Schöpfer erfolgreich abwehren konnte. Jimmy A. Flores war also neuer Futurity-Champion.

Die beiden anderen 145er gelangten Markus Schöpfer, und zwar mit Remedy The Roan und auf MA Starfighter. So sicherte sich der Italiener auf Remedy The Roan bei 426 Punkten den zweiten Rang. Auf MA Starfighter kam er zu 420,5 Punkten und den fünften Platz. Aber auch der dritte Platz ging an Markus Schöpfer: Auf Shine Like A Babe kam er in der Cow Work zu 143 Punkten und hatte damit gesamt 425,5.

Vierter wurde dank einer 144 in der Cow Work mit insgesamt 421,5 Punkten Samuele Poli auf CD Shinette. Sechster wurde Massimiliano Ruggeri auf Dual Tappis Diamond (416) vor Patrick Sattler auf Sen Me Chex (412,5), Maik Bartmann auf Action Please (411,5), Arno Gorgasser auf Sugs Peptodoc (411) und Christoph Seiler auf Missys Magic Potion (408,5).

Endstand:

1. Jimmy A. Flores Hotroddersidquixote 430
2. Markus Schöpfer Remedy The Roan 426
3. Markus Schöpfer Shine Like A Babe 425,5
4. Samuele Poli CD Shinette 421,5
5. Markus Schöpfer MA Starfighter 420,5
6. Massimiliano Ruggeri Dual Tappis Diamond 416
7. Patrick Sattler Sen Me Chex 412,5
8. Maik Bartmann Action Please 411,5
9. Arno Gorgasser Sugs Peptodoc 411
10. Christoph Seiler Missys Magic Potion 408,5

Einschätzungen von Markus Schöpfer

Sieben Mal hat Markus Schöpfer bereits die ERCHA Reined Cow Horse Open gewonnen. Diesmal musste sich der Südtiroler, der zu den Meistern seines Fachs in Europa gehört, mit dem zweiten und dritten Platz zufrieden geben. Die Freude war jedoch trotzdem groß: „Ich bin sehr, sehr zufrieden mit meinen drei Finalpferden! In der Fence Work habe ich auf volles Risiko gesetzt, und dabei kann halt auch was schief gehen. So habe ich einmal das Rind nicht gedreht bekommen. Aber an den Pferden lag das nicht.“

Immerhin hatte es Markus alles einziger geschafft, alle drei Pferde ins Finale zu bekommen, darunter den einzigen 3-jährigen: MA Starfighter, ein Appaloosa Hengst von Starlight Elan aus der ERCHA Prefuturity und zweifachen Derby Champion Appaloosa Stute My Mom Won it All (von Cattin). MA Starfighter brachte es in der Cow Work auf Topscore 145 (zusammen mit zwei weiteren Pferden), was im Endergebnis insgesamt Rang 5 bedeutete. „Er war klasse! Wir hatten eine schöne Reining und eine super Fence Work. Nur in der Herd Work hätte ich ihm bessere Rinder aussuchen müssen. Dazu fehlt ihm halt noch die Erfahrung.“

Wie MA Starfighter wurden auch die beiden anderen Pferde Remedy The Roan, mit der Markus Schöpfer Reserve Futurity Champion wurde, und Shine Like A Babe (Dritte) von ihm ausgebildet. Beide Pferde wurden letztes Jahr in den USA gekauft. „Remedy The Roan habe ich auf der Americana erst das zweite Mal geshowt. Sie hat noch nicht viel Training, weil ihr Besitzer sie über den Winter mit nach Hause nahm und sie sich zudem verletzte. Richtig durchgehend trainiert haben wir eigentlich erst die letzten sechs Wochen. Diese Stute ist einfach das Cowhorse par excellence – sie ist in allem super. Ob Reined, Herd oder Cow Work.“

Wesentlich mehr Erfahrung hat dagegen die Shining Spark-Tochter Shine Like A Babe. Die Stute gewann die Pre-Futurity, das Hackamore Classic und die Spring Stakes und war zudem NRHA European Futurity und Austrian Futurity Finalist. „Sie hat unheimlich viel Potential, ist aber nicht ganz einfach, weil sie vor Energie strotzt“, schmunzelt Markus Schöpfer. „Du kannst sie hier die ganze Woche auf der Americana reiten und hast immer noch viel Pferd vor Dir.“
Jimmy A. Flores: “Cowhorse hier in Europa wäre auch in USA konkurrenzfähig“
ERCHA Reined Cowhorse Futurity Champion Jimmy A. Flores war zum ersten Mal auf der Americana bzw. überhaupt in Deutschland. Der Kalifornier, der seit seinem 12. Lebensjahr Cowhorses showt und zahllose nationale und internationale Top Prüfungen gewonnen hat (darunter auch den NRCHA National Reserve Champion Titel), war überaus beeindruckt von dem Niveau der Cowhorse Shows in Augsburg und den vielen Zuschauern. „Es ist eine Freude, hier zu starten“, sagte er. „Eine ganz tolle Atmosphäre, und so viele Zuschauer… Das hat mich wirklich beflügelt. So etwas haben wir in den USA nur bei den ganz großen Endshows. Dem Publikum wurde aber auch etwas geboten. Das Niveau der Cowhorse, so wie ich es auf der Americana gesehen habe, wäre auch in den USA konkurrenzfähig.“
Jimmy A. Flores ist bereits in der zweiten Generation Trainer. Sein 82-jähriger Vater reitet noch heute täglich mehrere Pferde und wurde letztes Jahr von der NRCHA zum Stock Horse Man of the Year gewählt. Auch für Jimmy A. Flores ist Cowhorse mehr als nur ein Sport: „Reined Cowhorse ist eine Kunst, die aus der Arbeit mit dem Pferd auf der Ranch entstanden ist”, so Flores im Interview. „Es ist einfach mit nichts zu vergleichen, wenn Du eins bist mit dem Pferd, wenn ihr beide für eine Sache arbeitet. Das ist jedes Mal etwas ganz Besonderes.“
So auch bei seinem tollen Finalritt mit Hotroddersidquixote. Dabei hatte der Kalifornier nicht eben viel Zeit, sich auf den Hengst einzustellen, der von Joakim Pettersson (Schweden) trainiert und auch erfolgreich geshowt wird. „Wir konnten nicht wirklich am Rind trainieren“, meinte Flores. „Aber das Pferd ist so gut zu handeln und hat so viel Herz, dass es kein Problem war. Hotroddersidquixote ist in der Reined Work gleich gut wie am Rind und kommt auch mit schwierigen Rindern zurecht. Die Americana war jedenfalls eine ganz tolle Erfahrung, und ich würde gern beim nächsten Mal wieder dabei sein.“
ERCHA Reined Cow Horse Futurity Limited Open

Finale Herd Work

Maik Bartmann geht in die Pole Position

Die Limited Open der Reined Cow Horse Futurity wurde class in class mit der Open ausgetragen, so dass das Ergebnis quasi ein Extrakt der Open-Ergebnisse (siehe oben) war. Allerdings war es hier direkt eine Finalwertung.

Hier übernahm Maik Bartmann auf Action Please die Führung (135), gefolgt von Samuele Poli auf CD Shinette (134) und Patrick Sattler auf Sen Me Chex (133). Die weitere Platzierung: Christoph Seiler auf Missys Magic Potion (130), Jimmy A Flores auf Hotroddersidquixote (129), Christoph Seiler auf Smartest Haida (129), Arno Gorgasser auf Sugs Peptodoc (128), Carol Lynn Telford auf Am Chichi Dual (126), Tomas Barta auf JB Tejons Sunny Time (124), Massimiliano Ruggeri auf Dual Tappis Diamond (122), Serena Bagnara auf MK Instant Lena (122), Maik Bartmann auf More Merada Please (120) und Tomas Barta auf Smoking Cowboy SB (120).

Finale Reined Work

Fünf Reiter nach zwei Prüfungen ganz eng beieinander

Samuele Poli übernimmt die Führung

Für die class in class ausgetragene Limited Open bedeuteten die Ergebnisse in der Reined Work, dass nun in der Zwischenwertung Samuele Poli vorne lag (273,5), gefolgt von Jimmy A. Flores (272) und Arno Gorgasser (272). Maik Bartmann folgte dichtauf (271,5), ebenso wie Patrick Sattler (270,5). Angesichts des Punkteabstandes zum Sechstplatzierten der Zwischenwertung war damit auch klar, dass diese fünf Reiter die Entscheidung unter sich ausmachen würden. Bei gerade mal gesamt drei Zählern Abstand zwischen diesen fünf Reitern versprach die abschließende Fence Work extreme Spannung für die Entscheidung in der Limited Open Futurity

Der Zwischenstand nach zwei Prüfungen:

1. Samuele Poli CD Shinette 273,5
2. Jimmy A. Flores Hotroddersidquixote 272
2. Arno Gorgasser Sugs Peptodoc 272
4. Maik Bartmann Action Please 271,5
5. Patrick Sattler Sen Me Chex 270,5
6. Christoph Seiler Missys Magic Potion 263
7. Massimiliano Ruggeri Dual Tappis Diamond 262
8. Carol Lynn Telford Am Chichi Dual 260,5
9. Maik Bartmann More Merada Please 260
10. Tomas Barta JB Tejons Sunny Time 256,5
11. Christoph Seiler Smartest Haida 254
12. Serena Bagnara MK Instant Lena 252
13. Tomas Barta Smoking Cowboy SB 246

Finale Cow Work

Tausch der Spitzenposition

Die klasse Cow Work brachte Jimmy A. Flores den Sieg in der Reined Cow Horse Futurity (419). Samuele Poli freute sich über den zweiten Rang (414,5). Maik Bartmann schob sich einen Rang vor und wurde so Dritter dieser Prüfung (412,5). Patrick Sattler beendete die Prüfung als Vierter (407,5) vor Christoph Seiler (402).

Endstand:

1. Jimmy A. Flores Hotroddersidquixote 419
2. Samuele Poli CD Shinette 414,5
3. Maik Bartmann Action Please 412,5
4. Patrick Sattler Sen Me Chex 407,5
5. Christoph Seiler Missys Magic Potion 402

ERCHA Reined Cow Horse Futurity Non Pro

Vorlauf Herd Work

Sven Oser legt vor

Im Vorlauf der Non Pro der Reined Cow Horse Futurity gelang in der Herd Work Sven Oser der beste Start. Auf CD Dually Dolly sammelte er 137 Punkte. Den zweiten Rang belegte Edoardo Bernadelli auf Arc Lenas Sake Chic (134). Immerhin zehn Punkte zurück wurde Achim Götz auf Oneof A Sign Dritter (124) vor Caroline Baudinger auf Okleos Holi Gold und Alessandro Roasio auf Acheron (beide 120).

Vorlauf Reined Work

Edoardo Bernadelli übernimmt die Spitze

Edoardo Bernadelli übernahm mit einer 139 in der Reined Work in der Reined Cow Horse Futurity Non Pro die Führung in der Zwischenwertung. Mit 273 Punkten lag er nun auf Arc Lenas Shake Chic klar vorne, nachdem Sven Oser auf CD Dually Dolly in der Reined Work Punkte liegen ließ (125,5) und nun zusammen 262 Zähler hatte. Auf den dritten Rang der Zwischenwertung platzierte sich Achim Götz auf Oneof A Sign mit einer 135 in der Reined Work.

Der Zwischenstand nach zwei Prüfungen:

1. Edoardo Bernadelli Arc Lenas Shake Chic 273
2. Sven Oser CD Dually Dolly 262
3. Achim Götz Oneof A Sign 259
4. Alessandro Roasio Acheron 251,5
5. Caroline Baudinger Okleos Holi Gold 242,5

Vorlauf Cow Work

137 Punkte festigen die Pole Position

Die die Qualifikation abschließende Cow Work brachte keine Änderung mehr im Ranking. Mit einer 137 in der Cow Work sicherte sich Edoardo Bernardelli auf Arc Lenas Shake Chic die Spitzenposition und ist sicherlich auch der klare Favorit für das Finale. Er kam auf gesamt 410 Punkte. Sven Oser punktete auf CD Dually Dolly in der Cow Work eine 122 und wurde Zweiter (384,5) vor Achim Götz auf Oneof A Sign (125 / 384). Als Vierter kam Alessandro Roasio und als Fünfte Caroline Baudinger durch die Qualifikation.

Endstand nach den Vorläufen:

1. Edoardo Bernardelli Arc Lenas Shake Chic 410
2. Sven Oser CD Dually Dolly 384,5
3. Achim Götz Oneof A Sign 384
4. Alessandro Roasio Acheron 381,5
5. Caroline Baudinger Okleos Holi Gold 365,5

Finale Herd Work

Edoardo Bernardelli geht gleich wieder an die Spitze

Edoardo Bernardelli wurde seiner Favoritenstellung im ersten Lauf des Finales gerecht, wenn auch nur knapp. Mit 135 Punkten schob er sich auf Arc Lenas Shake Chic an die Spitze nach der Herd Work. Knapp hinter ihm reihte sich die Konkurrenz ein: Zweiter der Herd Work wurde Alessandro Roasio auf Acheron mit 134 Punkten. Jeweils eine133 scorten Sven Oser auf CD Dually Dolly sowie Caroline Baudinger auf Okleos Holi Gold. Achim Götz kam auf Oneof A Sign zu 132 Punkten.

Erster Zwischenstand:

1. Edoardo Bernardelli Arc Lenas Shake Chic 135
2. Alessandro Roasio Acheron 134
3. Sven Oser CD Dually Dolly 133
3. Caroline Baudinger Okleos Holi Gold 133
5. Achim Götz Oneof A Sign 132

Finale Reined Work

Führung leicht ausgebaut

Edoardo Bernardelli auf Arc Lenas Shake Chic baute in der Reined Work seine Führung leicht aus. Er scorte nun eine 138,5 und hatte damit zusammen 273,5 Punkte. Alessandro Roasio kam auf Acheron zu 269,5 Punkten und festigte seinen zweiten Rang (263,5). Achim Götz schob sich mit einer 131,5 auf den dritten Rang vor (263,) vor Caroline Baudinger (262) und Sven Oser (259).

Zwischenstand nach zwei Prüfungen:

1. Edoardo Bernardelli Arc Lenas Shake Chic 273,5
2. Alessandro Roasio Acheron 269,5
3. Achim Götz Oneof A Sign 263,5
4. Caroline Baudinger Okleos Holi Gold 262
5. Sven Oser CD Dually Dolly 259

Finale Cow Work

Edoardo Bernardelli bringt seine Führung durch

Edoardo Bernardelli schaffte es und gewann die Non Pro Futurity. Mit einer 131 in der Cow Work siegte er am Ende mit einem Punkt Vorsprung (404,5). Dank einer 134 in der Cow Work kam Alessandrio Roasio noch heftig auf, blieb aber bei 403,5 Punkten auf dem zweiten Rang. Auf dem dritten Platz gab es noch einmal einen Wechsel: Am Ende belegte diesen Platz Caroline Baudinger auf Okleos Holi Gold (385) vor Achim Götz auf Oneof A Sign (383,5) und Sven Oser auf CD Dually Dolly (382).

Endstand:

1. Edoardo Bernardelli Arc Lenas Shake Chic 404,5
2. Alessandro Roasio Acheron 403,5
3. Caroline Baudinger Okleos Holi Gold 385
4. Achim Götz Oneof A Sign 383,5
5. Sven Oser CD Dually Dolly 382

ERCHA Reined Cow Horse Futurity Limited Non Pro

Finale Herd Work

Identischer Start

Die Limited Non Pro der Reined Cow Horse Futurity wurde class in class mit der Non Pro ausgetragen, so dass das Ergebnis quasi ein Extrakt der Non Pro-Ergebnisse (siehe oben) war. Allerdings war es hier direkt eine Finalwertung.

So ging auch hier Sven Oser auf CD Dually Dolly in Führung (137) vor Edoardo Bernadelli auf Arc Lenas Shake Chic (134), Achim Götz auf Oneof A Sign (124) und Caroline Baudinger auf Okleos Holi Gold (120).

Finale Reined Work

Sieg für Edoardo Bernadelli ist nah

Für die class in class ausgetragene Limited Non Pro bedeuteten die Ergebnisse in der Reined Work, das nun in der Zwischenwertung Edoardo Bernadelli so weit vorne lag, dass er wohl nur schwerlich noch den Gesamtsieg aus der Hand geben würde. Der Kampf um Silber und Bronze dagegen zwischen Sven Oser und Achim Götz lag auf des Messers Schneide.

Der Zwischenstand nach zwei Prüfungen:

1. Edoardo Bernadelli Arc Lenas Shake Chic 273
2. Sven Oser CD Dually Dolly 262,5
3. Achim Götz Oneof A Sign 259
4. Caroline Baudinger Okleos Holi Gold 242,5

Finale Cow Work

Klarer Erfolg für Edoardo Bernardelli

Edoardo Bernardelli gewann mit seiner 137 in der Cow Work die Reined Cow Horse Futurity der Limited Non Pro`s souverän. Sven Oser sammelte als Zweiter 384,5 Punkte.

Endstand

1. Edoardo Bernardelli Arc Lenas Shake Chic 410
2. Sven Oser CD Dually Dolly 384,5

ERCHA Two Rein All Ages

Champion wird ARC Turbine Ropers unter Francesca Baron

Die ERCHA Two Rein All Ages wurde von ARC Turbine Ropers und Francesca Baron gewonnen. Die Stute ist eine Tochter des großen Surprise Enterprise und stammt aus der Arcese-Zucht. Auf der Americana 2008 war Francesca Baron Fünfte beim NRHA Reining Derby. Der Score: 287, wobei die Stute neben einer tollen Fence Work (144) auch eine hervorragende Dry Work zeigte (143). Platz 2 ging an A Smarty Pants unter Philipp Martin Haug (284), gefolgt von Arno Gorgasser und Pocos Smartin (268).

ERCHA Novice Rider all ages

Zwei erste Plätze

Der erste Platz in der ERCHA Novice Rider all ages wurde gleich zweimal vergeben: Mit einem Score von 275 lagen Gabriela Küng (Schweiz) auf Smart Little Steady sowie auch Simona Spronelli (Italien) mit Its Good To Be Lucio gleichauf und teilten sich die Siegerehren. Es folgte mit nur einem halben Punkt auf Platz Drei Abstand Eliane Gfeller (Schweiz), die Mr Colonel Smart unter dem Sattel hatte. Ebenfalls knapp war der Abstand zu Rang Vier, den der Italiener Beppe Trevisam mit Jac Light Swingo mit nach Hause nahm (274 Punkte).

ERCHA Working Cowhorse Non-Pro Bridle

Stefano Chiari siegt mit Buenomax

Stefano Chiari gewann auf Buenomax die ERCHA Working Cowhorse Non-Pro Bridle. Der Italiener kam auf einen Score von 278. Der Schwede Magnus Nilsson sicherte sich auf Smart Camolena mit 277,5 Punkten den zweiten Rang. Der dritte Rang ging in die Schweiz: Eliane Gfeller kam auf MR Colonel Smart zu 275,5 Punkten. Vierter wurde Jeanine Burkart auf Beat This Enterprise (270,5) vor Massimo Milano auf Chicory Chicory Doc.

ERCHA Hackamore Open 5-year-old

Markus Schöpfer knapp vor Francesca Baron

Ganz, ganz eng lagen Champion und Reserve Champion in der ERCHA Hackamore Open 5-year-old beieinander. Nach einer sehr schönen Dry Work lagen Markus Schöpfer mit MH Sweet Boon und Francesca Baron mit Dirty Dancer gleichauf – beide brachten es auf einen 143er Score. Erst in der Fencework konnte sich Markus Schöpfer mit einem Zähler Vorsprung (145) in der Gesamtwertung vor seine Landsmännin schieben. Mit 288 Punkten entschied er diese Prüfung für sich und verwies Francesca Baron auf den zweiten Platz (287), Dritter wurde mit einer 280,5 Samuele Poli mit Its Good To Be Lucio, gefolgt von Serena Bagnara mit Rey Gae Cat.

NRHA Maturity Open 5y & older

Okie Dun Badger und Rudi Kronsteiner entscheiden Vorlauf für sich

39 Pferd-Reiter-Kombinationen aus ganz Europa stellten sich den strengen Augen der Richter im Vorlauf der Americana NRHA Reining Maturity. Den Sieg im Go trug Rudi Kronsteiner mit Okie Dun Badger davon. Der Österreicher steuerte den beeindruckenden Palomino-Hengst im Besitz von Andrea Castrucci (ITA) gewohnt souverän durch die Pattern und beeindruckte wie immer mit präziser Speed Control und schönen Spins und Stops. 216,5 vergaben die Richter für den Ritt.

Damit verwiesen die beiden Oliver Stein und Dun It Starlike auf Platz 2. Stein und der Hollywood Dun It-Sohn im Besitz von Silke Stein sind ein seit Jahren eingespieltes Team (u.a. Breeders Futurity und Derby Finalist) und glänzten auch hier wieder durch einen hervorragenden Durchgang. Der Score: 214. Den dritten Platz teilten sich mit jeweils einer 231,5 Nico Hörmann mit Tanja Waidas Remidoc und Grischa Ludwig mit Cruisin In Starstyle. Platz 5 gab es für Rudi Kronsteiner und Hesa Mega Whiz (213), gefolgt von Adriano Meacci (ITA) mit Showtime Gotta Gun (212,5).

Siebter im Vorlauf wurde Oliver Stein auf Canto Del Gallo (212) vor dem punktgleichen Nico Hörmann auf Sassy Katie Pine und Adriano Meacci auf Docs Tivio Hancock (je 211,5). Ins Finale schafften es auch: Grischa Ludwig auf OT Taris Dunit (211), Nico Hörmann auf Blacksberry Chex (211), Sylvia Rzepka auf Peanuts Kid (211), Steffen Breug auf Little Whiz Chic (211), Uli Kofler auf Bank That Shine (210,5), Andrea Castrucci auf Chic N Roost (209,5), Egon Gerstgrasser auf Whiz Out Of Here (209,5) und Marcela Curkalova auf Keener Peppy (209,5). Damit waren 17 Reiter im Endlauf dabei.

Finale

Rudi Kronsteiner gewinnt auf Okie Dun Badger

Rudi Kronsteiner entschied die Maturity Open auf Okie Dun Badger mit 219 Punkten sicher für sich. Insgesamt war bei dieser Prüfung ganz zum Schluss der Americana etwas die Luft raus. So blieben einige Reiter klar unter ihren Möglichkeiten. Den zweiten und dritten Rang belegte Nico Hörmann auf Sassy Katie Pine (215) sowie auf Remidoc (214,5).

Vierte wurde Marcela Curkalova auf Keener Peppy (214,5) vor Nico Hörmann auf Blackberry Chex (214), Oliver Stein auf Canto Del Gallo (214), Rudi Kronsteiner auf Heza Mega Whiz (211,5), Steffen Breug auf Little Whiz Chic (211), Uli Kofler auf Bank That Shine (210,5), Grischa Ludwig auf Cruisin In Starstyle (210,5), Sylvia Rzepka auf Peanuts Kid (210), Egon Gerstgrasser auf Whiz Out Of Here (207,5) und Oliver Stein auf Dun It Starlike (207).

NRHA Reining Maturity Non Pro 5years & older

Sabrina Adam und Oak Day Enterprise sind die Champions

Das war das berühmte i-Tüpfelchen der diesjährigen Americana für Sabrina Adam: Im Sattel von Oak Day Enterprise, mit dem sie wenige Stunden vorher bereits den fünften Platz in der Bronze Trophy der Amateure belegte, sicherte sie sich nun den Sieg in der Reining Maturity Non Pro, einer Prüfung, die für fünfjährige und ältere Pferde ausgeschrieben war.

Mit ihrem achtjährigen Hengst von Arc Oak Enterprise – vor sechs Jahren unter Martin Larcombe selbst Bronze Trophy Champion der Americana in einem packenden Finale – aus der Pride Stormita von Pepper Pride legte sie einen Score von 212 aufs Parkett, an den keine ihrer Konkurrenten herankam. Insbesondere für die Spins sammelte sie Pluspunkte bei den Richtern.

Reserve Champion mit einem Punkt Abstand auf die Siegerin wurde Sabine Sartena aus Österreich, die Frostaniac Dun It vorstellte und sich klar auf Platz Zwei setzte – 211 Punkte für dieses Paar, das sich mit den beiden Drittplatzierten vom restlichen Teilnehmerfeld deutlich absetzte. Gleich zweimal einen Score von 210 gab es für Birgit Wenninger auf Nu Redsklena Delmaso – ebenfalls in der Bronze Trophy Non Pro schon erfolgreich und auf dem siebten Rang platziert – sowie für Lena Schmidl mit Red Genuine Jac.

Der anschließende Platz Fünf ging an Tanja Waida, die Whoyacallinwimpy vorstellte, einen fünfjährigen Quarter Horse-Wallach, der damit das jüngste Pferd im Feld der Platzierten war (Score: 208). Nur ganz knapp dahinter mit 207,5 reihte sich Sabine Stegmair auf Spat Of Britton ein. Der aus Italien angereiste Jakob Vieider scorte mit Flower Bo Sun eine 206, der ihm den siebten Rang in dem 30-köpfigen Starterfeld einbrachte.

Gleich dreimal vergaben die Richter 205 Punkte und damit den achten Platz, so dass die Plätze Neun und Zehn wegfielen. Gleichauf lagen hier Manfred Frey mit Ses Outlaw Chic, Stefanie Endt auf Keens Little Leo und Gerhard Frater, der What A Cielo vorstellte.

Reining Futurity Open 3 years old

Rudi Kronsteiner gleich wieder mit Hot Spicy Whiz in derErfolgsspur

So viele gute Pferde und so viele hochkarätige Reiter wie in diesem Jahr waren schon lange nicht mehr für die Futurityklassen der Americana 2010 gemeldet. So entschieden Hot Spicy Whiz (Bes. Klaudia Koudelka, AUT) und Rudi Kronsteiner den Vorlauf in der 4-jährigen Futurity für sich. Dieser Holly Golly Whiz-Sohn gewann erst am Samstag vor der Americana die hoch dotierte Österreichische Futurity und war mit Rudi Kronsteiner dieses Jahr bereits Challenge Futurity Champion in Italien. Beim Vorlauf in Augsburg legten die beiden eine 216,5 vor. Zweiter des Go rounds wurde mit einer 215 ARC Lime N Chocolate, ein Wallach im Besitz von Maurizio Ferrarol (ITA) unter Marco Pettinari. Das Pferd stammt aus der Zucht von Arcese QH und war u.a. Italian Futurity Finalist 2009 und unter Pettinari Achter auf der Italienischen Maturity in der Int. Open.

Mit einer 212,5 sicherten sich der NRHA European Futurity Dritte Cattlemans Cash (Bes. BVBA Van Roosbroeck, BEL) und Bernard Fonck den dritten Platz und damit einen sicheren Platz im Finale. Vierte wurden punktgleich mit einer 212 BH Most Wanted unter Roy Van Der Hoeven, der kurz zuvor in Österreich die Limited Open Futurity 4-jährig gewann, und Ruf And Lucky unter Michel Sanijck (Dritter der Österreichischen Futurity).
Insgesamt kamen beim 4-jährigen Go round von 18 Startern die Top Ten ins Finale. Neben den bereits genannten waren dies Diamond Club unter Nico Hörmann (211,5), SLJ Smart Doc unter Clint Ramsey (211), Ruf Lil Skater (209,5) und Spook A Little (208,5) – beide unter Bernard Fonck, The Ladys A Lil Ruf unter Sylvia Rzepka (208) und Smart Furys Pistol unter Nico Hörmann (208).

Finale

Cody Sapergia mit Doppelerfolg in der Reining-Futurity Open für Dreijährige

Mit insgesamt drei Pferden war Cody Sapergia im Finale der NRHA Reining Futurity 3 years old unterwegs – und sicherlich knallten die Sektkorken nach dieser Prüfung, denn alle drei Pferde zeigten überdurchschnittliche Leistungen und konnten den ersten, zweiten und vierten Platz mit nach Hause nehmen! Ein super Einstieg hier in Europa für den Kandier Cody Sapergia, der erst im Juli über den „Großen Teich“ gekommen war und seitdem in Italien trainiert und ansässig ist.

Zum Sieg in dieser Prüfung slidete er den Quarter Horse-Hengst Spin N Wimp, der durch seine starken Stops kräftig Pluspunkte sammelte und auf einen Score von 216 kam! In dieser Prüfung, die mit 3.500 Euro added Preisgeld ausgeschrieben war, bedeutete das einen Scheck von über 1.370 Euro.

Das Reserve Champion-Pferd von Cody Sapergia hieß MS Solano Whiz; die Stute platzierte sich im Vorlauf noch auf Rang Drei und lief nun in diesem Finale mit einer mächtigen Leistungssteigerung zu 215 Punkten.

Bernard Fonck war es, der die Erfolgssträhne von Cody Sapergia kurz unterbrach: mit Peppys Finest Work scorte er eine 214,5, was Rang Drei für dieses Paar bedeutete. Knapp dahinter setzte sich noch einmal Cody Sapergia, diesmal mit dem vorlaufsbesten Pferd Mizzen Crome, die sich im Finale zwar punktemäßig nochmal steigerte, aber im Vergleich zu den vierbeinigen Konkurrenten zurückfiel – 214 Punkte und Platz Vier.

Der fünfte Rang ging in die Schweiz an SS Smart Decision und Christoph Seiler mit einem Score von 205. Zweimal ein Null-Score bedeuteten zweimal Platz Sechs: Sowohl Patrick Koch (AUT) mit Prima Propaganda als auch Michel Sandijck (NET) auf Wimpys Wound – die beiden waren im Vorlauf noch auf einem guten zweiten Rang – beendeten die Prüfung leider ohne Wertung.

Reining Futurity Open 4 years old

Cody Sapergia mit Mizzen Crome im Go vorne

Acht Pferd-Reiter-Kombinationen kamen bei den 3-jährigen in der Open weiter. Den besten Ritt des Go rounds hatten Mizzen Crome und Cody Sapergia. Die Stute, im Besitz von Fabrizio Bevilacqua, auf dessen Ranch Cody Sapergia seit Juni diesen Jahres trainiert, legte eine 210,5 vor. Custome Crome (Custom Crome x Mizzen Topsail) war erst wenige Tage vor der Americana Co-Reserve Champion auf der Österreichischen Futurity (Open 3-jährige) und zeigte auch in Augsburg ihr Potential. Cody Sapergia ritt zudem zwei weitere Pferde ins Finale: MS Solano Whiz (Platz 3, 208) und Spin N Wimp (Platz 4, 207).
Zweiter des Vorlaufs wurde Wimpys Wound Up unter Michel Sandijk. Der Hengst im Besitz von Roy de Bruin war Int. Open Dritter in Österreich. Die weiteren Finalisten sind: Peppys Finest Work mit Bernard Fonck (201), Prima Propaganda unter Patrick Koch (AUT, 199), SS Smart Decision unter Christoph Seiler (SUI, 196,5) und Taris Bright Shine unter Rudi Kronsteiner (191).

Finale

Noch einmal Bernard Fonck: Jetzt auf Cattlemans Cash

Um 6.000 Euro added Preisgeld ging es in der Futurity für die vierjährigen Reiningpferde, entsprechend sehr gute Leistungen waren in der Entscheidung dieser Prüfung zu sehen.

Im Vergleich zu den Ergebnissen des Vorlaufs wurden die Karten im Finale noch einmal völlig neu gemischt. Nicht Rudi Kronsteiner mit Hot Spicy Whiz waren die Sieger – diese beiden hatten im Vorlauf zwar eine super 216,5 vorgelegt, im Finale aber einige Patzer und kamen „nur“ zu 209 Punkten und auf Platz Neun – sondern Bernard Fonck ritt Cattlemans Cash zum Gewinn dieser Prüfung! Auf nahezu allen Manövern mit Höhepunkt im letzten Stop kassierten sie mächtig Pluspunkte und slideten schließlich auf einen Score von 218,5, der knapp 2.000 Euro an Gewinngeld wert war.

Der frischgebackene Bronze Trophy Open Champion vom Freitag abend ritt also weiter auf der Erfolgswelle; und auch noch der zweite Platz ging an ihn mit einer super Leistung auf Spook A Little – 216,5 Punkte vergaben die Richter für den Ritt, der Spook A Little von Rang Neun im Vorlauf nun bis kurz vor die Spitze katapultierte.

Ebenfalls verbessern konnten sich Ruf And Lucky und Michel Sandijck (NET), die in diesem Finale mit einem 214er Score den dritten Rang besetzten und sich damit nur knapp absetzten von The Ladys A Lil Ruf und Sylvia Rzepka, die mit nur einem halben Zähler weniger auf Platz Vier ritten.

Auf dem fünften Platz noch einmal Bernard Fonck, diesmal mit Ruf Lil Skater gleichauf mit Marco Pettinari (ITA) und Arc Lime N Chocolate, die beide einen Score von 211,5 nach Hause brachten.

Weiter ging es mit Platz Sieben, den wie bereits im Vorlauf der Amerikaner Clint Ramsey mit SLJ Smart Doc belegte (Score: 211). Es folgte mit einem Punkt Abstand Nico Hörmann und Smart Furys Pistol (210), der sich damit selber schlug und mit Diamond Club auf Rang Neun kam, gleichauf mit dem bereits erwähnten Rudi Kronsteiner (beide 209).
Platz Elf im Finale belegte schließlich BH Most Wanted mit dem Piloten Roy Van der Hoeven (208,5).

Reining Futurity Non Pro 3&4 years

Jacs Electric Flash und Ewald Rifeser führen nach dem Go round

In der Americana Non Pro Futurity für 3- und 4-jährige Reiningpferde gingen zehn Pferd-Reiter-Kombinationen an den Start, von denen sieben ins Finale rückten. Top Score des Vorlaufs ritt der Südtiroler Ewald Rifeser mit seinem 4-jährigen Wallach Jacs Electric Flash. Ihr Score: 213,5. Rifeser reitet seit vielen Jahr ganz vorn im internationalen Non Pro Bereich und war u.a. Co-Reserve Champion der NRHA European Futurity Level 1 und 2. Zweite wurde Chiara Bartoletti (ITA) mit dem 4-jährigen Wallach Genuine Secolo. Mit diesem Pferd war Chiara bereits NRHA European Futurity Co-Reserve Champion Level 3. Ihr Score in Augsburg: 212. Platz 3 ging mit einer 210 an zwei Reiter: die Niederländerin Babs Coppens auf Gump Gray Playboy BB und den Briten Josh Collins auf Spookin The Bar. Die beiden kamen gerade als frisch gebackene Ltd. Non Pro Futurity Champions aus Österreich zurück. Die weiteren Finalisten: Andrea Castrucci mit Elvis Peppy Gold (208,5), Ewald Rifeser mit Git It Dun (207,5) und Martin Mannes mit SB Spock Surprise (207,5).

Finale

Git It Dun und Ewald Rifeser überholen alle Konkurrenten

Das war eine Aufholjagd, die der Italiener Ewald Rifeser mit Git It Dun im Finale der Reining Futurity für drei- und vierjährige Pferde hinlegte: Als Sechster des Vorlaufs zog er mit dem bildschönen Palomino-Hengst nicht unbedingt als Favorit ins Finale ein, doch die Karten wurden neu gemischt und belehrten dann alle Konkurrenten und Zuschauer eines Besseren: Mit einem Score von 214 – 6,5 Punkte mehr als im Vorlauf – nahm Ewald Rifeser mit Git It Dun den Futurity Champion-Titel mit nach Hause. Mit 3.000 Euro added war diese Prüfung ausgeschrieben, das bedeutete einen Scheck über 1.220 Euro für den Sieger. Doch nicht nur das: Auch das Preisgeld für den zweiten Platz nahm Ewald Rifeser mit nach Hause. Jacs Electric Flash heißt das Pferd, das den Vorlauf noch dominiert hatte und nun auf einen Score von 212 kam.

Rang Drei ging an Spookin The Bar unter dem Briten Josh Collins, der damit seine Platzierung aus dem Vorlauf bestätigen konnte, aber punktemäßig im Finale nochmal zulegte: Einen 211,5 gaben die Richter diesem Paar, die sich damit vor Genuine Secolo und Chiara Bartoletti aus Italien setzten, die mit 210,5 auf Platz Vier kamen und nicht ganz an ihre Leistung aus dem Vorlauf anknüpfen konnten, genauso wie Gump Gray Playboy BB mit Babs Coppens (NET), die in diesem Finale mit einem Score von 207,5 für Rang Fünf die Arena verließen. Ihnen folgen SB Spock Surprise und Martin Mannes, die in den Links-Spins Penalties bei allen drei Richtern kassierten und sich mit einem Score von 203,5 begnügen mussten. Blieb Rang Sieben für Elvis Peppy Gold und Andrea Castrucci, die leider mit einem Null-Score die Arena verließen.

NRHA Freestyle Reining Open

Ricky Bordignon singt sich als Elvis an die Spitze

Die Freestyle Reining der Americana ist traditionell etwas ganz Besonderes. Legendäre Auftritte gab es hier schon, z.B. von Madeleine Häberlin, Grischa Ludwig oder Nico Hörmann.

Auch Ricky Bordignon (ITA) hat in dieser Prüfung bereits wahre „Gänsehaut-Auftritte“ hingelegt – 2006 war er der Champion dieser Prüfung; 2008 der Vizemeister. In diesem Jahr legte Ricky Bordignon einmal mehr einen tollen Ritt hin. Als Elvis, in weißem Kostüm und mit typischer Perücke, dem obligatorischen Mikro in der Hand zu passender Musik zeigte er nicht nur eine klasse Showeinlage, sondern auch Reining-Manöver vom Feinsten! Auf seinem The Little Fighter, einem elfjährigen palominofarbigen Quarter Horse-Hengst, der nur noch ein Auge hat, zeigte er absolut klasse Spins, Stops und Zirkel. Der Lohn: 220,5 Punkte – das bedeutete ganze sechs Punkte Abstand zum zweiten Platz!

„Barbie“ Wendy van Osch wird Zweite

Den zweiten Rang belegte Wendy van Osch mit ihrem Paint Horse White Enough, die als Barbie zu dem Song „I`m A Barbie Girl“ durch die Arena fegte und ebenfalls viel Applaus erntete.

Mit einer ganz tollen Kostümierung trat Hannes Bolz mit Steady Nic Olena in den Ring – zur Filmmusik von „Pirates Of The Caribbeans“ wurde die Arena geentert; Hannes Bolz im besten Freibeuter-Kostüm, und das Pferd mit Augenklappe ausgestattet.

NRHA Freestyle Reining Non Pro

„Deutschland-Fan“ Veronika Haberl drehte mächtig auf

Die Non Pro`s brauchten sich in der Freestyle Reining kaum vor den Open-Reitern zu verstecken. Einen absolut mitreißenden Ritt zeigte die Jugendliche Veronika Haberl, die mit ihrem Haflinger-Wallach Admiral die Stimmung der Fussball-WM noch einmal einfing: Als Deutschlandfan verkleidet, kam sie ansonsten ganz „nackig“ in die Arena: ohne Sattel, ohne Kopfstück – und die zwei drehten richtig auf! Der Alpen-Reiner Admiral zeigte, was in ihm steckt und trug seine junge Reiterin, deren Augen leuchteten, in rasantem Tempo durch die Arena. Ein unglaublich harmonisches Bild über den ganzen Ritt hinweg, diese Beiden hier traten wirklich als Paar auf! Das Publikum spendete Szenenapplaus. So soll es sein – Reiten macht einfach Spaß, das war den beiden anzusehen! Die Galoppzirkel waren in dieser Vorstellung das Highlight – sicher die schnellsten des Abends! – aber auch Spins und Stops konnten sich absolut sehen lassen; eine ganz grandiose Leistung in dieser Freiheitsdressur ohne Sattel und Zaumzeug! Eine 214,5 gaben die Richter für den Ritt.

Auf den zweiten Rang in der Non Pro Freestyle kam Fabienne Erath mit SD Pipa San als Piratin, diese beiden ritten zu 211 Punkten mit einer ansprechenden Vorstellung vor Michael März und Springtime Dun It. Diese beiden hatten etwas Besonderes mitgebracht und spielten richtiges Theater in der Arena und arbeiteten mit flüssigem Stickstoff, das sich auf dem Hallenboden ausbreitete – als „Todesreiter“ kämpften Pferd und Ritter mit zwei Knappen, die als Helfer mit in der Arena waren.

Wieder einmal war die Freestyle Reining hier in Augsburg eine ganz tolle Prüfung, die bei den Zuschauern, genauso wie bei Reitern und Pferden für viel Spaß sorgte.

World Open Trail

Vorlauf im mit 5.000 Euro added dotierten World Open Trail

Carolin Lenz distanziert die Konkurrenz im Go

Der mit 5.000 Euro added dotierte Trail Open bei der Americana ist der Trail mit Europas höchstem Preisgeld. Entsprechend klasse sind in Augsburg traditonell nicht nur die Starterfelder, sondern auch die Ansprüche des Parcours sowie die Leistungen der Reiter.

Ganz besonders brillierte beim Vorlauf Carolin Lenz. Bei der Americana 2008 hatte sie Gold und Silber im Jugend-Trail sowie Bronze und den vierten Rang im Open World Trail geholt. Jetzt startete sie mit einem Doppelsieg im Vorlauf des World Open Trail in die Americana 2010! Und das war auch nicht nur irgendein „Sieg“, sondern es war auch zumindest mit Lil Freckled Playboy fast schon ein wenig überirdisch, wie sie den so schweren Parcours meisterte und die Konkurrenz regelrecht düpierte. Denn auf Lil Freckled Playboy kam Carolin Lenz auf 149,5 Punkte. Das waren 11,5 Punkte (!) Vorsprung auf sich selbst: Mit Naja wurde Carolin Lenz bei 138 Punkten Zweite des Go.

Am besten mithalten konnte im Go Guillana Cassani auf QHV Blazin Gold. Die Schweizerin schaffte einen Score von 137. Jessica Scholz kam auf TJ Milk Boy auf 130,5 Punkte und so als Vierte ins Finale. Fünfte wurde Sabine Lohninger auf Little Magic Maxx (129,5). Auch ins Finale schafften es Volker Jauch auf Fishermen`s Friend (127,5), Jana Walter auf Quick Doc Ley (126), Claudia Huber auf Lucky Luke (125), Katja Mothes auf Greyhound Tivio (125) und Angelika Gallitzendörfer auf Magic Technique (124,5). 33 Starter hatten sich um den Endlauf beworben.

Finale

Carolin Lenz und Lil Freckled Playboy auch im Finale mit überirdischer Leistung

Ganz großes Kino für die Zuschauer des Trail-Finales! Es kann nicht oft genug erwähnt werden, welche Anforderungen der Americana-Trail an Reiter und Pferde stellt – auch in diesem Finale fanden sich endlos viele Trab- und vor allem Galoppstangen, die zudem auch noch zum Großteil erhöht lagen. Enge Wendungen in allen Gangarten, schwierige Lope In, komplizierte Wege im höchsten Schwierigkeitsgrad.

Insofern ist es kaum zu glauben, was für einen Ritt Carolin Lenz hier zum zweiten Mal ablieferte, nachdem sie den Vorlauf bereits mit einer überirdischen Leistung abgeschlossen hatte. Mit einer sagenhaften Vorstellung mit Lil Freckled Playboy kam sie auf einen Score von 143 – und das, obwohl ihr Pferd beim Rückwärtsrichten eine Pylone mit der Nase umgestoßen hat; fast jedes Manöver lag im Plusbereich! Trotzdem muss dieser Ritt für jeden Zuschauer ein Genuss gewesen sein. Die Manier, in der der achtjährige Hengst durch den Parcours steuerte, war einfach unglaublich. Am meterlangen Zügel, in jeder Sekunde voll aufmerksam, klockte er kaum einmal an die Stangen und bewältigte in einem Stil insbesondere die erhöhten Stangen, der seinesgleichen sucht. Diese Leistung wurde belohnt mit dem Europameisterschaftstitel der Americana, einem Trophy-Sattel sowie einem Scheck über 2.340 Euro!

Obwohl Carolin Lenz mit ihrem Siegesscore von 143 das restliche Teilnehmerfeld weit hinter sich ließ, waren auch die weiteren Ritte absolut bewundernswert. Bei diesem schwierigen Parcours spricht auch ein Score von 137 für sich. Diese Leistung erreichten sogar zwei Teilnehmer, die sich beide auf den zweiten Rang setzten und den Co-Reserve Champion-Titel mit nach Hause nahmen. Dies waren Sabine Lohninger aus Österreich, die mit Little Magic Mexx bereits die Western Pleasure-Klassen auf dieser Americana für sich entscheiden konnte und damit ein überaus erfolgreiches Turnier feierte. Gleichberechtigt neben ihr freute sich auch noch die Schweizerin Giuliana Cassini, die QHV Blazing Gold unter dem Sattel hatte, über den Co-Reserve Champion-Titel. Auch dieses Paar konnte mehrere Schleifen dieses Jahr in Augsburg sammeln!

Der vierte Platz barg in der Siegerehrung Tränenpotenzial: Die Haflinger-Stute Naja, seit acht Jahren immer wieder auf der Americana unter den Besten in „ihren“ Disziplinen Trail und Western Horsemanship dabei, wurde mit ihrem Start hier im Finale des Trails aus dem Sport verabschiedet. Hochdekoriert kann sie nun den Weg nach Hause antreten und ihren Lebensabend abseits des großen Sports genießen. Mit einem Score von 135,5 Punkten nahm sie hier noch einmal den fünften Platz mit – eine ganz tolle Leistung, auch wenn sie den zweiten Rang aus dem Vorlauf aufgeben musste. Alles Gute, Naja!

Vielen Zuschauern noch wohlbekannt war der sechstplatzierte Lucky Luke, der vor zwei Jahren den Americana-Trail als erster Tinker überhaupt gewinnen konnte – er bekam auch dieses Jahr Sonderapplaus! Mit seiner Reiterin Claudia Huber steigerte er sich im Finale nochmal und kam auf 128,5 Punkte – leider musste dieses Paar dreimal ein Brake-of-Gait verzeichnen, obwohl die Richter fast alle Manöver im Plusbereich sahen und ohne diese Patzer sicher wieder ein Platz in den vordersten Rängen drin gewesen wäre.

Besser als im Vorlauf zeigten sich in diesem Finale auch Angelika Gallitzendörfer und der Paint Horse-Hengst Magic Technique, die 121,5 Punkte kassierten und sich damit auf Rang Sechs setzten. Siebte wurde Jessica-Marie Scholz, die mit dem Appaloosa-Wallach TJ Milkboy ihren Weg durch die Stangen suchten – 118,5 war der Score für sie.

Platz Acht – wie im Vorlauf – für Katja Mothes und den Paint Horse-Hengst Greyhound Tivio, hier vergaben die Richter 115,5 Punkte. Volker Jauch und Fishermens Friend hatten viele Aussetzer in den Galoppstangen und kamen daher leider nur auf einen Score von 96,5 und Platz Neun. Ein Null-Score bedeutete für Jana Walter und Quick Doc Ley leider Rang Zehn – im Vorlauf waren diese beiden noch auf den siebten Platz.

Masters Pleasure all Ages

Tie im Go auf dem ersten Rang zwischen Jessy Goossens und Sabine Lohninger

Elf Reiter schafften es in der Masters Pleasure ins Finale. Am besten machten es im Vorlauf gleich zwei Reiter: Sowohl Jessy Goossens auf Reinvest In Peaches wie auch Sabine Lohninger auf Little Magic Mexx sammelten im Go bei den beiden Richtern 12 Platzierungspunkte.

Dritter des Vorlaufs wurde mit 10 Platzierungspunkten Viktoria Zehetmeier auf Royal Rietta. Als Vierte qualifizierte sich Jana Walter auf Quick Doc Ley für das Finale (8). Auf jeweils sechs Platzierungspunkte kamen im Go Sandra Rohde auf Admiral Flummi und Jörg Bieri auf Prim N Proper. Siebte des Vorlaufs wurde Serena Montanari auf Just Hot Roddin (5) vor den punktgleichen Sabine Kolb auf A Special Zip, Giuliana Cassani auf QHV Blazing Gold, Nadja Loinig auf KH Little Reini sowie Marina Bogensperger auf Smell Hot Smoke (je 4).

Finale

Maß der Dinge in den Pleasure-Prüfungen: Little Magic Mexx unter Sabine Lohninger

Unter dem Sattel von Sabine Lohninger triumphierte der 15-jährige Paint Horse-Wallach Little Magic Mexx in der Masters Western Pleasure – damit waren diese beiden das Maß aller Dinge auf dieser Americana, was die „langsamen Gänge“ anbetrifft! Bereits die Europameisterschaftsklasse konnte das Paar gewinnen, und auch in das Finale der Masters Pleasure zogen die beiden als Favoriten ein, da sie den Vorlauf gemeinsam mit Reinvest In Peaches unter Jessy Goossens (BEL) bereits für sich entschieden hatten. In diesem Finale der Masters Pleasure blieben Little Magic Mexx und Sabine Lohninger ungeschlagen unter beiden Richtern (20 Punkte) und konnten sich über einen Preisgeld von über 1.100 Euro freuen.

Auf Rang Zwei setzten beide Richter die zweite Favoritin dieser Prüfung, Reinvest In Peaches unter Jessy Goossens, die ihre dreijährige, palominofarbene Quarter Horse-Stute im Hackamore vorstellte (18 Punkte). Und auch bezüglich des dritten Platzes waren sich die Richter einig; dieser ging an Royal Rietta mit Viktoria Zehetmeier (16 Punkte), die souverän ihre Leistung aus dem Vorlauf wiederholte und auch schon in der EM-Klasse auf einen super vierten Platz kam.

Quick Doc Ley unter Jana Walter sahen die Richter auf dem gleichen Rang wie im Vorlauf – 13 Platzierungspunkte und Platz Vier für sie. Just Hot Rodding und Serena Montanari setzten sich als die besten italienischen Teilnehmer dieser Prüfung auf Rang Fünf – zehn Zähler für diese beiden. Prim N Proper, der von Jörg Bieri aus der Schweiz vorgestellt wurde, fiel auf Rang Sechs mit neun Punkten.

Die Vergabe der Plätze Sieben und Acht hatte schlussendlich der Tie-Richter in der Hand, der den Haflinger Admiral Flummi mit Sandra Rohde vor QHV Blazing Gold und Giuliana Cassani (ITA) sah (beide 7 Punkte).

Platz Neun ging schließlich an KH Little Reini unter Dr. Nadja Loinig aus Österreich (5 Punkte), gefolgt von Smell Hot Smoke und Marina Bogensperer auf Rang 10 (4 Punkte).
EC Working Cowhorse Open Bridle Open & Limited Open
Sieg für Philipp Martin Haug und A Smarty Pants in der Open
Stefano Chiari und Buenomax entscheiden die Limited Open für sich
In der ERCHA Working Cowhorse Open Bridle bewies Philipp Martin Haug ein weiteres Mal seine Klasse als Cowhorse-Trainer. Mit einer 285 gewann er die Prüfung auf A Smarty Pants, einer 6-jährigen Stute von A Sparkling Vintage, die von Petra Zeitler gezüchtet wurde und im Besitz von Simone Salzer ist. Mit diesem Pferd ist Haug schon seit einigen Jahren höchst erfolgreich. Er qualifizierte sie unter anderem für die AQHA World Show 2009.

Den zweiten Platz teilten sich zwei Teilnehmer aus Italien: Francesca Baron mit ARC Turbine Ropers im Besitz von Giorgio Guida (ITA) und Stefano Chiari (ITA) mit seiner Buenomax – beide 281,5. Markus Schöpfer und Remilore kamen mit einer 280 auf Platz 4, gefolgt von Nic It With Buc unter Joakim Pettersson (SWE) mit einer 277,5.

Die Limited Open-Wertung entschied Stefano Chiari (ITA) mit seiner Buenomax für sich vor Gerold Dautzenberg auf Lights R Red (277) bzw. Smart Rip.

Working Cowhorse Abendshow

Stefano Chiari begeistert mit seiner Fence Work

In der Abendshow „Cutting Spectacular“ wurde ein Einladungswettbewerb ausgetragen: Eine Working Cowhorse, aber nur die Rinderarbeit. Hier bekam das Publikum klasse Ritte zu sehen. Es gewann Stefano Chiari auf Buenomax. Er holte 146 Punkte! Den zweiten Rang teilten sich mit jeweils 142 Punkten Philipp Martin Haug auf A Smarty Pants sowie Markus Schöpfer auf Remilore. Vierte wurde Francesca Baron auf Arc Turbine Ropers (141) vor Joakim Pettersson auf Nic It With Buc sowie Magnus Nilsson auf Smart Camolena (je 140).

EC 26 – Working Cowhorse NonPro Lim. Bridle all ages

Achim Götz steuert den Appaloosa Signed By Chex zum Sieg

Achim Götz aus Deutschland ist Europameister in der Working Cowhorse Non Pro Limited Bridle all Ages. Mit dem Appaloosa-Wallach Signed By Chex ritt er zu 274,5 Punkten, die den Sieg in dieser Klasse bedeuteten. Die Silbermedaille ging an den Italiener Massimo Milano auch Chicory Chicory Doc (Score: 273).

EWU Superhorse all ages

Top-Score: 147,5 Punkte verteilen die Richter an Sita Stepper und Doc Smokey Dry

Dass die EWU Superhorse all ages, die mit einem stattlichen Preisgeld von 2.500 Euro ausgestattet war und damit die höchstdotierte Superhorse in Deutschland sein dürfte, ein Blickfang und Zuschauermagnet ist, wurde auf der Americana wieder einmal deutlich. Trotz später Stunde waren die Ränge gut besetzt und die Stimmung klasse – Mitfiebern war angesagt, Szenenapplaus gab es für besonders gelungene Manöver, bei der im starken Trab zu reitenden Passage wurden Pferde und Reiter lautstark angefeuert.

So liefen einige Teilnehmer zu Höchstform auf. Sita Stepper war diejenige, die schließlich mit dem Traum-Score von 147,5 die Nase vorn hatte! Mit dem 15-jährigen Quarter Horse-Hengst Doc Smokey Dry zeigte sie einen klasse Ritt – für den starken Trab zog ein Richter sogar die 1,5; also Sternchen mit Auszeichnung! Auf der Americana 2008 belegten diese beiden noch Rang Drei in dieser Prüfung.

Eine ebenso starke und toll anzusehende Vorführung am langen Zügel zeigte Viktoria Zehetmeier, die mit der 12-jährigen Quarter Horse-Stute Royal Rietta in fast jedem Manöver im Plus-Bereich lag. Die Richter sahen diese beiden aber hinter Sita Stepper und gaben einen immer noch super Score von 146! Da war der Abstand auf den dritten Platz schon groß. Markus Häberlin aus der Schweiz stellte ML Sailynn Dioak vor und kam auf 140 Punkte.

Nur knapp dahinter auf dem vierten Platz reihte sich Philipp Martin Haug mit dem insbesondere aus Cowhorse-Prüfungen hochbekannten Hengst Slidin On Diamonds, der in der Superhorse seine Rittigkeit und Vielseitigkeit noch einmal unter Beweis stellte. Schon vor zwei Jahren präsentierten die beiden sich hier in Augsburg klasse und gewannen damals die Prüfung! Einen traumhaften Ritt legten sie auch diesmal aufs Parkett, die Harmonie zwischen Pferd und Reiter sprühte Funken. Doch dann der Patzer im starken Trab: Beim Szenenapplaus fiel der Hengst in Galopp und kassierte pro Richter 2 Penalties, zusammen mit einem weiteren Strafpunkt beim Lope Over machten das insgesamt sechs Minuspunkte, die auch der starke Reining-Teil mit den besten Zirkeln, Spins und Stops der Prüfung nicht mehr wettmachen konnte – 139,5 Punkte bedeuteten Rang Vier für Philipp Martin Haug und Slidin On Diamonds.

Rang Fünf mit einem Score von 138 wurde zweimal vergeben: Nicole Schweiger auf ihrem Deutschen Reitpony Dahlin zeigte einen Grand-Prix-würdigen starken Trab, und Lorena Rath mit ihrem Criollo-Wallach Bonito, die schon altbekannte Americana-Gesichter sind und seit Jahren konstant gute Leistungen zeigen; in der Superhorse hatten die beiden genau wie Philipp Martin Haug einen Patzer im starken Trab.

Rang Sieben ging an Silke Woitaschek, die eine sichtlich aufgeregte und nervöse Cee Taris Sunshine unter dem Sattel hatte – 136 hieß der Score für sie. Carolin Lenz, die mit Lil Freckled Playboy als Favoritin den Trail und die Western Riding bestreitet, setzte sich in dieser Superhorse auf Platz Acht mit 135,5 Punkten.

Zweimal den neunten Rang aus den 22 Startern nahmen Markus Häberlin, diesmal mit Redsmartchilipepper, sowie Ramona Weber mit Pep Er Mouse nach Hause (Score: 134).

EC Western Pleasure All Ages

Sarah Posthoff dominiert im Vorlauf

Den Vorlauf der EM-Prüfung Western Pleasure All Ages gewann Sarah Posthoff auf Too Good To Believe im Besitz von Alexandra Grimm. Sie kam bei beiden Richtern als Erste durch den Go (20 Platzierungspunkte). Als Zweite qualifizierte sich ebenso souverän mit 18 Platzierungspunkten Sophia Raschat auf Profitableinvestment vor der Österreicherin Sabine Lohninger auf Little Magic Mexx sowie Jessy Goossens auf Reinvest In Peaches (beide 17). Als Fünfte kam Alexandra Merz auf My Bingo Boggies NG (16) eine Runde weiter. Außerdem qualifizierten sich Viktoria Zehetmeier auf Royal Rietta, Sita Stepper auf Doc Smokey Dry, Sandra Rohde auf Admiral Flummi, Markus Häberlin auf Redsmartchchilipepper sowie Marina Bogensperger auf Smell Hot Smoke.

Titel geht nach Österreich

Das Finale der Pleasure war für die Teilnehmer angesichts der vollbesetzten Arena in der Abendshow schon sehr speziell. Das musste vor allem auch Sarah Posthoff auf Too Good To Believe erleben, die heftige Schwierigkeiten hatte und auch die zweite Hand zu Hilfe nehmen musste. Trotzdem erhielt die Vorlaufsbeste noch gesamt sechs Platzierungspunkte und wurde so zusammen mit vier anderen Reitern Sechste.

Die Herausforderung am besten meisterte die Österreicherin Sabine Lohninger auf Little Magic Mexx, die auf 19 Platzierungspunkte kam. Nur einen Zähler zurück wurde die schon zweifache Americana-Siegerin nun Zweite: Sophia Raschat auf Profitableinvestment mit 18 Platzierungspunkten. Den dritten Rang mit 16 Punkten sicherte sich Jessy Goossens auf Reinvest In Peaches. Vierte wurde Viktoria Zehetmeier auf Royal Rietta (15) vor Markus Häberlin auf Redsmartchilipepper (12). Mit je sechs Punkten wurden gleichauf Sechste: Marina Bogensperger auf Smell Hot Smoke, Sita Stepper auf Doc Smokey Dry, Sandra Rohde auf Admiral Flummi, Alexandra Merz auf My Bingo Boggies NG sowie Sarah Posthoff auf Too Good To Believe.

EC Western Riding

Carolin Lenz auch in der Western Riding zur Stelle

Im Go der EM-Prüfung Western Riding war erneut Carolin Lenz zur Stelle. Sie kam auf Lil Freckles Playboy mit einem Score von 140,5 als Erste eine Runde weiter. Den zweiten Platz im Vorlauf teilten sich Silke Woitaschek auf Cee Taris Sunshine sowie Sophia Raschat auf Profitableinvestment (je 138,5). Vierte wurde Sarah Posthoff auf Sam Leaguer (136) vor Nadja Loinig auf KH Little Reini, Giuliana Cassani auf QHV Blazing Gold, Sandra Bagnaresi auf Sally Hit, Viktoria Zehetmeier auf Royal Rietta, Cathrin Dostal auf Smart Cayenne Pepper und Ramona Weber auf Pep Er Mouse.

Finale

143 Punkte für die Siegerin Sophia Raschat in der Western Riding

Sophia Raschat und Profitableinvestment waren es schließlich, die im Finale alle anderen Teilnehmer hinter sich ließen und nun die neue Europameisterin Western Riding der Americana 2010 ist. Als Vorlaufsdritte konnte sie sich im Finale noch einmal kräftig steigern und zeigte einen tollen Ritt am langen Zügel und sammelte kräftig Pluspunkte in den Galoppwechseln – ein Score von 143 war das Endergebnis für Sophia und ihren 15-jährigen Quarter Horse-Wallach.

Auf Rang Zwei setzten die Richter Silke Woitaschek, die für ihre Vorstellung mit Cee Taris Sunshine 140 Punkte von den Richtern bekam. Ihr folgte die Schweizerin Giuliana Cassini, die QHV Blazing Gold unter dem Sattel hatte und zu 138 Punkten ritt, nur ein hauchdünner Vorsprung trennte sie von der viertplatzierten Sarah Posthoff und Sam Leaguer (Score 137,5).

Dann der fünfte Rang – die als Favoritin ins Finale gestartete Carolin Lenz auf Lil Freckled Playboy konnte ihren großartigen Erfolg aus dem Vorlauf nicht wiederholen. Hier gaben die Richter mit 66 und 71 zwei völlig unterschiedliche Wertnoten; insbesondere in den Penalties waren sie sich hier nicht einig. Schade für Carolin – 137 Zähler diesmal „nur“ für sie.

Einen halben Punkt weniger sammelte Viktoria Zehetmeier mit Royal Rietta, für die ein Score von 136,5 für Rang Sechs reichte. Während die Platzierungen bisher allein unter Quarter Horses ausgemacht wurde, ritt die achtplatzierte Sandra Bagnaresi den 19-jährigen Vollblutwallach Sally Hit, der durch seinen gesetzten Galopp auffiel. 133,5 Punkte für diese beiden, die damit vor Ramona Weber mit der Appaloosa-Stute Pep Er Mouse (Score: 131,5) lagen.

Rang Neun ging schließlich an Dr. Nadja Loinig mit KH Little Reini (122), auf Platz Zehn des Finales landeten Cathrin Dostal und Smart Cayenne Pepper – während den Wechseln auf der Linie ließ der Hengst einige Äpfel fallen, fiel mehrmals in Trab und fand nach diesem Faux Pas nicht mehr in die Form zurück; dadurch ein Score von 113 für dieses Paar.

EC Trail Youth

Americana-Debütantin Jessica Kalb im Vorlauf ganz vorne

Der auf der Americana traditionell auch für die Jugendlichen sehr anspruchsvolle Trail forderte die volle Leistung von Reitern und Pferden. Im Go des Jugend-Trails setzten sich zwei Reiter klar von der Konkurrenz ab: Jessica Kalb und Tober Ester Co gelang es am allerbesten – einen super Score von 143 Punkten gab es für dieses Paar, die ganz neue Gesichter auf der Americana sind und mit diesem prima Einstand auf sich aufmerksam machten.

Ebenfalls einen klasse Ritt, der mit 142 Punkten belohnt wurde, zeigte Melina Hugelshofer auf CPR Diabolic Zip, einer siebenjährigen Quarter Horse-Stute. Auf den dritten Rang im Vorlauf ritt Chantal Wolf, die Whizard Pride unter dem Sattel hatte und zu einer 136,5 ritt und damit zwar bereits deutlich hinter den ersten zwei Platzierten lag, aber auch sieben Punkte Vorsprung auf den Rest des Feldes hatte.

Sophia Raschat und Profitableinvestment, die bereits auf eine sehr erfolgreiche Turniersaison zurückblicken können, hatten im Trail einige Patzer und mussten sich mit 129,5 Punkten begnügen – im Finale wird mit diesen beiden jedoch sicher zu rechnen sein. Schon vor zwei Jahren belegten sie im Americana-Trail den fünften Rang, den die beiden sicherlich noch toppen wollen.

Finale

Sophia Raschat nicht zu schlagen – mit Profitableinvestment reitet sie erneut zum Europameisterschafts-Titel

Was für ein Tag für Sophia Raschat – nachdem sie am Morgen bereits die Western Riding souverän gewonnen hatte, durfte sie innerhalb von zwei Stunden auch noch die nächste Europameisterschafts-Schärpe, diesmal für den Jugend-Trail, aus der Arena tragen! Mit ihrem vielfach bewährten 15-jährigen American Quarter Horse Wallach Profitableinvestment zeigte sie einen klasse Ritt in einem mehr als anspruchsvollen Parcours: die Richter vergaben einen Score von 142,5 für ihre Vorstellung! Und das, obwohl es mehr als genug Möglichkeiten im Parcours gab, Minuspunkte zu sammeln. Allein sich den Weg in dieser komplizierten Pattern zu merken, wäre eine Medaille wert – kreuz und quer durch den Stangensalat, Lope Over, Jog Over, Außengalopp, Lope In, Lope Out; Hochleistungen waren gefordert.

Auch die Zweitplatzierte Melina Hugelshofer aus der Schweiz überzeugte mit ihrer 7-jährigen in Italien gezogenen Stute CPR Diabolic Zip im Parcours. 139 gab es für den Durchgang und damit wie schon im Vorlauf Platz 2. Dritter wurde der Österreicher Florian Larch mit dem Paint Wallach Emphis Bando (130), gefolgt von Maxi Schmidt (GER) mit Slippin Joe. Die Vorlaufsbeste Jessica Kalb konnte im Finale mit ihrer Stute Tober Ester Co leider nicht an die tolle Leistung des Go rounds (143) anknüpfen und musste sich mit dem fünften Platz zufrieden geben. Ähnlich ging es der Vorlaufsdritten Chantal Wolf (AUT), die im Finale nur auf Platz 8 kam.

Platz 6 ging an Lisa Marie Georgi mit Rock Star Doll vor Dominik Tuscher mit TL Cherokees Sassy. Neunte wurde Christina Gsinn mit Budhas Little Jac, gefolgt von Ariane Hartmann auf Sizzlin Sweet Cody.

EC Western Horsemanship Youth

Kopf-an-Kopf-Rennen in der Leistungsspitze

Im Vorlauf der Western Horsemanship der Jugendlichen gab es tolle Leistungen zu sehen. Kaum zu glauben, wie professionell die jungen Reiter ihre Pferde präsentieren. Die besten Ritte in dieser Prüfung lagen in der Bewertung dann auch ganz dich aneinander – Sophia Raschat und Profitableinvestment schienen auf dem Weg zu ihrer dritten Meisterschaftsschärpe auf der diesjährigen Americana zu sein – sie setzte sich im Vorlauf an die Spitze mit 18 Platzierungspunkten.

Ganz dicht dahinter musste der Tie-Richter über Rang Zwei und Drei des Vorlaufs entscheiden: So reihten sich mit je 17 Zählern auf Platz Zwei und Drei Melina Hugelshofer auf CPR Diabolic Zip vor Lisa Kaletka mit der 11-jährigen Appaloosa-Stute Cream Dixi Bar ein. Als Vierte zog Maxi Schmidt ins Finale ein, die mit Slippin Joe auf 16 Punkte kam.

Die weiteren Finalisten müssen im Finale noch kräftig Punkte aufholen, um ganz vorne mit dabei zu sein: Florian Larch war mit dem Paint Horse-Wallach Emphis Bando am nahesten an der Leistungsspitze dran: 11 Punkte im Horsemanship-Vorlauf für ihn. Dieses Pferd-Reiter-Paar sicherte sich auf der Americana 2010 bereits den dritten Platz im Trail und hatte sicherlich noch Reserven für das Horsemanship-Finale!

Weiterhin qualifizierten sich: Ariane Hartmann, die Sizzlin Sweet Cody unter dem Sattel hatte und in diesem Vorlauf auf 8 Platzierungspunkte kam und damit vorerst Rang Sechs einnahm. Der Tie-Richter musste schließlich wieder für die Plätze Sieben, Acht und Neun bemüht werden, die in dieser Reihenfolge Dorota Kuska aus Polen mit dem Araber Decaho, Lisa-Marie Georgi auf Rock Star Doll sowie Christina Gsinn mit Buddhas Little Jac einnahmen.

Finale

Rheinischer Erfolg: Lisa Kaletka holt sich den Horsemanship-Titel

Im Finale der Jugend Horsemanship war Lisa Kaletka zur Stelle: Auf Cream Dixi Bar gewann sie mit 19 von 20 möglichen Platzierungspunkten und darf sich nun neue Europameisterin der Americana 2010 nennen. Die Schweizerin Melina Hugelshofer sammelte auf CPR Diabolic Zip17 Platzierungspunkte und wurde Reserve Champion. Sophia Raschat musste sich bei 16 Platzierungspunkten dieses Mal auf Profitableinvestment mit dem dritten Rang zufrieden geben.

Knapp am Podest vorbei schrappte Floria Larch auf Emphis Bando mit 15 Platzierungspunkten. Fünfte wurde Maxi Schmidt auf Slippin Joe (11) vor Lisa-Marie Georgi auf Rock Star Doll (10), Christina Gsinn auf Budhas Little Jac (7), Dorota Kuska auf Decaho (7) und Ariane Hartmann auf Sizzlin Sweet Cody (6).

EC Reining Youth

Lena Schmidl empfiehlt sich für den Sieg

18 Jugendliche traten im Go der Reining Youth an und kämpften um den Einzug ins Finale, das am Samstag Nachmittag stattfinden wird. In diesem Vorlauf die Nase vorn hatte Lena Schmidl, die Red Genuine Jac vorstellte und 209,5 Punkte für ihren Ritt bekam. Das waren ganze drei Punkte Vorsprung auf den zweimal vergebenen Rang zwei – auf einen Score von jeweils 206,5 kamen Antonina Geisendorf auf Top C Golden Genuine sowie Fabienne Krämer mit Little Rooster Gal.

Die weiteren Finalisten: Sabrina Friedreich und Lenas Top Jac, Andrea Grassi auf OT Taris Boogie, Anna Lagodzinska mit A Lot O Prima sowie Christina Gsinn und Buddhas Little Jac. Außerdem qualifizierten sich noch Jennifer Pokornik mit My Barbie Face, Viktoria Seekircher.

Finale

Lena Schmidl behält alles unter Kontrolle

Kräftige Leistungssteigerungen gab es in der Spitze im Finale der Jugend Reining. Nun kamen drei Reiter über die 210er-Grenze. Lena Schmidl war es, die ihre Leistung aus dem Go um 2,5 Punkte steigern konnte. Mit einer 212 wiederholte sie so auf Red Genuine Jac ihre Platzierung aus dem Go und wurde neue Europameisterin in der Jugend Reining der Americana. Den zweiten Platz teilten sich mit jeweils 211 Punkten Viktoria Seekircher auf O Ist Ruf Time sowie Fabienne Krämer auf Little Rooster Gal. Vierte wurde Antonia Geisendorf auf Topc Golden Geinie (202,5) vor Christina Gsinn auf Budhas Little Jac, Sabrina Friedreich auf Lenas Top Jac, Anna Lagodzinska auf A Lot O Prima, Jennifer Pkornik auf My Barbie Face, Sarah Ehrenreich auf Chocolate De Leche und Andrea Grassi auf OT Taris Boogie:

EC Western Pleasure Youth

Melina Hugelshofer dominiert im Vorlauf

Den Vorlauf der Jugend Pleasure gewann souverän mit 20 von 20 möglichen Platzierungspunkten die Schweizerin Melina Hugelshofer auf CPR Diabolic Zip. Ebenso klar kam Sophia Raschat auf Profitableinvestment auf den zweiten Rang im Go – 18 Platzierungspunkte. Als Dritte qualifizierte sich Lisa-Marie Georgi auf Rock Star Doll (14). 13 Platzierungspunkte bekam Florian Larch auf Emphis Bando zugesprochen. Auf jeweils 12 Zähler kamen Chantal Wolf auf Whizard Pride und Tanja Stiefenhofer auf Tanquery Chick Olena. Als Siebte kam Lisa Kaletka auf Cream Dixi Bar weiter (8). Ebenso ins Finale drangen vor: Anna Götz Lund auf Yello Pocomon (7), Dorota Kuska auf Decaho (4) und Lena Bögl auf Bar Sunset Didit (2).

Finale

Titel wird durch Tie entschieden: dritter Sieg für Sophia Raschat

Was für eine Americana für Profitableinvestment und Sophia Raschat! Nahezu unschlagbar schienen diese beiden in Augsburg zu sein – in der Western Pleasure der Jugendlichen sammelten sie nun die dritte Europameisterschafts-Schärpe! Ein ganz toller Erfolg für dieses eingespielte Team! Doch die Entscheidung war mehr als knapp; der Tie-Richter musste über die ersten beiden Plätze entscheiden. Denn ebenfalls 19 Platzierungspunkten holten CPR Diabolic Zip und Melina Hugelshofer – doch letztendlich wurde die Platzierung aus dem Vorlauf umgedreht; Rang Zwei für Melina Hugelshofer.

Einen Sprung nach vorne schaffte Lisa Kaletka, die die Appaloosa-Stute Cream Dixi Bar in sehr schöner Manier vorstellte und 14 Punkte sowie die daraus resultierende Bronzemedaille in dieser Western Pleasure Youth mit nach Hause nehmen konnte.

Für die Verteilung von Rang Vier und Fünf war schon wieder der Tie-Richter gefragt. Ganz knapp die Nase vorn hatte hier Emphis Bando, in dessen Sattel Florian Larch saß – dieses Pferd-Reiter-Paar konnte ebenfalls schon mehrere Schleifen von dieser Americana mit nach Hause nehmen. Whizard Pride und Chantal Wolf wurden vom Tie-Richter auf dem fünften Platz bestätigt, trotz der genauso 13 Punkte wie Florian.

Platz Sechs ging wie schon im Vorlauf an Tanquery Chick Olena und Tanja Stiefenhofer mit zehn Punkten, die sich damit vom Rest des Finalistenfeldes noch absetzte. Sieben Punkte reichten für Rang Sieben und Acht – der Araber Decaho unter Dorota Kuska aus Polen gefiel dem Tie-Richter besser als Rock Star Doll mit Lisa-Marie Georgi, die im Vorentscheid mit dem dritten Rang noch einen Spitzenplatz einnahm.

Die Vergabe des neunten und zehnten Platzes war wieder eindeutig. Bar Sunset Didit mit Lena Bögl sowie Yello Pocomon unter Anna Götz Lund, die den weiten Weg von Dänemark kamen, setzten sich in dieser Reihenfolge in die Schlussplatzierung (5 bzw. 3 Punkte).

Barrel Race

Jürgen Pardeller im Vorlauf am schnellsten um die Tonnen

Beim Vorlauf des Barrel Race ging es am Mittwochabend heiß her, 18 Pferd-Reiterkombinationen aus sechs Nationen traten gegeneinander an. Erst um 23 Uhr startete die Prüfung; trotzdem konnten sich die Reiter nicht über mangelnde Stimmung beschweren, die Zuschauer feuerten lautstark an. Bevor es aber so richtig losgehen konnte, war im Sinne der Sicherheit noch Bodenkosmetik angesagt: um die Tonnen musste der Boden dicker aufgetragen werden, damit die Pferde nicht ins Rutschen kamen. Jeder Reiter startete insgesamt zweimal, die schlechtere Zeit wurde jeweils gestrichen.

Die Nase vorn hatte im Go schließlich der Italiener Jürgen Pardeller, der mit ARC Virgo Surprise am schnellsten um die Tonnen heizte – in 18,04 Sekunden; Zehntelsekunden trennten ihn von den weiteren neun Reitern, die im Finale zu sehen sein werden: Arnold Lunger (ITA) mit War N Glory, Lukas Seehauser (ITA) auf Joe Sugar Bandit, Patricia Mick (ITA) im Sattel des Appaloosa-Wallachs Colt, Martin Pardeller (ITA) und die Quarter Horse-Stute Rakita sind die besten fünf Reiter des Vorlaufs, der damit fest in italienischer Hand war. Desweiteren werden im Finale starten: Iwana Loch (POL) auf Bueno Little Badge, Judith Lunger (ITA) und Top O The Bill, Manuel Jochberger (ITA) mit dem Appaloosa Joe, Ewa Skwarczynska (POL) mit ihrem Araber-Wallach Exmoor sowie Jiri Pacha aus Tschechien, der Cathleen als Rennpferd gesattelt hat.

Finale

Martin Pardeller gewinnt in 17,86 Sekunden – aber auf Rakita

Im Finale des Barrel Race gewann der Italiener Martin Pardeller. Auf Rakita kurvte er in 17,86 Sekunden um die Tonnen. Damit blieb er sechs Hunderstel vor Judith Lunger auf Top 0 The Bill (17,92). Den dritten Platz holte sich die Polin Ewa Skwarczynska auf Exmoor in 18,02 Sekunden. Als Vierter kam Iwona Loch auf Bueno Little Badge über die Ziellinie (18,09). Fünfter wurde Jiri Pacha auf Cathleen (18,23) vor Arnold Lunger auf War N Glory (18,32), Patricia Mick auf Colt (18,45), Jürgen Pardeller auf Arc Virgo Surprise (18,57), Lukas Seehauser auf Joe Sugar Bandit (18,74) sowie Manuel Jochberger auf Joe.


Das Presse-Team der Americana bedankt sich für die gute Zusammenarbeit und sagt: Tschüss bis zum nächsten Mal – schon in einem Jahr vom 31. August – 4. September 2011.

Cassandra Mrotzeck, Anne Wirwahn, Ellen Gorkow, Karin Nachtigall, Ramona Billing und Jörg Brückner

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Quelle: Westerninfo - vom 16.09.2010

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